Verfahrenstechnologe/Verfahrenstechnologin Metall Fachrichtung Nichteisenmetallumformung – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Verfahrenstechnologe/Verfahrenstechnologin Metall Fachrichtung Nichteisenmetallumformung

Auch bekannt als: Schmied/in · Metallurg/in und Umformtechniker/in

BerufsfeldTechnik & Elektro
Arbeitsortein Werkhallen · in Leitständen bzw. Leitwarten
Dauer3,5 Jahre
Ausbildungsplätze21

Über den Beruf

Verfahrenstechnolog/innen Metall der Fachrichtung Nichteisenmetallumformung formen Aluminium, Kupfer, Messing oder Zink zu Blechen, Bändern, Rohren und Schmiedestücken. Sie wählen das passende Vormaterial, transportieren es mit Kran oder Stapler zur Anlage und bringen es auf Temperatur. Walzstraßen, Strang- und Gesenkpressen oder Tiefziehmaschinen richten sie ein, montieren Walzen und Gesenke und laden Programme in die Steuerung. Während des Umformprozesses lesen sie Messwerte, überwachen Grenzwarnungen und korrigieren Druck, Weg oder Temperatur. Anschließend prüfen sie Maßhaltigkeit, Oberfläche und Gefüge, entgraten, glühen oder veredeln die Werkstücke und schneiden sie bei Bedarf zu. Ergebnisse und Prozessdaten dokumentieren sie digital, nutzen Echtzeit-Analysen, CAM-Systeme oder Predictive-Maintenance-Tools, um Stillstände zu vermeiden. Regelmäßig tauschen sie Verschleißteile, suchen Störungsursachen und halten die tonnenschweren Anlagen instand.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3,5 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Verfahrenstechnologe/in Metall?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.196 € brutto im Monat. Mit Erfahrung und je nach Region sind zwischen 3.506 € und 4.827 € drin.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Verfahrenstechnologe/in Metall?

Während deiner Ausbildung liegst du im Schnitt bei rund 1.215 € brutto pro Monat. Im ersten Jahr sind es 1.115 €, im zweiten 1.173 €, im dritten 1.258 € und im vierten 1.359 €.

Wie lange dauert die Ausbildung als Verfahrenstechnologe/in Metall?

Die Ausbildung dauert 3,5 Jahre. Sie verbindet Praxis im Betrieb mit Unterricht an der Berufsschule.

Welche Schulfächer sind wichtig für Verfahrenstechnologen/innen Metall?

Mathematik, Physik/Chemie und Werken/Technik zählen zu den Kernfächern. Mathe brauchst du zum Berechnen von Umformmaßen, während Physik und Chemie dir das Verhalten der Werkstoffe erklären.

Ist der Beruf als Verfahrenstechnologe/in Metall körperlich anstrengend?

Der Job erfordert einiges an Kraft und Ausdauer. Du bewegst schwere Rohlinge, arbeitest bei Hitze, Lärm und Vibrationen und musst auf Leitern oder Gerüsten schwindelfrei sein.

Wie sind die Berufsaussichten als Verfahrenstechnologe/in Metall?

Die Berufsaussichten sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, Stellen sind deshalb schwer zu besetzen – ein Plus für Bewerber. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz, weil Arbeitgeber länger nach geeignetem Personal suchen. Viele Altersabgänge schaffen zusätzliche Chancen, auch wenn die Gesamtbeschäftigung bis 2040 etwas schrumpft.

Welche digitalen Skills braucht man als Verfahrenstechnologe/in Metall?

Digitale Prozesskompetenz wird immer wichtiger. Du richtest Anlagen per CAM ein, erfasst Maschinendaten in Echtzeit und nutzt Predictive-Maintenance-Tools, um Ausfälle zu verhindern. Augmented-Reality-Brillen und Cobots unterstützen dich bei Wartung und Materialfluss.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Verfahrenstechnologen/innen Metall?

Nach der Ausbildung kannst du dich z.B. in Hütten- und Gießereitechnik, Umformtechnik oder spanender Metallverformung (Drehen, Fräsen) fortbilden. Auch Lehrgänge in Hydraulik, Pneumatik oder elektrischer Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik eröffnen dir neue Einsatzfelder.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Verfahrenstechnologe/in Metall?

Für den nächsten Karriereschritt bietet sich die Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Hüttentechnik oder zum/zur staatlich geprüften Techniker/in für Werkstoff- oder Maschinentechnik an. Mit Berufserfahrung kannst du außerdem ein Bachelor- oder Masterstudium in Metallurgie oder Hüttenwesen anschließen und so in Planung oder Führungsebene wechseln.

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