Tanz- und Bewegungstherapeut/Tanz- und Bewegungstherapeutin (Weiterbildung)
Auch bekannt als: Tanz- und Bewegungstherapeut/in · Musik- und Tanztherapeut/in ·
Über den Beruf
Tanz- und Bewegungstherapeuten und -therapeutinnen entwickeln individuelle Therapiepläne, um mit Tanz, Gymnastik oder Entspannungsübungen die körperliche, emotionale und kognitive Gesundheit von Patientinnen und Patienten zu stärken. Sie erheben zunächst Befunde, wählen passende Musik und Bewegungsformen aus und leiten Einzel- oder Gruppensitzungen an. Während der Stunde motivieren sie zur aktiven Bewegung, beobachten Haltungen und Ausdruck, greifen bei Bedarf steuernd ein und besprechen Erlebnisse anschließend im Gespräch. Fortschritte, Abweichungen oder Krisen dokumentieren sie digital und passen das Vorgehen an. Häufig arbeiten sie mit Menschen nach Unfällen, bei Angststörungen, Burn-out, Behinderung oder im höheren Alter und nutzen Bewegung auch präventiv zur Haltungsschulung. In Teams tauschen sie sich mit Ärztinnen, Psychologen und Pflegekräften aus; manche erarbeiten neue Therapieansätze oder unterrichten den Nachwuchs an Hochschulen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen3
- I.d.R. Berufsausbildung oder Hochschulstudium z.B. im sozialen, pädagogischen, medizinischen, psychologischen, tänzerischen oder künstlerischen Bereich
- Zusätzlich Berufspraxis
- Zum Teil mehrjährige Tanzerfahrung
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Tanz- und Bewegungstherapeut/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.513 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.942 € und 4.273 €. Mit zusätzlicher Berufserfahrung oder einer Leitungsfunktion kann dein Einkommen noch höher ausfallen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur Tanz- und Bewegungstherapeut/in?
Die Weiterbildung hat keine bundesweit einheitliche Dauer – je nach Bildungsanbieter, Unterrichtsform und deinem Vorwissen kann sie von einigen Monaten bis hin zu mehreren Jahren dauern. Vollzeitprogramme schließen in der Regel schneller ab als berufsbegleitende Kurse.
Ist der Beruf als Tanz- und Bewegungstherapeut/in körperlich anstrengend?
Ein gewisses Maß an körperlicher Fitness ist unverzichtbar, weil Tanz- und Bewegungsabläufe oft vorgemacht und längere Zeit aktiv begleitet werden müssen. Beweglichkeit, Ausdauer, eine gute Koordination sowie kräftige Arme und Hände helfen dir, Übungen sicher zu demonstrieren. Außerdem brauchst du ein zuverlässiges Sehvermögen, um Haltungen und Gesten der Klientinnen und Klienten genau zu beobachten.
Wie sind die Berufsaussichten als Tanz- und Bewegungstherapeut/in?
Die Berufsaussichten als Tanz- und Bewegungstherapeut/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen bei der Jobsuche erhöht. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden; langfristig wird es Arbeitgebern jedoch leichter fallen, Personal zu finden, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040 zunimmt.
Welche digitalen Skills braucht man als Tanz- und Bewegungstherapeut/in?
Digitale Dokumentations- und Verwaltungssysteme gehören mittlerweile zum Berufsalltag. Du solltest Praxissoftware, Dokumentenmanagement-Tools und die elektronische Patientenakte sicher beherrschen. Auch Formularmanagementsysteme sowie telemedizinische Anwendungen – etwa das Aufzeichnen und Bereitstellen von Übungsvideos – werden zunehmend wichtig.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Tanz- und Bewegungstherapeut/in?
Die Arbeit bringt eine hohe Verantwortung für Menschen mit oftmals komplexen gesundheitlichen oder psychischen Belastungen mit sich. Du wechselst zwischen therapeutischen Bewegungsübungen, administrativen Aufgaben in Büroräumen und dem Kontakt mit Patientinnen und Patienten in medizinischen Einrichtungen – gefühlsintensive Situationen inklusive.
Kann man sich als Tanz- und Bewegungstherapeut/in selbständig machen?
Ja, eine selbständige Tätigkeit ist möglich. Dafür brauchst du entweder eine ärztliche Approbation oder die Erlaubnis zur Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung nach dem Heilpraktikergesetz, bevor du eine eigene Praxis eröffnen darfst.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Tanz- und Bewegungstherapeut/in?
Um dein Profil zu schärfen, kommen Fortbildungen in Tanzpädagogik, Funktioneller Physiotherapie, Psychomotorik oder Supervision infrage. Kurse zu Musik, Rhythmus und Bewegung, Gruppenarbeit oder Entspannungsverfahren erweitern dein Methodenrepertoire und können dir neue Einsatzfelder eröffnen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Tanz- und Bewegungstherapeut/in?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über ein Bachelor- oder Masterstudium in Therapiewissenschaft, Gesundheits- und Rehabilitationspsychologie oder Heilpädagogik. Mit einem solchen Hochschulabschluss kannst du Leitungsaufgaben übernehmen, in die Forschung gehen oder dich über Studiengänge wie Gesundheitssport oder Eurythmie noch weiter spezialisieren.
