Verkehrsingenieurwesen (Master)
Auch bekannt als: Ingenieur/in - Verkehrswesen · Verkehrsingenieur/in ·
Über den Beruf
Ingenieur/innen für Verkehrswesen planen und berechnen Verkehrswege, Bahnhöfe und Kreuzungen, legen Fahrspuren und Gleisverläufe digital in BIM-Modellen an und überwachen Bau und Sanierung vor Ort. Sie erfassen Verkehrsdaten mit GIS oder 3-D-Laserscans, analysieren Stau- und Parkströme, erstellen Prognosen und übersetzen sie in Strecken-, Fahr- oder Umlaufpläne. Für Straßen- und Schienenfahrzeuge oder autonome Transportsysteme definieren sie technische Anforderungen, entwickeln Komponenten mit CAD und prüfen Prototypen. Im Betrieb richten sie automatische Steuerungs- und Sicherungstechnik ein, testen digitale Verkehrs- und Parkleitsysteme oder vernetzte Züge und optimieren deren Ablauf mit KI-gestütztem Fahrplanmanagement. Ergänzend kalkulieren sie Kosten, vergleichen Angebote und dokumentieren Ergebnisse in Gutachten, Studien und Wirtschaftlichkeitsanalysen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen4
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist im Studienfach Verkehrsingenieurwesen
- Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
Passende Studiengänge5
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Verkehrsingenieur/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.386 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.452 € und 6.508 €. In großen Ingenieurbüros oder in leitenden Funktionen kann das Einkommen darüber hinaus steigen.
Ist der Beruf als Verkehrsingenieur/in körperlich anstrengend?
Größtenteils handelt es sich um Projekt- und Schreibtischarbeit, doch Baustellenbesuche fordern eine robuste Gesundheit. Du solltest längere Zeit im Freien bei Wind und Wetter aushalten können, gutes Sehvermögen für Kontrollgänge mitbringen und handwerklich fit sein, um Messgeräte aufzubauen.
Wie sind die Berufsaussichten als Verkehrsingenieur/in?
Die Berufsaussichten als Verkehrsingenieur/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden daher meist schnell besetzt. Langfristig wird es für Arbeitgeber schwerer, geeignetes Personal zu finden, wodurch die Konkurrenz unter Bewerber/innen abnimmt. Viele Altersabgänge sorgen zusätzlich dafür, dass weitere Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Verkehrsingenieur/in?
Moderne Verkehrsplanung lebt von Hightech-Tools. Wichtige Kompetenzen sind der Umgang mit 3-D-Simulationen und digitalen Zwillingen, das Einbinden von Aktorik in Steuerungssysteme, das Planen autonomer Transportsysteme sowie das Vernetzen von Fahrzeugen in Connected-Car-Umgebungen. Auch Kenntnisse rund um die Digitale Automatische Kupplung und intelligente Parkleittechnik verschaffen dir Vorteile.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Verkehrsingenieur/in?
Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Bildschirmarbeit im Büro und Ortsterminen auf Baustellen oder in Werkhallen. Dabei leitest du Mitarbeitende, verhandelst mit Behörden und hältst diverse Bau- und Sicherheitsvorschriften ein. Drinnen arbeitest du an Konstruktionssoftware und GPS-gestützten Messsystemen, draußen brauchst du Schutzkleidung und musst Hitze, Kälte oder Nässe aushalten.
Womit arbeitet man als Verkehrsingenieur/in?
Zum Equipment gehören Verkehrsanalyse-Software, Geoinformationssysteme, Drohnen für Luftaufnahmen, Photogrammetrie-Kameras und präzise Vermessungsgeräte wie Tachymeter. Hinzu kommen Unterlagen wie Wirtschaftlichkeitsanalysen, Ausschreibungen oder Fahrpläne sowie die übliche Büro-IT mit Telefon, Internet und Projektmanagement-Tools.
Kann man sich als Verkehrsingenieur/in selbständig machen?
Ja, das ist möglich. Viele Verkehrsingenieur/innen eröffnen ein eigenes Ingenieur- oder Planungsbüro, arbeiten als beratende Ingenieur/innen oder lassen sich als Sachverständige und Gutachter/innen vereidigen. Informationen zur Existenzgründung erhältst du unter anderem beim Verein Deutscher Ingenieure (VDI).
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Verkehrsingenieur/in?
Nach dem Master kannst du dein Profil gezielt ausbauen, etwa durch Kurse in Logistik, Projektmanagement oder elektrischer Mess-, Steuer- und Regelungstechnik. Auch Themen wie Städte- und Regionalplanung, Spedition oder Forschung & Entwicklung halten spezialisierte Seminare bereit. Solche Weiterbildungen helfen dir, neue Aufgabenfelder zu erschließen oder Führungsaufgaben zu übernehmen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Verkehrsingenieur/in?
Karrierechancen ergeben sich vor allem durch zusätzliche Qualifikationen. Mit einer Aufstiegsweiterbildung kannst du etwa Betriebsleiter/in für Eisenbahnen werden und so eine Leitungsfunktion im Bahnbetrieb übernehmen. Wer eine wissenschaftliche Laufbahn oder Spitzenpositionen in Verwaltung und Wirtschaft anstrebt, profitiert von einer Promotion; für eine Professur ist anschließend meist noch eine Habilitation nötig.
