Schäftemacher/Schäftemacherin (§66 BBiG/§42r HwO)
Über den Beruf
Schäftemacher/innen fertigen den Schaft, also den oberen Teil eines Schuhs. Sie schneiden Schaftteile exakt zu und stanzen die benötigten Formen aus. Vor Beginn ihrer Arbeit ermitteln sie den Materialbedarf und kalkulieren die Kosten. Die Tätigkeiten lehnen sich an das Handwerk von Maßschuhmacher/innen an, denn auch hier geht es um passgenaue Einzelstücke. Präzises handwerkliches Arbeiten steht im Mittelpunkt, damit die vorbereiteten Teile später millimetergenau weiterverarbeitet werden können. Ruhige Hände und ein gutes Augenmaß sind gefragt, denn jede Ungenauigkeit zeigt sich sofort im fertigen Schuh. Sorgfalt entscheidet über die spätere Passform und Lebensdauer.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- I.d.R. Eignungsuntersuchung durch die zuständige Agentur für Arbeit
Häufige Fragen
Was verdient man als Schäftemacher/in?
Das Gehalt als Schäftemacher/in liegt typischerweise bei 2.817 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung und Region kannst du zwischen 2.500 € und 3.166 € verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung zur Schäftemacher/in?
Die Ausbildung zum/zur Schäftemacher/in dauert 3 Jahre. Je nach zuständiger Kammer kann die Ausbildungszeit jedoch leicht variieren.
Welche Schulfächer sind wichtig für Schäftemacher/innen?
Für die Ausbildung sind vor allem Werken/Technik und Mathematik wichtig. Im Werkunterricht lernst du den sicheren Umgang mit Werkzeugen und Maschinen, während Mathe dir hilft, Materialbedarf und Kosten korrekt zu berechnen.
Wie sind die Berufsaussichten als Schäftemacher/in?
Die Berufsaussichten als Schäftemacher/in sind ausgeglichen. Aktuell ist der Fachkräftemangel hoch, offene Stellen lassen sich schwer besetzen – gut für Bewerber/innen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, und Arbeitgeber werden langfristig leichter Personal finden; die Konkurrenz unter Bewerbern könnte also zunehmen.
