Verfahrenstechnologe/Verfahrenstechnologin Metall Fachrichtung Nichteisenmetallurgie – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Verfahrenstechnologe/Verfahrenstechnologin Metall Fachrichtung Nichteisenmetallurgie

Auch bekannt als: Metallurg/in und Umformtechniker/in · Process technologist (m/f) for the metalworking industry - specialising in non-ferrous metallurgy

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werkhallen · in Leitständen bzw. Leitwarten
Dauer3,5 Jahre
Ausbildungsplätze26

Über den Beruf

Verfahrenstechnolog/innen Metall der Fachrichtung Nichteisenmetallurgie gewinnen aus Erzen, Konzentraten und Altmetall Nichteisenmetalle wie Aluminium, Kupfer, Zink oder Gold. Sie berechnen Rezepturen, mischen Rohstoffe und beschicken Schacht-, Drehrohr- oder Lichtbogenöfen. Von Leitständen aus steuern sie Schmelz- und Raffinationsprozesse, regeln Energiezufuhr, Luftmenge und Kühlsysteme und verfolgen alle Werte auf digitalen Mess- und Echtzeitdatensystemen. Um die Reinheit zu sichern, entnehmen sie Proben, trennen Schlacke ab und passen Parameter sofort an. Anschließend bedienen sie Gießeinrichtungen, formen Barren oder Blöcke und überwachen das kontrollierte Erstarren. Automatisierte Anlagen halten sie instand, analysieren Störungen und erledigen kleinere Reparaturen selbst. Predictive-Maintenance-Tools helfen, Ausfallzeiten zu vermeiden und eine gleichbleibend hohe Metallqualität zu erreichen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Verfahrenstechnologe/in Metall?

Typischerweise liegt das Gehalt als Verfahrenstechnologe/in Metall bei 4.423 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.967 € und 4.917 €. Mit zusätzlichen Aufgaben wie Schichtleitung oder Qualitätssicherung kannst du in die obere Spanne aufrücken.

Wie lange dauert die Ausbildung als Verfahrenstechnologe/in Metall?

Die duale Ausbildung dauert 3,5 Jahre. Bei überdurchschnittlichen Leistungen ist mit Zustimmung von Betrieb und Berufsschule meist eine Verkürzung um rund sechs Monate möglich.

Welche Schulfächer sind wichtig für Verfahrenstechnologen/innen Metall?

Mathematik, Chemie/Physik und Werken/Technik sind besonders relevant. Mit guten Vorkenntnissen kannst du Legierungen präzise berechnen, Prozesswerte deuten und Maschinen sicher bedienen.

Ist der Beruf als Verfahrenstechnologe/in Metall körperlich anstrengend?

Ja, der Job verlangt körperliche Belastbarkeit, weil du in lauten, heißen Werkhallen arbeitest und schwere Schutzausrüstung trägst. Kräftige Arme, eine stabile Wirbelsäule, Schwindelfreiheit und Ausdauer erleichtern dir das Heben von Ersatzteilen, das Stechen von Schlacke und Wartungen auf Leitern oder Gerüsten.

Wie sind die Berufsaussichten als Verfahrenstechnologe/in Metall?

Die Berufsaussichten als Verfahrenstechnologe/in Metall sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, weil Arbeitgeber länger nach geeignetem Personal suchen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was den Arbeitsmarkt leicht bremst.

Welche digitalen Skills braucht man als Verfahrenstechnologe/in Metall?

Digitale Kompetenz ist Pflicht: Du solltest Echtzeitdatensysteme und Maschinendatenerfassung nutzen können, um Öfen und Gießeinrichtungen effizient zu steuern. CAM-Software, Materialfluss-Systeme und Predictive-Maintenance-Tools helfen dir, Anlagen einzurichten und Ausfälle vorzubeugen. Bei Wartungen unterstützen dich Augmented-Reality-Anwendungen und kollaborative Roboter.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Verfahrenstechnologe/in Metall?

Die Arbeit spielt sich überwiegend in Werkhallen ab, häufig bei Hitze, Lärm, Staub und Gasen. Hitzeabweisende Schutzkleidung, Schutzbrille und Sicherheitsschuhe sind tägliche Begleiter, während du zwischen Leitstand und Handarbeit an Schmelzöfen oder beim Abstich wechselst.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Verfahrenstechnologen/innen Metall?

Du kannst dich in Hütten- und Gießereitechnik, Umformtechnik oder Produktions- und Fertigungstechnik spezialisieren. Lehrgänge in Mess-, Steuer- und Regeltechnik, Hydraulik oder Pneumatik vertiefen dein Anlagenwissen. Kurse zur hybriden Steuerungstechnik oder spanenden Metallverformung wie Drehen und Fräsen erweitern dein Einsatzspektrum zusätzlich.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Verfahrenstechnologen/innen Metall?

Für den Aufstieg kommen vor allem Meister- und Technikerabschlüsse infrage, etwa als Industriemeister/in Hüttentechnik oder Gießerei beziehungsweise Techniker/in Werkstoff- oder Gießereitechnik (Bachelor Professional in Technik). Mit Berufserfahrung kannst du zudem ein Bachelor- oder Masterstudium in Metallurgie oder Hüttenwesen anschließen und so Führungs- oder Entwicklungsaufgaben übernehmen.

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