Augenoptiker/Augenoptikerin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Augenoptiker/Augenoptikerin

Auch bekannt als: Optiker/in · Optician (m/f)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Verkaufsräumen · in Werkstätten · in Büroräumen
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze1.124

Über den Beruf

Augenoptiker/innen beraten Kundinnen und Kunden bei der Wahl von Brillen und Kontaktlinsen, messen Sehschärfen und fertigen passgenaue Sehhilfen. Sie bestimmen Augen- und Scheitelabstände, wählen geeignete Glas- oder Kunststoffrohlinge und bearbeiten diese in Schleifautomaten millimetergenau. In der Werkstatt zentrieren sie die Gläser, setzen sie in die Fassung ein und justieren Bügel oder Nasenpads, bis alles bequem sitzt. Bei Reparaturen löten, biegen oder ersetzen sie beschädigte Teile. Außerdem erklären sie die Pflege von Brillen und Kontaktlinsen, verkaufen Reinigungsmittel oder Ferngläser und kalkulieren Preise sowie Rechnungen. Die fertige Brille geben sie erst aus der Hand, wenn Sicht und Passform exakt passen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Augenoptiker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 2.931 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.540 € und 3.403 €. Faktoren wie Tarifbindung, Zusatzqualifikationen und Standort können das Einkommen zusätzlich beeinflussen.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Augenoptiker/in?

Die Ausbildungsvergütung steigt von 915 € brutto im ersten Jahr über 990 € im zweiten auf 1.062 € im dritten Jahr. Durchschnittlich liegst du damit bei rund 987 €.

Wie lange dauert die Ausbildung als Augenoptiker/in?

Die duale Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Mit sehr guten Leistungen kannst du unter bestimmten Voraussetzungen verkürzen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Augenoptiker/innen?

Wichtige Schulfächer sind Mathematik, Physik, Biologie und Deutsch. Gute Kenntnisse erleichtern dir beispielsweise das Berechnen von Glasparametern oder den schriftlichen Austausch mit Krankenkassen.

Ist der Beruf als Augenoptiker/in körperlich anstrengend?

Der Beruf erfordert eine gute Feinmotorik der Arme und Hände sowie ein sicheres Farbsehvermögen. Du verbringst viel Zeit im Stehen und führst präzise Handgriffe aus, musst aber selten schwer heben.

Wie sind die Berufsaussichten als Augenoptiker/in?

Die Berufsaussichten als Augenoptiker/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Zudem ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerber/innen entgegenkommt. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, weil Arbeitgeber länger suchen. Allerdings gibt es weniger Altersabgänge als in anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Augenoptiker/in?

Digitale Technik spielt eine immer größere Rolle im Augenoptiker-Handwerk. Du solltest mit 3-D-Druck und 3-D-Laserscanning umgehen können, Augmented-Reality-Anproben beherrschen und dich mit Online-Shop-Systemen, Mobile Payment sowie E-Invoicing auskennen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Augenoptiker/in?

Augenoptiker/innen wechseln zwischen Verkaufsraum, Werkstatt und Büro und arbeiten mit Maschinen wie Schleifautomaten, Tischbohrmaschinen sowie Computer-Zentriergeräten. Du hast engen Kundenkontakt, führst Feinarbeiten unter Staub oder Kunststoffdämpfen aus und verbringst einen Teil des Tages am Bildschirm.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Augenoptiker/in?

Nach der Ausbildung eröffnet vor allem der Schritt zur Augenoptikermeister/in oder zum Bachelor Professional im Augenoptiker-Handwerk weitere Karrierewege. Damit kannst du eine Filiale leiten oder dich mit einem eigenen Geschäft selbstständig machen. Auch eine Weiterbildung zur Techniker/in – Augenoptik qualifiziert dich für Fertigung und Produktentwicklung. Mit einem Bachelor- oder Masterstudium in Augenoptik und Optometrie steigst du zusätzlich in Contact-Lens-Spezialgebiete oder die Leitung größerer Optometrie-Center auf.

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