Sachbearbeiter/Sachbearbeiterin für Luftaufsicht
Über den Beruf
Sachbearbeiter/innen für Luftaufsicht überwachen die Einhaltung des Luftrechts auf Flugplätzen und Flughäfen. Sie prüfen, ob Funkanlagen, Befeuerung und andere technische Einrichtungen funktionieren, kontrollieren Start- und Rollbahnen und nehmen Flugzeuge sowie Zulassungspapiere stichprobenartig unter die Lupe. Tauchen Verstöße auf, dokumentieren sie diese per Kamera oder Schallpegelmessgerät, sprechen Belehrungen aus oder melden den Fall an Polizei, Zoll oder Rettungsdienste. Droht Gefahr für Menschen oder Maschinen, können sie Starts oder Landungen sofort untersagen. An großen Flughäfen bearbeiten sie außerdem Beschwerden, koordinieren Anfragen zum Flugbetrieb und überwachen Luftfahrtveranstaltungen. Überregionale Fachkräfte prüfen die Arbeit der örtlichen Aufsichten und schulen ehrenamtliche Beauftragte. Entscheidungen fallen oft unter Zeitdruck und wirken unmittelbar auf die Sicherheit des Luftverkehrs.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für diese Tätigkeit wird oft ein Studium im Luftverkehrsmanagement verlangt. Alternativ kommt auch eine abgeschlossene Ausbildung im Bereich Flugzeugführung in Betracht, dann i.d.R. verbunden mit langjähriger Flugerfahrung.
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Sachbearbeiter/in für Luftaufsicht?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 53.688 € und 77.352 € pro Jahr. Mit wachsender Berufserfahrung, höherer Tarifgruppe und zusätzlichen Aufgaben kannst du eher an das obere Ende der Spanne heranrücken.
Wie sind die Berufsaussichten als Sachbearbeiter/in für Luftaufsicht?
Die Berufsaussichten als Sachbearbeiter/in für Luftaufsicht sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering – offene Stellen werden zügig besetzt, was den Einstieg etwas erschwert. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber jedoch schwieriger, Personal zu finden; dadurch sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Sachbearbeiter/in für Luftaufsicht?
Sachbearbeiter/innen für Luftaufsicht wechseln zwischen Büroarbeit und Kontrollen im Freien oder in Werkstätten. Schichtdienst, Kundenkontakt sowie Arbeiten bei Kälte, Hitze oder Nässe gehören zum Alltag. Du arbeitest häufig unter strengen Vorschriften und setzt technische Geräte wie Schallpegelmessgeräte oder Digitalkameras ein.
Womit arbeitet man als Sachbearbeiter/in für Luftaufsicht?
Im Einsatz hast du Flugunterlagen, Genehmigungen und Protokolle ebenso griffbereit wie Kameras, Schallpegelmessgeräte, Funkgeräte und Ferngläser. Am Schreibtisch nutzt du PC, Internet und Telefon, um Berichte zu verfassen oder Anfragen zu bearbeiten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Sachbearbeiter/in für Luftaufsicht?
Typische Lehrgänge decken Themen wie Luftsicherheit, allgemeines Luftverkehrsrecht oder Luft- und Raumfahrttechnik ab. Du kannst dich außerdem im Verkehrs- und Speditionswesen fit machen, um breiter einsetzbar zu sein.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Sachbearbeiter/in für Luftaufsicht?
Ein nächster Karriereschritt kann ein Masterstudium im Luftverkehrsmanagement sein, das dich für Leitungsaufgaben qualifiziert. Wer in Forschung oder Lehre aufsteigen möchte, erweitert sein Profil durch eine Promotion und – für eine Professur – gegebenenfalls eine Habilitation.
