Thermometermacher/Thermometermacherin Fachrichtung Thermometerblasen – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Thermometermacher/Thermometermacherin Fachrichtung Thermometerblasen

Auch bekannt als: Glasbläser/in und Glasinstrumentenerzeuger/in

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze1

Über den Beruf

Thermometermacher/innen der Fachrichtung Thermometerblasen fertigen aus Glasröhren präzise Flüssigkeitsthermometer für Haushalt, Labor und Verfahrenstechnik. Dafür wählen sie das passende Glas, berechnen nach Skalenlänge die Endgröße und schneiden Kapillaren exakt zu. Vor dem Brenner erhitzen sie die Röhren, drehen sie gleichmäßig und blasen, biegen oder ziehen das weiche Glas in Form. Mit Einschnürblech, Quetschzange oder Pinzette verengen sie Engstellen, setzen dünnere Kapillaren ein oder weiten Hohlkörper. An der Vakuumfüllanlage evakuieren sie das Thermometergefäß und befüllen es mit Schutzgas oder spezialisierten Messflüssigkeiten – die Wahl definiert den geeigneten Temperaturbereich. Abschließend prüfen sie die Rohlinge und geben sie zum Justieren sowie Beschriften weiter.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Thermometermacher/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt typischerweise zwischen 21.132 € und 23.208 € pro Jahr. Region, Betriebsgröße und Tarifbindung können die Höhe des Gehalts zusätzlich beeinflussen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Thermometermacher/in?

Die Ausbildung dauert 3 Jahre. In dieser Zeit lernst du alle Schritte von der Vorbereitung der Glasröhren bis zum fertigen Rohthermometer.

Welche Schulfächer sind wichtig für Thermometermacher/innen?

Mathematik, Chemie, Physik sowie Werken/Technik sind besonders hilfreich. Sie erleichtern dir das Berechnen von Gefäßgrößen, das Verständnis von Glas­eigenschaften und den sicheren Umgang mit Werkzeugen.

Ist der Beruf als Thermometermacher/in körperlich anstrengend?

Eine gewisse Belastung gehört dazu: Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände, um erhitztes Glas präzise zu drehen, zu biegen und zu blasen. Auch längeres Stehen am Brenner ist Teil des Arbeitsalltags.

Wie sind die Berufsaussichten als Thermometermacher/in?

Die Berufsaussichten als Thermometermacher/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen bleiben oft lange unbesetzt, was deine Chancen verbessert. Gleichzeitig sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil viele Fachkräfte in Rente gehen. Zwar schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, doch durch zahlreiche Altersabgänge entstehen weiterhin Einstiegsmöglichkeiten.

Welche digitalen Skills braucht man als Thermometermacher/in?

In modernen Werkstätten arbeitest du teilweise mit Cobots – kollaborierenden Robotern, die beim Halten oder Positionieren von Glasröhren unterstützen. Grundkenntnisse im Bedienen und Überwachen dieser Assistenzsysteme sind daher von Vorteil.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Thermometermacher/in?

Hitze, Glasstaub, Dämpfe und der Umgang mit Chemikalien wie Quecksilber erfordern umsichtiges Arbeiten und strenge Sicherheitsregeln.

Womit arbeitet man als Thermometermacher/in?

Zum Handwerkszeug gehören Glassägen, Gebläselampen, Einschnürbleche, Vakuumanlagen und diverse Zangen. Außerdem hast du Glasröhren, Kapillaren und technische Zeichnungen ständig griffbereit, um die gewünschte Form exakt umzusetzen.

Kann man sich als Thermometermacher/in selbständig machen?

Ja, nach bestandener Meisterprüfung kannst du dich in die Handwerksrolle eintragen lassen und einen eigenen Betrieb für Thermometerherstellung gründen. Fachverbände wie der Verband Deutscher Glasbläser e.V. unterstützen mit Informationen rund um die Existenzgründung.

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