Altentherapeut/Altentherapeutin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Altentherapeut/Altentherapeutin

Auch bekannt als: Gerontosoziale/r Betreuer/in

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Behandlungsräumen und Patientenzimmern · in Gruppen- und Aufenthaltsräumen · in Büroräumen · in den Patientenwohnungen (bei ambulanten und sozialen Diensten) · im Freien (bei Spaziergängen mit Heimbewohnern oder Patienten) · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-24 Monate
Offene Stellen121

Über den Beruf

Altentherapeuten und Altentherapeutinnen begleiten ältere Menschen in ihrem Alltag, entwickeln Aktivierungsprogramme und stärken damit deren körperliche und geistige Fähigkeiten. Sie gestalten Kreativ- und Bewegungsangebote wie Gedächtnistraining, Gymnastik oder Biografiearbeit, passen sie an individuelle Bedürfnisse an und berücksichtigen dabei kulturelle Hintergründe. Im Rahmen der geriatrischen Rehabilitation setzen sie präventive und therapeutische Methoden gezielt bei alterstypischen Krankheitsbildern ein. Sie beraten Senior/innen und Angehörige zu Lebensführung, Pflegeversicherung oder weiteren Sozialleistungen und koordinieren im Krisenfall zusätzliche Unterstützungsangebote. Für demenziell oder psychisch erkrankte Bewohner/innen erstellen sie Betreuungskonzepte, leiten Ehrenamtliche an und organisieren Feiern sowie Ausflüge. Auch Sterbe- und Trauerbegleitung gehört zum Aufgabenspektrum. Beim Umzug in ein Pflegeheim geben sie Orientierungshilfen und begleiten die Eingewöhnung.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf
AusbildungsartWeiterbildung nach internen Vorschriften der Lehrgangsträger
Dauer3-24 Monate
Zugangsvoraussetzungen2
  • I.d.R. Berufsausbildung im sozialen, pflegerischen oder pädagogischen Bereich, z.B. als Pflegefachmann/-frau, Altenpfleger/in oder Erzieher/in
  • Oder mehrjährige einschlägige Berufserfahrung

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Altentherapeut/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.475 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.906 € und 4.085 €. Einrichtungen mit Tarifbindung oder zusätzliche Qualifikationen können dein Einkommen spürbar verändern.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Altentherapeut/in?

Die Weiterbildung nimmt abhängig vom Bildungsanbieter und der Unterrichtsform zwischen 3 und 24 Monaten in Anspruch. Vollzeitkurse enden oft schon nach wenigen Monaten, während Teilzeit- oder Fernformate bis zu zwei Jahre dauern können.

Ist der Beruf als Altentherapeut/in körperlich anstrengend?

Der Beruf bringt eine gewisse körperliche Belastung mit sich, besonders bei Bewegungs- und Gymnastikeinheiten. Funktionstüchtige Arme und Hände sind nötig, um Übungen vorzudemonstrieren oder Hilfestellung zu geben. Auch ein gutes Fern-Sehvermögen hilft dir, motorische Defizite bei Patient/innen rechtzeitig zu erkennen.

Wie sind die Berufsaussichten als Altentherapeut/in?

Die Berufsaussichten als Altentherapeut/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell herrscht hoher Fachkräftemangel – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was Bewerber/innen in eine starke Position bringt. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch weitere Arbeitsplätze frei werden. Allerdings steigt langfristig die Konkurrenz, weil Arbeitgeber bis 2040 schneller Personal finden.

Welche digitalen Skills braucht man als Altentherapeut/in?

Digitale Assistenzsysteme, Serious Games und Telecare gehören inzwischen zum Arbeitsalltag. Du solltest dich mit Ambient Assisted Living (AAL) auskennen, computerbasierte Lern- und Spielprogramme in die Therapie integrieren können und Videotelefonie für die Beratung von Patient/innen oder Angehörigen sicher beherrschen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Altentherapeut/in?

Die Tätigkeit kombiniert emotionale Verantwortung mit praktischer Handarbeit und organisatorischen Aufgaben. Du arbeitest häufig im direkten Kontakt mit älteren Menschen, was gefühlsmäßig belastend sein kann, erstellst aber auch Therapiepläne am Schreibtisch oder bereitest Materialien in Werk- und Gruppenräumen vor. Zeitweise arbeitest du unter Beobachtung von Angehörigen oder Gästen und musst in medizinischen Einrichtungen oder bei Hausbesuchen flexibel sein.

Womit arbeitet man als Altentherapeut/in?

Zum Werkzeugkasten gehören kreative Materialien wie Ton, Seidenmalzubehör, Wolle oder Holz ebenso wie Bewegungstrainer, Bälle und Musikinstrumente. Außerdem nutzt du Entspannungs- und Sinnesgeräte wie Wasserbetten, Massagesessel, Lichtorgeln oder Duftlampen. Für die Dokumentation kommen PC, Internetzugang und Therapieprotokolle zum Einsatz.

Kann man sich als Altentherapeut/in selbständig machen?

Ja, eine Selbständigkeit ist möglich, etwa mit einer Senioren- und Pflegeberatung oder einem mobilen Betreuungsdienst. Unterstützung bei der Existenzgründung bieten zum Beispiel Berufsverbände wie der Deutsche Pflegeverband (DPV).

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Altentherapeut/in?

Fachfortbildungen reichen von allgemeiner Kranken- und Altenbetreuung über den Umgang mit Demenzerkrankungen bis hin zu Gesprächsführung und Pflegeberatung. Du kannst dich außerdem in Bereichen wie Gesundheitsförderung, Hygienemanagement oder Pflegedokumentation spezialisieren und so dein Profil schärfen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Altentherapeut/in?

Mit einer Hochschulausbildung kannst du in Richtung Gerontologie, Pflegemanagement, Medizin- oder Pflegepädagogik sowie Ergotherapie aufsteigen. Ein Bachelor in diesen Fächern eröffnet leitende Positionen oder den Wechsel in Lehre und Forschung.

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