Textildesign (Master)
Auch bekannt als: Textildesigner/in · Diplomformgestalter/ Diplomformgestalterin (Uni) - Textilgewebegestaltung · Textile designer (m/f)
Über den Beruf
Textildesigner/innen entwerfen Stoffe, Garne und ganze Kollektionen. Sie wählen passende Natur- oder High-Tech-Fasern, entscheiden über Bindungsart, Struktur und Farben und skizzieren erste Ideen von Hand. Am Computer setzen sie die Entwürfe detailgenau um, rapportieren Muster und kalkulieren, ob sich das Design technisch und wirtschaftlich realisieren lässt. Sie lassen Muster weben oder drucken, prüfen die Qualität, setzen Änderungswünsche um und erstellen alle Unterlagen für die Serienfertigung. Dabei stimmen sie sich eng mit Fertigung, Marketing und Einkauf ab und präsentieren Kollektionen auf Messen. Trend- und Marktanalysen, etwa zu nachhaltigen oder intelligenten Textilien, fließen kontinuierlich in ihre Arbeit ein. In Lehre und Forschung vermitteln sie ihr Know-how an Studierende und betreuen Projekte.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen5
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist im Studienfach Textildesign
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
- Ggf. fachbezogene Praktika oder vergleichbare praktische Erfahrungen
- Je nach Hochschule ggf. künstlerische Mappe mit Arbeitsproben oder digitales Portfolio
Passende Studiengänge12
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Textildesigner/in?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 55.368 € und 71.856 € pro Jahr. Mit wachsender Erfahrung und Verantwortung, etwa bei der Leitung von Kollektionen oder Lehrtätigkeiten, kannst du dich in Richtung der oberen Gehaltsspanne entwickeln.
Ist der Beruf als Textildesigner/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist überwiegend kreativ und feinmotorisch, nicht körperlich schwer. Du brauchst funktionstüchtige Arme und Hände für Skizzen oder Stoffzuschnitte sowie ein gutes Farbsehvermögen, um Farbnuancen sicher zu unterscheiden.
Wie sind die Berufsaussichten als Textildesigner/in?
Die Berufsaussichten als Textildesigner/in sind ausgeglichen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch Stellen frei werden können. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Das erhöht die Konkurrenz unter Bewerber/innen, weil Arbeitgeber schneller passendes Personal finden. Zusätzliche Spezialisierungen können deine Chancen verbessern.
Welche digitalen Skills braucht man als Textildesigner/in?
Digitale Technik ist fest im Arbeitsalltag verankert. Du solltest 3-D-Drucker und 3-D-Laserscanner bedienen können, um Prototypen herzustellen oder Maße exakt zu erfassen. Bild- und Videogeneratoren sowie Dokumentenmanagementsysteme helfen, Designs virtuell zu visualisieren und organisieren. Produktkonfiguratoren und Know-how zu smarten Textilien mit integrierten Sensoren verschaffen dir zusätzlichen Vorsprung.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Textildesigner/in?
Textildesigner/innen wechseln zwischen Atelier, Büro und Unterrichtsräumen. Ein Teil der Zeit entfällt auf Bildschirmarbeit, ein anderer auf handgezeichnete Skizzen oder Musterproben. Kundenkontakt und gegebenenfalls die Betreuung von Studierenden gehören ebenfalls zum Alltag.
Womit arbeitet man als Textildesigner/in?
Zum Equipment gehören Musterteile, Stoff- und Garnproben sowie Knöpfe oder andere Accessoires. Du nutzt Zeichenblöcke, Stifte und Lineale für erste Skizzen und wechselst anschließend an den PC, um Entwürfe in 2D oder 3D auszuarbeiten. Digitale Fotografien, Farbkonzepte und Fertigungsunterlagen ergänzen dein Arbeitsmaterial.
Kann man sich als Textildesigner/in selbständig machen?
Ja, eine Selbständigkeit ist gut möglich. Viele Textildesigner/innen arbeiten freiberuflich für die Textilindustrie, gründen ein eigenes Design-Studio oder führen einen Betrieb im zulassungsfreien Textilgestalter-Handwerk.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Textildesigner/in?
Nach dem Master kannst du dein Know-how durch Kurse und Seminare ausbauen. Gefragt sind Weiterbildungen in Textil- und Bekleidungsdesign, Textilerzeugung und -veredlung, Produktgestaltung, Mal- und Zeichentechniken oder der sicheren Anwendung von CAD-Systemen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Textildesigner/in?
Für leitende Positionen bietet sich eine Promotion in Textildesign oder Modedesign an. Wer anschließend eine Professur anstrebt, benötigt in der Regel zusätzlich eine Habilitation. Mit Doktortitel kannst du außerdem in Forschung und Entwicklung der Privatwirtschaft Führungsaufgaben übernehmen.
