Aufnahmeleiter/Aufnahmeleiterin in der Film- und Fernsehproduktion
Über den Beruf
Aufnahmeleiter/innen steuern organisatorisch und finanziell, dass Film- und Fernsehproduktionen planmäßig verlaufen. Sie entwickeln gemeinsam mit Regie und Produktionsleitung detaillierte Dreh- und Tagespläne und kontrollieren deren Einhaltung am Set. Dafür buchen sie Schauspieler/innen, Kompars/innen und Stuntleute, organisieren Kostüme, Requisiten sowie Licht- und Kameratechnik. Gleichzeitig überwachen sie das Budget, verhandeln mit Dienstleistern und dokumentieren Ausgaben. Steht ein Außendreh an, sondieren sie mögliche Schauplätze, beschaffen Genehmigungen und kümmern sich um Transport, Unterkünfte und Verpflegung des Teams. Kurz vor und während der Aufnahmen prüfen sie, ob alle Geräte funktionsbereit sind, das Team vollständig ist und Sicherheitsvorschriften eingehalten werden, und reagieren sofort auf Zeitverzögerungen.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Oft wird eine Weiterbildung im Bereich Film- und Fernsehproduktion vorausgesetzt, meist ergänzt durch einschlägige Berufserfahrung.
Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Aufnahmeleiter/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.251 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.902 € und 7.042 €. Mit wachsender Verantwortung, etwa als Erste/r Aufnahmeleiter/in, kann dein Einkommen zusätzlich steigen.
Wie sind die Berufsaussichten als Aufnahmeleiter/in?
Die Berufsaussichten als Aufnahmeleiter/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, sodass der Bedarf an Fachkräften zunimmt. Gleichzeitig wird es für Arbeitgeber bis 2040 schwieriger, geeignete Fachkräfte zu finden – für dich bedeutet das langfristig weniger Konkurrenz um freie Stellen. Aktuell ist der Fachkräftemangel allerdings gering, Stellen werden daher noch vergleichsweise schnell besetzt. Zudem gibt es weniger Altersabgänge als in anderen Berufen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Aufnahmeleiter/in?
Aufnahmeleiter/innen tragen Personalverantwortung und arbeiten eng im Team, sowohl im Büro als auch am Set. Dich erwarten abwechselnd Bildschirmarbeit für Planung und Einsätze in Studios, Ateliers oder im Freien. Außendrehs, Wetterabhängigkeit und unregelmäßige Arbeitszeiten gehören ebenso dazu wie Koordination per Funk oder Telefon.
Womit arbeitet man als Aufnahmeleiter/in?
Zu den wichtigsten Arbeitsmitteln gehören detaillierte Unterlagen wie Dreh-, Zeit- und Budgetpläne sowie Drehgenehmigungen. Du nutzt PC, Smartphone, Funkgerät und Headset, um Crew und Dienstleister jederzeit zu erreichen.
Kann man sich als Aufnahmeleiter/in selbständig machen?
Ja, Aufnahmeleiter/innen können sich selbständig machen, indem sie einen eigenen Dienstleistungsbetrieb für Film- und Tontechnik oder eine Produktionsservice-Agentur aufbauen. Dafür meldest du ein Gewerbe an; besondere Zulassungen verlangt der Gesetzgeber nicht.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Aufnahmeleiter/in?
Mögliche Weiterbildungen reichen von Regie- und Produktionsleitung über Filmausstattung und Szenenbild bis hin zu Medienrecht oder Kostenmanagement. So kannst du dein Profil schärfen und dich auf Spezialaufgaben wie Drehbucharbeit oder Kameratechnik vorbereiten.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Aufnahmeleiter/in?
Aufstieg ist zum Beispiel über ein Studium in Film- und Fernsehproduktion, Regie oder Medienwirtschaft möglich. Mit einem solchen Abschluss kannst du später Führungsaufgaben in der Produktionsleitung oder im Medienmanagement übernehmen.
