Staatlich geprüfter Agrarwirtschaftlich-technischer Assistent/Staatlich geprüfte Agrarwirtschaftlich-technische Assistentin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Staatlich geprüfter Agrarwirtschaftlich-technischer Assistent/Staatlich geprüfte Agrarwirtschaftlich-technische Assistentin

Auch bekannt als: Landwirtschaftlich-technische/r Assistent/in

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Labors · im Freien · in Gewächshäusern · in Versuchsställen · in Büroräumen
Dauer2 Jahre
Ausbildungsplätze296

Über den Beruf

Agrarwirtschaftlich-technische Assistent/innen untersuchen Böden, Saatgut und landwirtschaftliche Erzeugnisse im Labor. Sie entnehmen auf Versuchsfeldern Proben, prüfen Saatgut auf Keimfähigkeit und Schädlingsresistenz und begleiten den Versuchsanbau bis zur Ernte. In Gewächshäusern stimmen sie Beleuchtung, Bewässerung und Temperatur auf die jeweilige Kultur ab und dokumentieren Wachstumsdaten. Für Tierhaltungsbetriebe analysieren sie Futter, kontrollieren Milch oder Fleisch auf Rückstände und bewerten, wie Haltung und Fütterung die Produktqualität beeinflussen. Mithilfe chemischer, mikrobiologischer und molekularbiologischer Verfahren erstellen sie Qualitätsnachweise, identifizieren Krankheiten oder unterstützen Genomanalysen in der Züchtung. Alle Ergebnisse erfassen sie digital, werten Daten statistisch aus und bereiten Berichte für Forschende und Betriebe auf.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAusbildungsberuf
AusbildungsartSchulische Ausbildung an Berufsfachschulen und Berufskollegs (landesrechtlich geregelt)
Dauer2 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • I.d.R. mittlerer Bildungsabschluss

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als agrarwirtschaftlich-technische/r Assistent/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.739 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 3.170 € und 4.443 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur agrarwirtschaftlich-technischen Assistent/in?

Die Ausbildung dauert 2 Jahre. In dieser Zeit lernst du alle Schritte von der Probenahme bis zur Auswertung kennen.

Welche Schulfächer sind wichtig?

Wichtige Schulfächer sind Biologie, Chemie, Physik und Mathematik. Ein sicheres Grundverständnis hilft dir beim Berechnen von Stoffmengen und beim Verständnis biologischer Prozesse.

Ist der Beruf körperlich anstrengend?

Der Beruf kann körperlich fordernd sein, weil er sowohl präzises Arbeiten mit feinem Laborequipment als auch Tätigkeiten im Freien umfasst. Du solltest über robuste Gesundheit, gutes Nahsehvermögen und eine sichere Feinmotorik in Händen und Fingern verfügen.

Welche digitalen Skills braucht man als agrarwirtschaftlich-technische/r Assistent/in?

Digitale Technik spielt eine wichtige Rolle, etwa beim Umgang mit Laborinformationssystemen oder Dokumentenmanagement-Systemen. Du arbeitest außerdem mit Sensorik, Drohnendaten, Narrow-Band-IoT-Messwerten oder Smart-Spraying-Anlagen und wertest die Informationen am Bildschirm aus.

Wie sind die Arbeitsbedingungen?

Die Tätigkeit wechselt zwischen Bildschirmarbeit, Handarbeit an Mess- und Analysegeräten sowie Einsätzen auf Feldern, in Gewächshäusern und Versuchsställen. Du trägst Schutzkleidung wie Handschuhe, Schutzbrille und Laborkittel, hältst Geräte instand und musst dich auf unterschiedliche Temperatur-, Feuchtigkeits- oder Geruchssituationen einstellen.

Wie sind die Berufsaussichten als agrarwirtschaftlich-technische/r Assistent/in?

Die Berufsaussichten als agrarwirtschaftlich-technische/r Assistent/in sind eher schwierig. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen sind daher meist schnell besetzt und die Konkurrenz unter Bewerbern hoch. Bis 2040 steigt die Konkurrenz weiter, weil Arbeitgeber schneller geeignete Kandidat/innen finden.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es?

Nach einigen Jahren Berufspraxis kannst du dich beruflich weiterentwickeln, etwa zum/zur Pflanzentechnologiemeister/in oder Techniker/in für Agrartechnik beziehungsweise Biotechnik. Ein Studium in Agrarbiologie, Agrarwissenschaft, Biochemie oder Biotechnologie eröffnet dir zusätzliche Karrierepfade, zum Beispiel in Forschung und Entwicklung.

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