Tourismusmanagement (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Tourismusmanagement (Master)

Auch bekannt als: Betriebswirt/in (Hochschule) - Touristik · Tourism manager (m/f) · Travel agency manager (m/f)

BerufsfeldGastronomie & Lebensmittel
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Studiengänge20

Über den Beruf

Touristikbetriebswirte und ‑betriebswirtinnen analysieren Reisemärkte, bewerten Trends und steuern die wirtschaftliche Entwicklung von Reiseveranstaltern, Hotels oder Destinationen. Sie erheben Kundendaten, werten Gästebefragungen sowie Konkurrenzzahlen aus und leiten daraus Strategien für neue Produkte, Zielgruppen oder Vertriebswege ab. Auf dieser Basis erstellen sie Businesspläne, kalkulieren Budgets und prognostizieren Erlöse. Im Projektalltag koordinieren sie Teams, überwachen Zeitpläne, integrieren etwa automatisierte Buchungs- oder Self-Check-in-Systeme und passen Abläufe mithilfe von Business-Intelligence-Software an. Marketing- und Gästebindungsprogramme entwerfen sie ebenso wie Krisenmaßnahmen, wenn Buchungen einbrechen. Nach der Umsetzung prüfen sie Kennzahlen, fertigen Abschlussberichte an und empfehlen Optimierungen. Oft beraten sie Geschäftsleitungen oder externe Auftraggeber zu Positionierung, Pricing und digitalem Vertrieb. Ihre Arbeit zielt darauf, touristische Angebote rentabel zu gestalten und Gäste nachhaltig an das Unternehmen zu binden.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen6
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist im Studienfach Tourismusmanagement
  • Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
  • Bei dualen Studiengängen i.d.R. Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (Praxispartner)
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
  • Ggf. Englischkenntnisse

Passende Studiengänge20

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Tourismusmanager/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.761 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.592 € und 6.361 €. Größere Hotelketten oder internationale Reiseveranstalter zahlen oft mehr als kleine Destination-Agenturen, und Leitungsfunktionen heben das Einkommen zusätzlich an.

Wie sind die Berufsaussichten als Tourismusmanager/in?

Die Berufsaussichten als Tourismusmanager/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden – die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt langfristig. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering, offene Stellen werden daher meist zügig besetzt. Außerdem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Tourismusmanager/in?

Im Tourismusmanagement sind datengetriebene Tools Pflicht: Augmented Analytics und Business-Intelligence-Software helfen, Kundendaten auszuwerten und Trends früh zu erkennen. Du solltest BPM-Systeme einsetzen können, um Prozesse zu automatisieren, Chatbots für den Erstkontakt konfigurieren und Data-Driven-Marketingkampagnen steuern. Know-how in digitalen Check-in-Verfahren und Dokumentenmanagementsystemen rundet das Profil ab.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Tourismusmanager/in?

Die Arbeit spielt sich überwiegend am Schreibtisch oder im Homeoffice ab und ist geprägt von intensiver Bildschirmarbeit. Du führst Teams, trägst Budget- sowie Personalverantwortung und stehst regelmäßig in Kundenkontakt, etwa bei Konzeptpräsentationen oder Preisverhandlungen.

Womit arbeitet man als Tourismusmanager/in?

Hauptsächlich werden Wirtschaftlichkeitsanalysen, Vertriebs- oder Marketingkonzepte, Verträge und Statistiken bearbeitet. Dabei nutzt du digitale Buchungs- und Informationssysteme, Kundenbewertungsportale sowie klassische Büroausstattung wie PC, Telefon und Internetzugang.

Kann man sich als Tourismusmanager/in selbständig machen?

Ja, viele Fachkräfte arbeiten freiberuflich, zum Beispiel als Gutachter/in für Tourismusprojekte, als Marketing- oder Unternehmensberater/in oder in spezialisierten Fachbüros. Eine starke Branchenvernetzung und fundierte Marktkenntnisse erleichtern dir den Schritt in die Selbständigkeit.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Tourismusmanager/in?

Beliebte Fortbildungen vertiefen Themen wie Tourismus- und Freizeitwirtschaft, Marketing, Controlling oder Finanz- und Rechnungswesen. Auch Seminare in Wirtschafts- und Unternehmensberatung oder Animation helfen dir, dein Profil zu schärfen und neue Aufgabenfelder zu erschließen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Tourismusmanager/in?

Mit einer Promotion in Tourismusmanagement, Betriebswirtschaftslehre oder Business Administration kannst du den Weg in Forschung, Hochschullehre oder strategische Spitzenpositionen ebnen. Eine anschließende Habilitation qualifiziert für eine Professur; in Unternehmen öffnet ein Doktortitel häufig die Türen zu Bereichs- oder Geschäftsleitungsfunktionen.

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