Thermometermacher/Thermometermacherin Fachrichtung Thermometerjustieren
Auch bekannt als: Glasbläser/in und Glasinstrumentenerzeuger/in
Über den Beruf
Thermometermacher/innen der Fachrichtung Thermometerjustieren bringen Flüssigkeits-Glasthermometer in einen exakt messfähigen Zustand. Sie tauchen Rohlinge in Eis- und Siedebäder, bestimmen so Null- und Hundert-Grad-Punkte und kennzeichnen diese Stellen. Zwischen den Marken ritzen sie jeden Teilstrich in eine Wachsschicht, ätzen die Skala mit Flusssäure und färben die Vertiefungen ein. Anschließend beschriften sie das Thermometer, regulieren die Füllflüssigkeit, verschließen das Glasröhrchen luftdicht und prüfen die Anzeige erneut. Bei langen Stockthermometern berechnen sie Korrekturen, um Ablesefehler auszuschließen. Benutzte Instrumente justieren sie nach oder ersetzen beschädigte Teile. Außerdem warten und reparieren sie Pantografen, Ätz- und Entwachsanlagen, damit alle Geräte dauerhaft präzise arbeiten.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Thermometermacher/in?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 21.132 € und 23.208 € pro Jahr. Region, Betriebsgröße und Berufserfahrung können das tatsächliche Einkommen spürbar nach oben oder unten verschieben.
Wie lange dauert die Ausbildung als Thermometermacher/in?
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre.
Welche Schulfächer sind wichtig für Thermometermacher/innen?
Mathematik, Physik, Chemie sowie Werken/Technik sind besonders hilfreich, weil du damit Skalen berechnest, Wärmelehre verstehst und Maschinen sicher bedienst.
Ist der Beruf als Thermometermacher/in körperlich anstrengend?
Der Beruf verlangt eine gute Feinmotorik und gesunde, widerstandsfähige Haut an Händen und Armen, da du mit Glasröhrchen sowie Flusssäure arbeitest. Kräftige und funktionstüchtige Hände sind nötig, um Maschinen präzise einzurichten und exakt zu justieren.
Wie sind die Berufsaussichten als Thermometermacher/in?
Die Berufsaussichten als Thermometermacher/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Jobsuchenden in die Karten. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, Arbeitgeber suchen länger nach Personal. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, deshalb lohnt sich ein Blick auf regionale Unterschiede.
Welche digitalen Skills braucht man als Thermometermacher/in?
Grundkenntnisse im Umgang mit kollaborativen Robotern (Cobots) sind gefragt. Du solltest also bereit sein, Hand in Hand mit automatisierten Helfern zu arbeiten und sie sicher zu bedienen.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Thermometermacher/in?
Schutzbrille und Handschuhe gehören zum Alltag, ebenso der Umgang mit Maschinen wie Pantografen und Ätzanlagen für Präzisionsarbeiten.
Womit arbeitet man als Thermometermacher/in?
Typische Arbeitsmittel sind Rohthermometer aus Glas, Pantografen, Teilmaschinen, Ätz- und Entwachsanlagen sowie Chemikalien wie Flusssäure oder Kaliumnitrat. Außerdem nutzt du Hilfsstoffe wie Milchglas, Holz oder Kunststoffe, aus denen Skalenblätter oder Gehäuse entstehen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Thermometermacher/innen?
Nach der Gesellenzeit kannst du dich mit der Meisterprüfung als Glasbläser- und Glasapparatebauermeister/in oder als Industriemeister/in Fachrichtung Glas für Leitungs- und Ausbildungsaufgaben qualifizieren.
