Strahlenschutzingenieur/Strahlenschutzingenieurin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Strahlenschutzingenieur/Strahlenschutzingenieurin

Auch bekannt als: Radioation Protection Engineer m/f

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Büroräumen · in den Räumlichkeiten von kerntechnischen Anlagen (z.B. in Untersuchungs-, Labor- und Lagerräumen) · in Entsorgungseinrichtungen für radioaktive Abfälle · bei Kunden/Kundinnen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen20

Über den Beruf

Strahlenschutzingenieure und -ingenieurinnen konzipieren technische und organisatorische Maßnahmen, um Menschen und Umwelt vor ionisierender Strahlung zu schützen. Sie entwickeln Abschirmsysteme, definieren Messprogramme und koordinieren deren Durchführung. Mit Dosimetern, Geigerzählern und Laboranalysen prüfen sie Strahlenquellen, werten Messdaten aus und dokumentieren Grenzwerte. Auf Basis dieser Ergebnisse verfassen sie innerbetriebliche Regelwerke, Strahlenschutz- und Fachanweisungen, beraten Führungskräfte und schulen Teams. Ebenso überwachen sie die Einhaltung der Strahlenschutzverordnung, genehmigen Arbeitsabläufe und initiieren Korrekturmaßnahmen, wenn Werte überschritten werden. Bei Rückbauprojekten oder der Entsorgung radioaktiver Abfälle führen sie Freigabeverfahren durch und entscheiden, ob Materialien, Gebäude oder Bodenflächen das Gelände verlassen dürfen.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Oft wird für den Zugang ein Studium der Sicherheitstechnik oder der Medizinischen Physik vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Strahlenschutzingenieur/in?

Strahlenschutzingenieur/innen verdienen typischerweise 4.387 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Region liegt die Spanne etwa zwischen 3.484 € und 6.158 €.

Wie sind die Berufsaussichten als Strahlenschutzingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Strahlenschutzingenieur/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung in diesem Feld wächst bis 2040. Gleichzeitig wird es für Arbeitgeber langfristig schwieriger, passende Fachkräfte zu finden – für dich bedeutet das weniger Konkurrenz. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering, weshalb offene Stellen meist schnell vergeben sind. Außerdem gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, was den Wechsel momentan etwas erschwert.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Strahlenschutzingenieur/in?

Die Tätigkeit wechselt zwischen Büro, Labor, Werkstätten, Lagerhallen und kerntechnischen Anlagen. Du musst zahlreiche Vorschriften einhalten, Messgeräte bedienen und die Strahlenbelastung von Personen verantworten. Kunden- und Behördenkontakte sowie längere Phasen der Bildschirmarbeit für Auswertung und Dokumentation gehören fest dazu.

Womit arbeitet man als Strahlenschutzingenieur/in?

Zum Alltag gehören Geigerzähler, Dosimeter und weitere Strahlenmessgeräte, aber auch PC, Internetzugang und Telefon. Du befasst dich mit Messdaten, Prüfprotokollen und Antragsunterlagen nach Strahlenschutzverordnung. Kontrolliert werden etwa radioaktive Abfälle, Reaktoranlagen oder Wasserproben.

Kann man sich als Strahlenschutzingenieur/in selbständig machen?

Eine selbstständige Tätigkeit ist möglich, beispielsweise als beratende/r Ingenieur/in, Gutachter/in oder Sachverständige/r im Strahlenschutz. Unterstützung bei der Existenzgründung bieten unter anderem Ingenieurverbände wie der VDI.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Strahlenschutzingenieur/in?

Fachspezifische Lehrgänge zu Anlagensicherheit, Störfallvorsorge oder Umweltrecht halten dein Wissen aktuell. Auch Kurse in Immissions- und Emissionsschutz, Umweltmanagement oder Anlagen- und Kraftwerkstechnik können deine Karrierechancen verbessern.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Strahlenschutzingenieur/in?

Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen vor allem weitere akademische Abschlüsse. Mit einem Master oder einer Promotion in Nukleartechnik, Sicherheitstechnik, Medizinischer Physik oder Abfall- und Entsorgungstechnik kannst du leitende Funktionen in Industrie, Forschung oder Behörden übernehmen. Wer an einer Hochschule lehren möchte, strebt nach der Promotion häufig noch die Habilitation an.

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