Straßenwärter/Straßenwärterin – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Straßenwärter/Straßenwärterin

Auch bekannt als: Straßenerhaltungsfachmann/-frau · Road maintenance worker (m/f)

BerufsfeldVerkehr & Logistik
Arbeitsorteim Freien an wechselnden Arbeitsorten · in Nutzfahrzeugen · in Betriebshöfen
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze87

Über den Beruf

Straßenwärter/innen kontrollieren Fahrbahnen, Brücken und Parkplätze und halten sie in Schuss. Sie entdecken Schlaglöcher, Risse oder verblasste Markierungen, reparieren Asphalt, erneuern Linien und montieren neue Schilder. Verstopfte Gullys reinigen sie, Grünstreifen mähen sie und schneiden überhängende Äste zurück. Für Bau- oder Unfallstellen bauen sie Absperrungen auf, leiten den Verkehr um und leisten bei Bedarf Erste Hilfe. Im Winter steuern sie Räum- und Streufahrzeuge, prüfen per Sensorik Füllstände und bringen Salz oder Splitt aus. Schäden dokumentieren sie mit Tablets oder Drohnen, warten ihre Maschinen selbst und lagern Material auf dem Betriebshof. Alles geschieht häufig im fließenden Verkehr, weshalb sie Warnkleidung tragen und jedes Sicherungsgerät genau platzieren, damit Autos, Busse und Lkw weiterhin sicher unterwegs sein können.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung im öffentlichen Dienst und in der Industrie (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen3
  • Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
  • I.d.R. ärztliches Attest zur Eignung für den Erwerb der Fahrerlaubnis Klasse CE
  • Zum Teil Mindestalter von 16 Jahren

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Straßenwärter/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.083 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Arbeitgeber und Region kannst du zwischen 3.706 € und 4.505 € verdienen.

Wie viel verdient man in der Ausbildung als Straßenwärter/in?

Im ersten Jahr verdienst du rund 1.261 € brutto im Monat, im zweiten 1.313 € und im dritten 1.364 €. Durchschnittlich liegt die Ausbildungsvergütung damit bei etwa 1.313 €.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Straßenwärter/in?

Die duale Ausbildung dauert regulär 3 Jahre. Mit sehr guten Leistungen kannst du sie nach Absprache mit Betrieb und Berufsschule oft um ein halbes Jahr verkürzen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Straßenwärter/innen?

Wichtige Schulfächer sind Werken/Technik, Mathematik und Physik. Handwerkliches Geschick, das Rechnen von Längen und Mengen sowie ein Grundverständnis von Kräften erleichtern dir den Berufsalltag deutlich.

Wie sind die Berufsaussichten als Straßenwärter/in?

Die Berufsaussichten als Straßenwärter/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung schrumpft bis 2040. Der Fachkräftemangel ist aktuell gering – offene Stellen werden schnell besetzt und die Konkurrenz unter Bewerbern ist noch hoch. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber jedoch schwieriger, Fachkräfte zu finden, sodass deine Chancen langfristig steigen.

Welche digitalen Skills braucht man als Straßenwärter/in?

Straßenwärter/innen arbeiten zunehmend mit digitalen Systemen. Du solltest Dokumentenmanagement­systeme bedienen können, Drohnentechnik zur Schadenskontrolle einsetzen und Fahrerassistenz­systeme wie Head-up-Displays sicher nutzen. Grundkenntnisse in Narrow-Band-IoT helfen dir, beispielsweise Füllstände von Streufahrzeugen aus der Ferne zu überwachen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Straßenwärter/in?

Du trägst Schutzhelme, Warnkleidung und Gehörschutz, bedienst Kehr-, Markierungs- oder Räumfahrzeuge und musst mit Lärm, Staub sowie Verkehrslärm zurechtkommen. Unregelmäßige Arbeitszeiten und kurzfristige Einsätze, etwa bei Glatteis, gehören ebenfalls zum Job.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Straßenwärter/in?

Du kannst dich in Fachlehrgängen weiterbilden, zum Beispiel im Straßen- oder Pflasterbau. Auch Schulungen in Baumpflege sind gefragt, um Arbeiten an Grünstreifen sicherer und effizienter zu erledigen. Solche Spezialisierungen erhöhen deine Chancen auf anspruchsvollere Aufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Straßenwärter/in?

Ein naheliegender Karriereschritt ist die Prüfung zum/zur Bachelor Professional in Straßenbetriebsmanagement – damit kannst du Kolonnen anleiten oder eine Meisterei leiten. Mit einem anschließenden Bachelor- oder Masterstudium im Bauingenieurwesen oder Verkehrsingenieurwesen sind Positionen in Planung, Projektleitung oder bei Verkehrsbehörden möglich.

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