Verhaltensforscher/Verhaltensforscherin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Verhaltensforscher/Verhaltensforscherin

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büroräumen · in Untersuchungsräumen und Labors · im Freien, z.B. in zoologischen Gärten und Tierparks oder bei Wildtierbeobachtungen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen1

Über den Beruf

Verhaltensforscher/innen beobachten Menschen und Tiere im Freien, im Labor oder per Videotechnik, protokollieren jede Bewegung und legen Datenbanken an. Aus ihren Aufzeichnungen leiten sie Kategorien wie Aggression, Balz oder Lernfortschritt ab und vergleichen Muster zwischen Individuen oder Arten. Sie planen kontrollierte Experimente, setzen Sensoren und Trackingsoftware ein und werten große Datensätze statistisch aus, um Einflüsse von Umwelt, Genetik oder sozialem Umfeld nachzuweisen. Auf dieser Grundlage formulieren sie Hypothesen, testen sie in weiteren Studien und entwickeln umfassende Theorien zum Verhalten. Ergebnisse fassen sie in Fachartikeln, Vorträgen oder Gutachten zusammen, diskutieren sie mit Kolleg/innen und beraten Zoos, Naturschutzprojekte oder Bildungseinrichtungen. Ihre Erkenntnisse münden in bessere Tierschutzmaßnahmen, Therapieansätze oder Lernkonzepte.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Oft wird für den Zugang ein passendes weiterführendes Studium vorausgesetzt.

Stellenangebote

Häufige Fragen

Was verdient man als Verhaltensforscher/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.369 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.697 € und 6.435 €.

Wie sind die Berufsaussichten als Verhaltensforscher/in?

Die Berufsaussichten als Verhaltensforscher/in sind eher schwierig. Zwar wächst die Beschäftigung bis 2040, was zusätzliche Stellen eröffnet. Der Fachkräftemangel ist jedoch gering, offene Positionen werden schnell besetzt – das erhöht den Konkurrenzdruck. Außerdem steigt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040 weiter, weil Arbeitgeber leichter Personal finden. Hinzu kommt, dass in diesem Beruf weniger Altersabgänge anstehen als in vielen anderen, sodass seltener Stellen nachrücken.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Verhaltensforscher/in?

Die Arbeitsbedingungen wechseln zwischen Labor, Büro und Außeneinsätzen. Im Labor sind Präzisions- und Feinarbeiten nötig, oft unter Schutzkleidung wie Laborkittel und Handschuhen. Viel Zeit verbringst du am Bildschirm, um Daten zu analysieren oder Fachartikel zu schreiben. Bei Projekten mit Tieren arbeitest du außerdem in Gehegen oder Ställen und übernimmst deren Betreuung.

Womit arbeitet man als Verhaltensforscher/in?

Verhaltensforscher/innen nutzen Laborausstattung wie Versuchsaufbauten und Messgeräte. Zur Dokumentation greifen sie auf Laboraufzeichnungen, wissenschaftliche Gutachten und umfangreiche Fachliteratur zurück. Im Büro arbeitest du mit PC, Internetzugang und Telefon, um Analysen durchzuführen und Ergebnisse zu kommunizieren.

Kann man sich als Verhaltensforscher/in selbständig machen?

Ja, eine Selbständigkeit ist möglich. Viele Verhaltensforscher/innen gründen ein Beratungs- oder Persönlichkeitscoaching-Unternehmen oder bieten Dienstleistungen in Ethologie und Tierpsychologie an.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Verhaltensforscher/in?

Zur fachlichen Vertiefung kommen Weiterbildungen in Biologie, Biotechnologie oder speziellen Psychologieanwendungen infrage. Ergänzend bieten Kurse in Tierpsychologie, naturwissenschaftlichem Laborwesen, Forschung & Entwicklung sowie Projektmanagement die Chance, sich breiter aufzustellen oder Leitungsaufgaben zu übernehmen.

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