Augenoptikermeister/Augenoptikermeisterin/Bachelor Professional im Augenoptiker-Handwerk
Auch bekannt als: Meister/in im Augenoptikerhandwerk
Über den Beruf
Augenoptikermeister/innen organisieren alle Abläufe im Betrieb, führen Fachkräfte und bilden Nachwuchs aus. Sie kalkulieren Angebote, verhandeln mit Lieferanten und steuern Einkaufs- sowie Marketingaktivitäten. Gleichzeitig führen sie Refraktionsmessungen durch, bestimmen Korrekturwerte und beraten Kundinnen und Kunden bei Gläsern, Fassungen und Kontaktlinsen. Sie schleifen Brillengläser, zentrieren sie präzise und passen Gestelle an. Digitale 3-D-Scans und moderne Messgeräte helfen dabei, passgenaue Lösungen zu entwickeln. Als Betriebsleiter/innen kontrollieren sie Kennzahlen, planen Investitionen und stellen die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben sicher. Am Ende verlässt jede Kundin und jeder Kunde das Geschäft mit einer optimal angepassten Sehhilfe.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. Gesellenprüfung als Augenoptiker/in
- Oder Gesellen- oder Abschlussprüfung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf + mehrjährige Berufstätigkeit im Augenoptiker-Handwerk
- Alternativ berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten im Augenoptiker-Handwerk per Validierungsverfahren nachweisen, wenn kein entsprechender Bildungsabschluss vorliegt
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Augenoptikermeister/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.248 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.573 € und 5.169 €. Leitungsaufgaben, Zusatzqualifikationen oder eine eigene Filiale können dein Einkommen zusätzlich erhöhen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Augenoptikermeister/in?
Eine pauschale Dauer lässt sich nicht angeben, denn die Meistervorbereitungskurse unterscheiden sich je nach Bildungsanbieter, Unterrichtszeit (Vollzeit oder Teilzeit) und Lernform. Informiere dich daher frühzeitig bei den einzelnen Fachschulen oder Handwerkskammern über deren Zeitpläne.
Ist der Beruf als Augenoptikermeister/in körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert vor allem eine ruhige Hand und volle Beweglichkeit von Armen und Händen sowie ein gutes Farbsehvermögen. Schwere körperliche Belastungen sind selten, doch das Justieren winziger Bauteile verlangt viel Präzision.
Wie sind die Berufsaussichten als Augenoptikermeister/in?
Die Berufsaussichten als Augenoptikermeister/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Zudem herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen bleiben oft länger unbesetzt, was Bewerbern entgegenkommt. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, sodass deine Chancen weiter steigen. Allerdings gibt es weniger Altersabgänge als in anderen Berufen, wodurch etwas weniger Stellen durch Ruhestand frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Augenoptikermeister/in?
Digitale Kompetenzen gewinnen im Augenoptikerhandwerk stark an Bedeutung. Praktisch punkten kannst du mit Know-how in 3-D-Druck für Fassungen, Augmented-Reality-Visualisierung für virtuelle Anproben oder dem Einsatz von ERP-Systemen zur Termin- und Warenplanung. Auch Online-Shop-Plattformen, Mobile-Payment-Lösungen und E-Invoicing gehören immer öfter zum Alltag.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Augenoptikermeister/in?
Die Tätigkeit wechselt zwischen Werkstatt, Verkaufsraum und Büro. Du kombinierst Kundenkontakt mit Präzisionsarbeiten an technischen Geräten und planst gleichzeitig Termine oder Bestellungen am Bildschirm. Weil vieles unter den Augen der Kundschaft passiert, ist ein souveränes Auftreten gefragt – Routineaufgaben und spontane Servicefälle wechseln sich oft ab.
Kann man sich als Augenoptikermeister/in selbständig machen?
Ja, eine Selbständigkeit ist ausdrücklich möglich. Nach der Eintragung in die Handwerksrolle darfst du einen eigenen Augenoptikerbetrieb eröffnen oder als Franchise-Partner/in in ein bestehendes Konzept einsteigen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Augenoptikermeister/in?
Weiterbildungen reichen von technischer Optik über Kundenservice und Customer-Relationship-Management bis hin zu Marketing, Vertrieb und Social Media. Solche Kurse helfen dir, sowohl dein Fachwissen als auch deine betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten auszubauen und neue Geschäftsfelder zu erschließen.
