Schmuckwerker/Schmuckwerkerin (§66 BBiG/§42r HwO)
Über den Beruf
Schmuckwerker/innen entwerfen und fertigen Ringe, Ketten und andere Schmuckstücke aus Gold, Silber oder Platin. Sie zeichnen Skizzen, wählen passende Edelmetalle und Edelsteine aus und bereiten das Material durch Sägen, Feilen und Walzen vor. Anschließend löten oder schmieden sie einzelne Elemente, fassen Steine ein und bringen feine Gravuren an. Auch das Gießen kleiner Teile in Formen, das Anpassen von Verschlüssen sowie das Reinigen und Polieren gehören dazu. Häufig reparieren sie beschädigte Schmuckstücke oder ändern vorhandene Modelle nach Kundenwunsch. Für ein harmonisches Ergebnis prüfen sie ständig Maße, Oberflächenqualität und Haltbarkeit. Das fertige Stück erhält durch sorgfältiges Polieren seinen Glanz.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- I.d.R. Eignungsuntersuchung durch die zuständige Agentur für Arbeit
Häufige Fragen
Was verdient man als Schmuckwerker/in?
In der Berufsgruppe „Kunsthandwerkliche Schmuckwarenherstellung, Edelstein- und Edelmetallbearbeitung – Fachkraft“ liegt der Median bei 3.063 € brutto im Monat (Vollzeit, mit Sonderzahlungen). Die Hälfte der Beschäftigten verdient zwischen 2.474 € und 3.858 €. Der Wert gilt für alle Altersgruppen und ist kein Einstiegsgehalt.
Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Schmuckwerker/in?
Die reguläre Ausbildungszeit beträgt 3 Jahre. Je nach Regelung der zuständigen Kammer ist eine Verkürzung oder Verlängerung möglich, etwa wenn du bereits Vorkenntnisse mitbringst oder zusätzliche Förderung erhältst.
Wie sind die Berufsaussichten als Schmuckwerker/in?
Die Berufsaussichten als Schmuckwerker/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – das verbessert deine Chancen. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Jobs frei werden. Gleichzeitig soll die Gesamtbeschäftigung bis 2040 schrumpfen, was den Arbeitsmarkt langfristig etwas einengt.
