Zupfinstrumentenmachermeister/Zupfinstrumentenmachermeisterin/Bachelor Professional im Zupfinstrumentenmacher-Handwerk – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Zupfinstrumentenmachermeister/Zupfinstrumentenmachermeisterin/Bachelor Professional im Zupfinstrumentenmacher-Handwerk

Auch bekannt als: Meister/in im Zupfinstrumentenmacherhandwerk

BerufsfeldDesign & Gestaltung
Arbeitsortein Werkstätten · in Verkaufsräumen · in Büroräumen · beim Kunden, z.B. in Konzert- und Veranstaltungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
DauerUnterschiedlich
Offene Stellen1

Über den Beruf

Zupfinstrumentenmachermeister/innen entwerfen, bauen und restaurieren Gitarren, Lauten, Mandolinen oder Harfen. Sie wählen Fichte, Bergahorn oder alternative Hölzer, bearbeiten Decken und Böden, tragen Lacke auf und stimmen jedes Instrument klangrein. Parallel organisieren sie die Werkstatt: Aufträge werden geplant, Kosten kalkuliert, Materialien beschafft und CITES-Vorgaben beachtet. Mitarbeiter/innen erhalten Arbeitsaufträge, Auszubildende fachliche Anleitung, die Ausführung prüfen sie bis zum letzten Wirbel. Für schwierige Restaurierungen digitalisieren sie historische Instrumente per 3-D-Scan oder drucken fehlende Kleinteile additiv nach. Im Kundenkontakt beraten sie zu Klangvorstellungen, Pflege und Umbauten und führen Preis- sowie Termingespräche. Sobald Klang, Optik und Spielbarkeit stimmen, übergeben sie das fertige Instrument an die Kundschaft.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartMeisterprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen2
  • I.d.R. Gesellen- oder Abschlussprüfung, z.B. als Zupfinstrumentenmacher/in oder in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf
  • Oder Nachweis beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten durch Validierungsverfahren, wenn kein entsprechender Bildungsabschluss vorliegt

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Karriere & Weiterbildung

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Häufige Fragen

Was verdient man als Zupfinstrumentenmachermeister/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 48.000 € und 56.496 € pro Jahr. Faktoren wie Betriebsgröße, Region und ob du angestellt oder selbstständig bist, können das Einkommen zusätzlich beeinflussen.

Wie lange dauert die Meisterweiterbildung als Zupfinstrumentenmachermeister/in?

Die Meisterweiterbildung ist nicht bundesweit einheitlich geregelt, daher gibt es keinen festen Zeitrahmen. Die tatsächliche Dauer hängt vom Bildungsanbieter, der Unterrichtsform (Voll- oder Teilzeit) und deinem eigenen Lerntempo ab.

Ist der Beruf als Zupfinstrumentenmachermeister/in körperlich anstrengend?

Der Arbeitsalltag erfordert vor allem geschickte, belastbare Hände und gesunde Atemwege. Beim Schleifen, Leimen und Lackieren kommst du mit Holzstaub sowie Lösungsmitteldämpfen in Kontakt, weshalb robuste Haut und eine gute Lunge wichtig sind. Längeres Stehen an der Werkbank gehört ebenfalls dazu, lässt sich aber mit ergonomischer Arbeitsplatzgestaltung abfedern.

Welche digitalen Skills braucht man als Zupfinstrumentenmachermeister/in?

Digitale Technik spielt eine immer größere Rolle. 3-D-Laserscanner helfen, Instrumentenkorpusse millimetergenau zu vermessen, und mit 3-D-Druckern stellst du präzise Ersatzbauteile her. Außerdem solltest du Entwurfszeichnungen und Auftragsdokumente sicher in einem Dokumentenmanagement-System organisieren können.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Zupfinstrumentenmachermeister/in?

Die Tätigkeit wechselt zwischen Werkstatt, Büro und Kundenterminen. Du trägst Verantwortung für Mitarbeitende und hochwertige Instrumente, arbeitest mit Maschinen wie Sägen oder Fräsen, aber auch am Bildschirm für Kalkulationen. Schutzkleidung gegen Staub und Lackdämpfe gehört ebenso dazu wie feine Handarbeit an empfindlichen Holzoberflächen.

Womit arbeitet man als Zupfinstrumentenmachermeister/in?

Auf der Werkbank liegen Gitarren, Lauten, Mandolinen oder Harfen sowie Hölzer, Leime, Lacke, Wirbel und Saiten. Unterstützt wirst du von Band- oder Kreissägen, Fräs- und Schleifmaschinen und feinmechanischem Handwerkzeug. Zeichnungen, Kalkulationen und CITES-Unterlagen bearbeitest du am PC oder hast sie ausgedruckt griffbereit.

Kann man sich als Zupfinstrumentenmachermeister/in selbständig machen?

Ja, mit dem Meistertitel darfst du einen eigenen Zupfinstrumentenmacher-Betrieb führen. Damit übernimmst du nicht nur die handwerkliche Fertigung, sondern auch Aufgaben wie Personalführung, Einkauf und Kundenakquise.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Zupfinstrumentenmachermeister/in?

Du kannst dich fachlich in Bereichen wie Holzkunde, Restaurierung, historischer Materialkunde oder moderner Holzverarbeitung fortbilden. Seminare zu Musiktheorie oder betriebswirtschaftlichen Themen ergänzen dein Profil und erweitern dein Dienstleistungsangebot.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Zupfinstrumentenmachermeister/in?

Für höhere Leitungs- und Managementaufgaben bieten sich Zusatzqualifikationen wie Betriebswirt/in (HwO) oder der Titel Internationale/r Meister/in an. Zudem steht dir mit dem Meisterbrief der Weg zu einem Bachelorstudium im Musikinstrumentenbau offen, mit dem du beispielsweise in Produktentwicklung oder Forschung wechseln kannst.

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