Wirtschaftsphysik (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Wirtschaftsphysik (Bachelor)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Labors · in Büro- und Besprechungsräumen · in Fertigungshallen · in Hörsälen und Seminarräumen · bei Kunden · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre
Studiengänge2

Über den Beruf

Wirtschaftsphysiker/innen übertragen physikalische Methoden auf ökonomische Fragestellungen. Sie modellieren Produktionsabläufe, Verkehrssysteme oder Finanzmärkte, testen Szenarien in numerischen Simulationen und bestimmen Faktoren, die Rentabilität, Durchsatz oder Risiko beeinflussen. In High-Tech-Branchen wie Halbleiter-, Optik- oder Medizintechnik entwickeln sie Messgeräte und begleiten den Weg vom Labormuster bis zur Serienfertigung. Dafür entwerfen sie technische Konzepte, richten Versuchsaufbauten ein, werten Messdaten statistisch aus und passen Software an neue Anforderungen an. Banken, Beratungs- oder Industrieunternehmen nutzen ihre Prognosen zu Börsenschwankungen, Energiemärkten oder Technologietrends. Im Risikomanagement übertragen sie Erkenntnisse aus Thermodynamik, Netzwerktheorie oder Quantenphysik auf Portfolioentscheidungen. Ihre Modelle liefern belastbare Kennzahlen, mit denen Unternehmen Investitionen, Verkehrskonzepte oder Produktionslinien steuern.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Allgemeine oder ggf. fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis

Passende Studiengänge2

Karriere & Weiterbildung

Wirtschaftsphysik (Bachelor)Aktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Wirtschaftsphysiker/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.610 € brutto im Monat. Mit Erfahrung kannst du zwischen 3.869 € und 5.557 € verdienen.

Wie lange dauert das Studium Wirtschaftsphysik?

Das Bachelorstudium dauert 3–4 Jahre. Üblich sind sechs bis sieben Semester Vollzeit, ergänzt um Praktika oder ein Auslandssemester.

Welche Schulfächer sind wichtig für Wirtschaftsphysik?

Physik, Mathematik, Wirtschaft/Recht, Informatik und Englisch sind besonders hilfreich. Gute Vorkenntnisse erleichtern dir den Einstieg in komplexe Formeln, Programmieraufgaben und wirtschaftliche Modelle.

Ist der Beruf als Wirtschaftsphysiker/in körperlich anstrengend?

Überwiegend handelt es sich um geistige Arbeit in Laboren und Büros. Du solltest jedoch funktionsfähige Arme und Hände haben, um Versuchsanordnungen aufzubauen oder Messgeräte präzise zu bedienen.

Wie sind die Berufsaussichten als Wirtschaftsphysiker/in?

Die Berufsaussichten als Wirtschaftsphysiker/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Ein hoher Fachkräftemangel sorgt dafür, dass offene Stellen schwer zu besetzen sind – das spielt Bewerbern in die Karten. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, und viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Wirtschaftsphysiker/in?

Gefragt sind unter anderem numerische und 3-D-Simulationen, Laborinformationssysteme sowie Dokumentenmanagement-Tools. Du solltest außerdem mit Augmented Analytics, digitalen Tafeln oder MOOCs umgehen können, um Daten auszuwerten, Präsentationen zu halten und Lehrinhalte online zu betreuen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Wirtschaftsphysiker/in?

Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Bildschirmarbeit, Laboraufbauten und Besprechungsräumen. Du trägst Verantwortung für Studierende oder Projektteams, kontrollierst Sachwerte und arbeitest teils mit Schutzkleidung an Mess- und Prüfgeräten.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftsphysiker/in?

Fortbildungen in Physik, Technischer Vertrieb, physikalischer Messtechnik, Statistik oder Softwareentwicklung halten dein Wissen aktuell. Spezialisierungen etwa in Halbleitertechnologie, Mikro- und Nanotechnik oder Verfahrenstechnik eröffnen dir zusätzliche Einsatzfelder.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Wirtschaftsphysiker/in?

Ein Masterstudium in Wirtschaftsphysik oder Physik vertieft dein Fachwissen und qualifiziert dich für Projekt- oder Abteilungsleitungen. Mit Promotion kannst du leitende Positionen in Forschung, Entwicklung oder öffentlicher Verwaltung übernehmen; für eine Professur ist anschließend meist noch eine Habilitation nötig.

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