Anästhesietechnischer Assistent/Anästhesietechnische Assistentin
Auch bekannt als: Anaesthesiologist assistant (m/f) · Operating department practitioner (m/f)
Über den Beruf
Anästhesietechnische Assistent/innen richten Narkoseplätze ein, prüfen Beatmungs- und Überwachungsgeräte und legen Infusionen bereit. Vor einer Operation begleiten sie Patient/innen in den OP, beruhigen sie und positionieren sie korrekt. Während des Eingriffs assistieren sie Anästhesiolog/innen: Sie überwachen Sauerstoffsättigung, Blutdruck und Puls, passen Medikamentendosierungen an und reagieren auf Komplikationen. Im Aufwachraum behalten sie die Vitalwerte im Blick und leiten pflegerische Maßnahmen ein. Anschließend reinigen, desinfizieren und sterilisieren sie Instrumente, kontrollieren Bestände an Narkose- und Schmerzmitteln und halten die Dokumentation im Krankenhausinformationssystem aktuell. Zudem organisieren sie Arbeitsabläufe in Ambulanz, Endoskopie und Zentralsterilisation und achten konsequent auf Hygienestandards.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen6
- I.d.R. mittlerer Bildungsabschluss oder Hauptschulabschluss mit mind. 2-jähriger abgeschlossener Berufsausbildung
- Je nach Bildungsanbieter Mindestalter, z.B. 17 Jahre
- Je nach Bildungsanbieter Nachweis der gesundheitlichen Eignung
- Je nach Bildungsanbieter ggf. Praktikum vor Ausbildungsbeginn
- Nachweis über Masernschutz für die praktische Ausbildung in Gemeinschaftseinrichtungen und medizinischen Einrichtungen
- Einrichtungen verlangen ggf. weitere Schutzimpfungen oder Immunitätsnachweise, z.B. gegen Hepatitis A und B
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Anästhesietechnische/r Assistent/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.687 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.127 € und 5.282 €.
Wie viel verdient man in der Ausbildung als Anästhesietechnische/r Assistent/in?
Während der Ausbildung liegt die Vergütung durchschnittlich bei 1.342 € brutto im Monat. Im ersten Jahr verdienst du 1.293 €, im zweiten 1.343 € und im dritten 1.389 €.
Wie lange dauert die Ausbildung zur/zum Anästhesietechnische/n Assistent/in?
Die Ausbildung dauert in Vollzeit meist 3 Jahre, bei Teilzeitmodellen kann sie bis zu 5 Jahre betragen.
Welche Schulfächer sind wichtig für Anästhesietechnische Assistent/innen?
Wichtige Fächer sind Biologie, Chemie und Deutsch. Mit soliden Kenntnissen darin verstehst du Körperreaktionen auf Anästhetika, kennst die Wirkungsweise von Desinfektionsmitteln und kommunizierst sicher mit Patient/innen.
Ist der Beruf als Anästhesietechnische/r Assistent/in körperlich anstrengend?
Der Beruf erfordert körperliche Ausdauer und eine robuste Gesundheit. Du stehst oft lange bei Operationen, trägst Schutzkleidung, brauchst kräftige Arme und Hände für das Handling von Geräten und solltest sowohl widerstandsfähige Haut als auch gesunde Atemwege haben.
Wie sind die Berufsaussichten als Anästhesietechnische/r Assistent/in?
Die Berufsaussichten als Anästhesietechnische/r Assistent/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Zudem herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Anästhesietechnische/r Assistent/in?
Anästhesietechnische Assistent/innen müssen routiniert mit Dokumentenmanagementsystemen, der elektronischen Patientenakte und Krankenhausinformationssystemen umgehen. Auch virtuelles Training zur Simulation von Narkoseabläufen gehört zunehmend zum Arbeitsalltag.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Anästhesietechnische/r Assistent/in?
Die Tätigkeit findet überwiegend in medizinischen Einrichtungen bei künstlicher Beleuchtung und engerem Körperkontakt mit Patient/innen statt. Du arbeitest mit technischen Geräten, trägst regelmäßig sterile Schutzkleidung, kommst in Kontakt mit Chemikalien und musst Infektionsrisiken berücksichtigen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Anästhesietechnische Assistent/innen?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich über Fachweiterbildungen wie Praxisanleiter/in – Pflegeberufe oder Betriebswirt/in (Fachschule) – Management im Gesundheitswesen. Entscheidest du dich anschließend für ein Bachelorstudium in Gesundheitsmanagement, Gesundheitsökonomie oder Medizinische Assistenz, kannst du Bereiche wie OP-Management oder Qualitätsmanagement leiten und Personalverantwortung übernehmen.
