Archäologie (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Archäologie (Bachelor)

Auch bekannt als: Archäologe/Archäologin · Diplomorientarchäologe/Diplomorientarchäologin (Uni) · Archaeologist (m/f)

BerufsfeldSprachen, Kultur & Gesellschaft
Arbeitsortein Büro- und Besprechungsräumen · im Freien (bei Ausgrabungen, Exkursionen, bei Ortsbegehungen in der Denkmalpflege) · in Bibliotheks- und Archivräumen · in Ausstellungsräumen von Museen · in Seminarräumen sowie Hörsälen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge182

Über den Beruf

Archäologen und Archäologinnen spüren materielle Zeugnisse früherer Kulturen auf, organisieren Ausgrabungen und werten Funde wissenschaftlich aus. Sie dokumentieren Scherben, Werkzeuge oder Baureste, analysieren deren Material, datieren sie und katalogisieren die Ergebnisse in digitalen Sammlungen. Häufig rekonstruieren sie beschädigte Objekte, empfehlen Restaurierungsmaßnahmen oder erstellen Gutachten zur Echtheit. Für Museen entwickeln sie Ausstellungskonzepte, gestalten Führungen und bereiten Funde mittels 3-D-Scans sowie interaktiven Medien anschaulich auf. In Publikationen, Vorträgen und Seminaren machen sie ihre Forschung öffentlich zugänglich, prüfen Manuskripte anderer Fachleute oder leiten Lehrveranstaltungen an Hochschulen. Durch diese Arbeit tragen sie dazu bei, vergangene Gesellschaften zu verstehen und kulturhistorisches Erbe zu bewahren.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen5
  • Allgemeine oder ggf. fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Ggf. Englischkenntnisse
  • Ggf. Lateinkenntnisse
  • Ggf. Kenntnisse in einer zweiten modernen Fremdsprache

Passende Studiengänge182

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Archäologe/Archäologin?

Für Archäolog/innen liegen keine offiziellen Gehaltsstatistiken vor. Dein Einkommen hängt stark davon ab, ob du an einer Universität, im öffentlichen Dienst, in einem Museum oder bei einer privaten Grabungsfirma arbeitest. Auch Berufserfahrung, Projektverantwortung und die Region spielen eine große Rolle.

Wie lange dauert das Studium Archäologie?

Das Bachelorstudium dauert je nach Hochschule 3 bis 4 Jahre. In dieser Zeit absolvierst du Seminare, Praktika auf Ausgrabungen und schließt das Studium mit der Bachelorarbeit ab.

Welche Schulfächer sind wichtig für Archäologie?

Für das Studium sind insbesondere Latein, Griechisch, Geschichte, Englisch und Französisch hilfreich. Gute Sprachkenntnisse erleichtern dir das Lesen von Originalquellen und Fachliteratur.

Ist der Beruf als Archäologe/Archäologin körperlich anstrengend?

Archäolog/innen brauchen eine robuste Gesundheit und belastbare Rücken-, Arm- und Beinmuskulatur. Bei Grabungen arbeitest du häufig in gebückter Haltung, hebst Fundstücke und bist Witterungseinflüssen wie Hitze, Kälte oder Nässe ausgesetzt.

Wie sind die Berufsaussichten als Archäologe/Archäologin?

Die Berufsaussichten als Archäolog/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering, offene Stellen werden also schnell besetzt. Die Konkurrenz unter Bewerbern steigt bis 2040. Zudem gibt es weniger Altersabgänge als in anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Archäologe/Archäologin?

Gefragt sind Kenntnisse in 3-D-Laserscanning und 3-D-Simulation zur digitalen Rekonstruktion von Fundstätten. Du solltest Apps für Planung und Aufmaß ebenso beherrschen wie digitales Sammlungsmanagement. In der Lehre kommen Blended-Learning-Formate und digitale Tafeln zum Einsatz, weshalb Medienkompetenz wichtig ist.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Archäologe/Archäologin?

Die Arbeit wechselt zwischen Büro, Hörsaal und Ausgrabungsstätten im Freien. Neben Bildschirm- und Teamarbeit kommen häufige Dienstreisen sowie Arbeiten unter Zwangshaltungen und bei wechselnden Wetterbedingungen hinzu.

Womit arbeitet man als Archäologe/Archäologin?

Zum Einsatz kommen Vermessungsgeräte, GIS-Software, Digitalkameras und Tablets für die Dokumentation. Außerdem arbeitest du mit Fundstücken, Kartenmaterial, Fachliteratur und modernen 2D-/3D-Konstruktionsprogrammen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten haben Archäolog/innen?

Aufstiegsmöglichkeiten für Archäolog/innen eröffnen sich vor allem über ein Masterstudium in Archäologie, Altertumswissenschaften, Museologie oder Denkmalpflege. Mit einer anschließenden Promotion übernimmst du oft Projektleitungen in Forschungseinrichtungen, Museen oder Landesämtern.

182 Studiengänge ansehen