Reitlehrer/Reitlehrerin
Auch bekannt als: Horse riding instructor (m/f) · Riding instructor (m/f)
Über den Beruf
Reitlehrer/innen unterrichten Freizeit- und Sportreiter/innen in Halle, auf dem Platz oder im Gelände. Sie analysieren Sitz, Hilfengebung und Pferdebewegung, geben praxisnahe Korrekturen und vermitteln theoretisches Wissen zu Pferdeverhalten, Fütterung und Ausrüstung. Unterrichtskonzepte passen sie an Alter, Könnensstufe und Pferd an. Außerdem organisieren sie den Schulbetrieb, erstellen Trainings- und Ausrittrouten und koordinieren Turnierteilnahmen. Sie achten auf pferdefreundliche Trainingsmethoden, unterweisen in Pflege, Satteln und Stallmanagement. Für Berufsreiter/innen bieten sie spezialisierte Fortbildungen, trainieren Vereins- oder Gastpferde und beraten in Fragen der Pferdepflege. Moderne Lehrställe setzen dabei auch Sensoren im Sattel oder Videoanalyse ein, um Sitzfehler sichtbar zu machen. Wer eine eigene Reitschule leitet, kümmert sich zusätzlich um Personalplanung, Marketing und Budget.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen9
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- Je nach Bildungsanbieter Zulassung als Trainer/in oder Ausbildung als Pferdewirt/in
- Je nach Bildungsanbieter Besuch eines Vorbereitungskurses
- Je nach Bildungsanbieter Mindestalter, z.B. 15 Jahre im Vorbereitungskurs oder 18 Jahre für Trainer/in C
- Je nach Bildungsanbieter Mitgliedschaft in einem Reitverein
- Je nach Bildungsanbieter Reiterpass
- Je nach Bildungsanbieter Nachweis bestimmter Reitabzeichen
- Je nach Bildungsanbieter Nachweis eines Erste-Hilfe-Kurses
- Je nach Bildungsanbieter Führungszeugnis
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Reitlehrer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise 3.090 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.296 € und 3.993 €. Mehr Privatunterricht, Turnierbegleitung oder eine Leitungsfunktion in einer Reitschule können dein Einkommen zusätzlich erhöhen.
Wie lange dauert die Weiterbildung zur/zum Reitlehrer/in?
Die Weiterbildung ist nicht auf eine feste Dauer festgelegt. Vollzeit-Lehrgänge schließen oft schon nach wenigen Wochen oder Monaten ab, während Teilzeit- oder Wochenendkurse sich bis zu einem Jahr hinziehen können.
Welche Schulfächer sind wichtig für Reitlehrer/innen?
Wichtige Schulfächer sind Sport, Deutsch, Fremdsprachen, Biologie sowie Pädagogik/Psychologie. Gute Leistungen darin erleichtern dir das Vermitteln von Reittechnik, den Umgang mit Pferden und die Kommunikation mit internationalen Gästen.
Ist der Beruf als Reitlehrer/in körperlich anstrengend?
Der Beruf verlangt eine solide Grundfitness. Beweglichkeit, Ausdauer und eine robuste Gesundheit sind nötig, weil du viel Zeit im Sattel, im Stall und bei jedem Wetter im Freien verbringst. Auch Arm- und Handkraft fürs Satteln sowie ein gutes Sehvermögen, um Fehlhaltungen deiner Schüler/innen zu erkennen, gehören dazu.
Wie sind die Berufsaussichten als Reitlehrer/in?
Die Berufsaussichten als Reitlehrer/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen erhöht. Zusätzlich sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, Arbeitgeber suchen länger. Einziger Wermutstropfen: Es gibt weniger Altersabgänge als in anderen Berufen, daher werden weniger Stellen allein durch Ruhestände frei.
Welche digitalen Skills braucht man als Reitlehrer/in?
Digitale Kompetenz wird immer wichtiger. Du solltest virtuelle Simulationen für Reittechniken nutzen können, Daten aus smarten Reitgurten oder Smart-Watches auswerten und Ergebnisse per App mit deinen Schüler/innen teilen.
Kann man sich als Reitlehrer/in selbständig machen?
Viele Reitlehrer/innen arbeiten freiberuflich oder gründen eine eigene Reitschule. Auch Franchise-Konzepte bei Reitsportvereinen oder -verbänden sind möglich; bei der Existenzgründung helfen etwa die Bundesvereinigung der Berufsreiter (BBR) oder das Deutsche Olympiade-Komitee für Reiterei (DOKR).
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Reitlehrer/innen?
Nach dem Abschluss stehen verschiedene Fachfortbildungen offen, zum Beispiel in Heilpädagogischem Reiten, Tiertherapien oder Sportpädagogik. Mit Zusatzkursen in Tierpflege, Tierzucht oder allgemeinem Sporttraining erweiterst du dein Angebot und sprichst neue Zielgruppen an.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Reitlehrer/innen?
Für den nächsten Karriereschritt bietet sich eine Aufstiegsweiterbildung zum/zur Berufstrainer/in im Sport an, die dich für Leitungsfunktionen qualifiziert. Alternativ kannst du mit einem Bachelor- oder Masterstudium in Sportwissenschaft oder Pferdewirtschaft den Sprung in Management, Forschung oder die Ausbildung an Hochschulen schaffen.
