Szenografie (Master) – Arbeitsumfeld
Studium

Szenografie (Master)

Auch bekannt als: Szenenbildner/in · FilmarchitektSzenografProduction designer (m/f)Scenic designer (m/f)Set designer (m/f)Stage designer (m/f) ·

BerufsfeldDarstellende Kunst & Musik
Arbeitsortein Produktions- und Studioräumen · auf dem Studiogelände oder am jeweiligen Originalschauplatz (ggf. im Freien, im Ausland) · in Werkstätten · in Büro- und Besprechungsräumen · in Bibliotheken, Archiven, Museen und Sammlungen (z.B. bei Recherchearbeiten)
Studiengänge6

Über den Beruf

Szenenbildner/innen entwerfen Kulissen, Bauten und Dekorationen für Film, Fernsehen, Theater und Werbefilm. Ausgehend vom Drehbuch analysieren sie Schauplätze, recherchieren historische Details und entwickeln mit Regie und Kamera ein visuelles Konzept. Sie erstellen Skizzen, Grundrisse und Modelle, kalkulieren Kosten und vergeben Aufträge an Werkstätten oder Spezialfirmen für Spezialeffekte und 3-D-Animationen. Außerdem suchen sie geeignete Drehorte, verändern reale Räume nach gestalterischen Vorgaben oder veranlassen vollständige Studiobauten. Während der Bauphase überwachen sie Materialien, Termine sowie den Einsatz moderner Technologien wie LED-Rückprojektionen oder Hologramme. Am Set koordinieren sie Auf-, Um- und Rückbauten, prüfen per Probeaufnahme die Bildwirkung und veranlassen Korrekturen. Nach dem letzten Take organisieren sie Abbau, Rücktransport und erstellen die Endabrechnung.

Ausbildung & Zugang

Zugangsvoraussetzungen3
  • Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist im Studienfach Szenografie
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Je nach Hochschule zählen z.B. Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium

Passende Studiengänge6

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Szenenbildner/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt bei 24.036 € pro Jahr. In freien Projekten, bei Streaming-Anbietern oder im Ausland kann das Honorar je nach Budget, Erfahrung und Verhandlungsgeschick deutlich variieren.

Ist der Beruf als Szenenbildner/in körperlich anstrengend?

Ganz ohne körperlichen Einsatz geht es nicht: Beim Kulissen- und Requisitenbau brauchst du funktionstüchtige Arme und Hände. Ein gutes Farb- und räumliches Sehvermögen sowie robuste Haut sind wichtig, weil du häufig mit Farben, Lacken oder Lösungsmitteln arbeitest.

Wie sind die Berufsaussichten als Szenenbildner/in?

Die Berufsaussichten als Szenenbildner/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Bis dahin wird es für Arbeitgeber schwieriger, Fachkräfte zu finden, sodass die Konkurrenz unter Bewerber/innen langfristig sinkt. Viele Altersabgänge kommen hinzu und öffnen zusätzliche Stellen. Aktuell ist der Fachkräftemangel allerdings gering, offene Positionen werden meist schnell besetzt.

Welche digitalen Skills braucht man als Szenenbildner/in?

Du solltest dich mit Holografie auskennen, insbesondere mit dem Planen und Einsetzen von 3-D-Hologrammen in Kulissen. Diese Technik hilft dir, virtuelle Raumelemente realistisch in das Bühnengeschehen einzubinden.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Szenenbildner/in?

Die Arbeit wechselt ständig zwischen Atelier, Werkstatt, Büro und Außendrehorten. Teamarbeit mit Regie, Licht, Kostüm und Handwerker/innen prägt den Alltag, ebenso der Wechsel zwischen handwerklichen Tätigkeiten und längeren Phasen am Bildschirm. Je nach Dreh kann es drinnen, im Freien, bei Hitze oder Nässe zur Sache gehen, und die Aufgaben ändern sich von Produktion zu Produktion.

Womit arbeitet man als Szenenbildner/in?

Zum Handwerkszeug gehören Drehbücher, Storyboards und CAD-Software für 2- und 3-D-Zeichnungen ebenso wie klassische Materialien wie Holz, Pappe, Textilien oder Farben. Außerdem arbeitest du mit Beleuchtungs- und Beschallungsanlagen, Requisiten, Modellen und Miniaturen, um die gewünschte Atmosphäre zu schaffen.

Kann man sich als Szenenbildner/in selbständig machen?

Ja, viele Szenenbildner/innen arbeiten freiberuflich und bieten ihre Gestaltungskonzepte projektweise an Film-, Fernseh- oder Theaterproduktionen an. Eine Selbständigkeit verlangt neben kreativem Können auch ein Netzwerk in der Branche und solides Projektmanagement.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Szenenbildner/in?

Nach dem Studium kannst du dich z.B. in Regie- und Dreharbeit, Aufnahme- oder Produktionsleitung, Filmausstattung, Computer-Aided-Design (CAD) oder Bühnen- und Pyrotechnik weiterbilden. Solche Kurse vertiefen dein Fachwissen und halten dich technisch auf dem neuesten Stand.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Szenenbildner/in?

Mit einer Promotion in Szenografie, Bühnenbild oder Theaterwissenschaft kannst du in Forschungsteams oder leitende Positionen bei Kultureinrichtungen wechseln. Eine Habilitation ist meist Voraussetzung, wenn du selbst Professor/in an einer Kunst- oder Filmhochschule werden möchtest.

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