Reit- und Fahrlehrer/Reit- und Fahrlehrerin (Pferdesport)
Über den Beruf
Reit- und Fahrlehrer/innen im Pferdesport unterrichten Anfänger/innen, Fortgeschrittene und Turnierreiter/innen im Dressur-, Spring- und Geländereiten sowie im Fahren von Pferdegespannen. Sie planen den Unterricht, demonstrieren Lektionen und geben direktes Feedback im Einzel- und Gruppenunterricht. Für Prüfungen wie Reiter- oder Fahrerabzeichen stellen sie Trainingspläne zusammen und führen Longier- oder Voltigierlehrgänge durch. Neben der Arbeit mit Menschen bilden sie junge Pferde behutsam zu verlässlichen Sportpartnern aus, üben mit ihnen an der Longe und begleiten sie bei Leistungsprüfungen. Im Theorieunterricht vermitteln sie Grundlagen zu Pferdehaltung, Fütterung und zur Pflege von Sattel, Zaum und Geschirr. Stallarbeiten und die Organisation von Pflege- und Fütterungsabläufen gehören ebenfalls zum Alltag. Unterricht, Pferdetraining und Stallmanagement greifen dabei ineinander.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Einstieg wird oft eine Aus- oder Weiterbildung im Pferdesport verlangt. Teilweise ist außerdem eine Trainer-Lizenz des Deutschen Olympischen Sportbunds (DOSB) erforderlich.
Zugangswege
Stellenangebote
Aktuelle Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Reit- und Fahrlehrer/in?
Reit- und Fahrlehrer/innen verdienen typischerweise 3.090 € brutto im Monat. Mit wachsender Berufserfahrung und abhängig vom Reitstall sowie der Region bewegt sich das Einkommen meist zwischen 2.296 € und 3.993 €.
Wie sind die Berufsaussichten als Reit- und Fahrlehrer/in?
Die Berufsaussichten als Reit- und Fahrlehrer/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Ein hoher Fachkräftemangel macht es Arbeitgebern schwer, offene Stellen zu besetzen – das spielt dir in die Karten. Zugleich sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, weil Betriebe länger nach Personal suchen. Allerdings gibt es weniger Altersabgänge als in vielen anderen Berufen, weshalb etwas weniger Stellen durch Renteneintritte frei werden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Reit- und Fahrlehrer/in?
Reit- und Fahrlehrer/innen arbeiten viel im Freien oder in Ställen, oft bei Kälte, Hitze oder Nässe. Schutzkleidung wie Reithelm und Reitstiefel ist Pflicht, denn der Umgang mit Pferden birgt Unfallgefahren, etwa durch Scheuen oder Ausschlagen. Unterrichtstermine liegen häufig an Wochenenden und Feiertagen, sodass die Arbeitszeiten unregelmäßig sind.
Womit arbeitet man als Reit- und Fahrlehrer/in?
Zum Equipment gehören Geschirre, Kutschen sowie Pflegeutensilien wie Kardätschen, Striegel und Hufauskratzer. Für das Training nutzen Reitlehrer/innen Longierleinen, Peitschen und Videoaufzeichnungen, um Sitz und Haltung zu analysieren. PC, Internet und Telefon unterstützen bei Terminplanung und Kundenkommunikation, Fachliteratur und Prüfungsordnungen bei der Unterrichtsvorbereitung.
Kann man sich als Reit- und Fahrlehrer/in selbständig machen?
Ja, viele Reit- und Fahrlehrer/innen gehen den Schritt in die Selbständigkeit, indem sie eine Reitschule übernehmen oder einen eigenen Betrieb gründen. Dann verantwortest du nicht nur den Unterricht, sondern auch Marketing, Personalführung und das komplette Stallmanagement.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Reit- und Fahrlehrer/in?
Zur fachlichen Vertiefung bieten sich Lehrgänge in Tierpflege, Tierzucht und -haltung oder Sportmanagement an. Auch spezialisierte Sport-Fortbildungen sowie Seminare zu psychologischen Grundlagen helfen dir, deinen Unterricht methodisch zu erweitern.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Reit- und Fahrlehrer/in?
Mit Berufserfahrung kannst du dich zum/zur Pferdewirtschaftsmeister/in weiterqualifizieren, zum Beispiel in den Schwerpunkten Klassische Reitausbildung, Spezialreitweisen oder Pferderennen. Damit übernimmst du Leitungs- und Ausbilderfunktionen in größeren Betrieben. Eine weitere Option ist ein Bachelor- oder Masterstudium in Pferdewirtschaft, das den Weg in Management, Beratung oder Forschung ebnet.
