Wundmanager/Wundmanagerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Wundmanager/Wundmanagerin

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Patientenzimmern · in Untersuchungs- und Behandlungsräumen · in Büroräumen bzw. Stationszimmern · bei Patienten/Patientinnen zu Hause
Offene Stellen415

Über den Beruf

Wundmanager und Wundmanagerinnen versorgen akute Verbrennungs-, Operations- sowie chronische Wunden wie Dekubitus oder das diabetische Fußsyndrom. Zunächst analysieren sie Größe, Tiefe und Infektionsrisiko der Verletzung und erstellen ein passendes Versorgungskonzept. Gemeinsam mit Ärzten wählen sie Verbandsmaterial, Kompressions- oder Druckentlastungshilfen aus und führen schmerzarme Verbandwechsel oder Wundreinigungen durch. Während der gesamten Heilungsphase kontrollieren sie Gewebe, Exsudat und Schmerzen, erkennen Komplikationen früh und passen die Therapie an. Betroffene und Angehörige schulen sie in der Selbstpflege und beraten zur Vorbeugung weiterer Wunden. Jede Maßnahme dokumentieren sie detailliert, fotografieren den Verlauf und pflegen die Daten in elektronische Systeme ein, sodass der Heilfortschritt für das gesamte Behandlungsteam jederzeit nachvollziehbar bleibt.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Oft wird für den Zugang eine Ausbildung in einem Gesundheitsfachberuf vorausgesetzt, ergänzt durch eine Weiterbildung im Wundmanagement.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Wundmanager/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.395 € brutto im Monat. Mit Erfahrung und je nach Einrichtung kannst du zwischen 3.867 € und 5.206 € verdienen.

Wie sind die Berufsaussichten als Wundmanager/in?

Die Berufsaussichten als Wundmanager/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach Personal suchen. Außerdem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Wundmanager/in?

Der Berufsalltag bringt viel Verantwortung für Patient/innen und kann emotional fordernd sein, etwa bei schwer heilenden Wunden. Du arbeitest körpernah, legst Verbände per Hand an, trägst Schutzkleidung und wechselst zwischen Behandlungsräumen, Patientenzimmern und Hausbesuchen. Teamarbeit mit Pflegekräften und Ärzt/innen gehört ebenso dazu wie das Aktualisieren der Dokumentation am Computer.

Womit arbeitet man als Wundmanager/in?

Wundmanager/innen greifen vom Skalpell bis zur Pflege-App auf ein breites Set an Hilfsmitteln zurück. In der unmittelbaren Versorgung nutzt du Scheren, Pinzetten, Vakuumpumpen, sterile Kompressen und Drainageschläuche. Für die Verlaufsdokumentation kommen Digitalkamera, Smartphone oder Tablet sowie Klinik-Software zum Einsatz.

Kann man sich als Wundmanager/in selbständig machen?

Eine Selbstständigkeit ist möglich, zum Beispiel mit einem eigenen ambulanten Pflegedienst, der sich auf moderne Wundversorgung spezialisiert. Alternativ kannst du als Franchisenehmer/in oder freie Handelsvertretung für Wundversorgungsprodukte arbeiten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Wundmanager/in?

Nach der Spezialisierung kannst du dich fachlich weiter vertiefen, etwa in Verbandstechniken, Schmerztherapie, Palliativpflege oder Prophylaxe. Kurse zu Pflegedokumentation, Gesundheits- und Case-Management oder Gesprächsführung erweitern zusätzlich deine Beratungs- und Organisationskompetenz.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Wundmanager/in?

Wer mehr Verantwortung übernehmen will, kann sich zur Fachwirtin bzw. zum Fachwirt im Gesundheits- und Sozialwesen qualifizieren und so Leitungsaufgaben in Pflegeeinrichtungen übernehmen. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Pflegemanagement oder Pflegewissenschaft öffnet darüber hinaus den Weg in das Qualitäts- und Versorgungsmanagement oder strategische Positionen.

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