Regionalwissenschaft - Lateinamerika (Bachelor) – Arbeitsumfeld
Studium

Regionalwissenschaft - Lateinamerika (Bachelor)

BerufsfeldSprachen, Kultur & Gesellschaft
Arbeitsortein Büroräumen · in Besprechungs- und Unterrichtsräumen · in Seminarräumen und Hörsälen · in Aufnahmestudios von Hörfunk- und Fernsehveranstaltern · in Bibliotheks- und Archivräumen (bei Recherchetätigkeiten) · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer3-4 Jahre

Über den Beruf

Regionalwissenschaftler und Regionalwissenschaftlerinnen für Lateinamerika-Studien erforschen Sprach-, Kultur-, Gesellschafts- und Politikstrukturen in Lateinamerika. Sie werten Statistiken aus, führen Interviews vor Ort und dokumentieren ihre Ergebnisse in Fachpublikationen oder Medienbeiträgen. In Museen oder Kulturagenturen entwickeln sie Konzepte für Ausstellungen, Festivals und Musikveranstaltungen, verwalten Leihgaben und betreuen Kooperationspartner. In Redaktionen recherchieren sie Hintergründe zu aktuellen Ereignissen, schreiben Reportagen und lektorieren Manuskripte. Hochschulen und Weiterbildungseinrichtungen nutzen ihr Wissen für Vorlesungen, Sprachkurse oder Exkursionen, die sie planen und leiten. Unternehmen beraten sie zu Marktchancen, interkultureller Kommunikation und Projektbetreuung im lateinamerikanischen Raum. Dabei arbeiten sie häufig mit digitalen Karten, Dokumentenmanagement- und Übersetzungssystemen, um Daten aufzubereiten und internationale Teams zu vernetzen.

Ausbildung & Zugang

BerufstypGrundständiges Studium
AusbildungsartUniversität
Dauer3-4 Jahre
Zugangsvoraussetzungen3
  • Allgemeine oder ggf. fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
  • Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
  • Ggf. Kenntnisse in Spanisch, Portugiesisch und Englisch

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Regionalwissenschaftler/in?

Das Einkommen von Regionalwissenschaftler/innen mit Lateinamerika-Schwerpunkt lässt sich nicht pauschal angeben. Es variiert stark je nachdem, ob du im Kulturmanagement, in den Medien, in der Wissenschaft oder in der Beratung arbeitest und wird zudem von Region, Berufserfahrung und Tarifbindung beeinflusst.

Wie lange dauert das Studium Regionalwissenschaft – Lateinamerika?

Das Bachelorstudium ist auf sechs bis acht Semester ausgelegt, also drei bis vier Jahre. Integrierte Praxis- oder Auslandssemester können die Studiendauer verlängern.

Welche Schulfächer sind wichtig für Regionalwissenschaftler/innen?

Hilfreiche Schulfächer sind Spanisch, Geschichte, Englisch, Wirtschaft/Recht sowie Erdkunde/Geografie. Mit Vorkenntnissen in diesen Bereichen fällt dir der Einstieg in Sprach- und Landeskundemodule leichter.

Wie sind die Berufsaussichten als Regionalwissenschaftler/in?

Die Berufsaussichten als Regionalwissenschaftler/in sind eher schwierig. Bis 2040 nimmt die Beschäftigung zwar zu, doch der Fachkräftemangel ist gering – offene Stellen werden schnell besetzt und die Konkurrenz unter Bewerber/innen ist hoch. Diese Konkurrenz soll weiter steigen, weil Arbeitgeber leichter Personal finden. Zudem werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Regionalwissenschaftler/in?

Digitale Kompetenzen sind unverzichtbar. Du solltest mit Geoinformationssystemen, digitalen topografischen Karten, Dokumentenmanagement- und Audio-Mining-Tools umgehen können und dich mit Blended-Learning-Plattformen sowie maschineller Übersetzung auskennen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Regionalwissenschaftler/in?

Regionalwissenschaftler/innen verbringen viel Zeit am Bildschirm, meist in Büros, Unterrichts- oder Seminarräumen. Der Beruf bringt Verantwortung für Lernende oder Kundschaft, intensiven Kundenkontakt und häufig Forschungs- oder Dienstreisen mit sich.

Womit arbeitet man als Regionalwissenschaftler/in?

Zum Arbeitsalltag gehören Literaturquellen, Kartenmaterial und Forschungsobjekte ebenso wie PC, Internet sowie Datenbank- und Übersetzungssoftware. Für Feldforschung und Veranstaltungsorganisation nutzt du außerdem Kameras, Aufnahmegeräte, Beamer oder GPS-Geräte.

Kann man sich als Regionalwissenschaftler/in selbständig machen?

Ja, das ist möglich. Viele Regionalwissenschaftler/innen arbeiten freiberuflich in der Öffentlichkeitsarbeit oder als interkulturelle Unternehmensberater/innen für den lateinamerikanischen Markt.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Regionalwissenschaftler/in?

Nach dem Bachelor kannst du dich mit einem Masterstudium in Regionalwissenschaften – Lateinamerika, Interkultureller Kommunikation oder Romanistik (Spanisch bzw. Portugiesisch) weiterqualifizieren und Führungsaufgaben übernehmen. Wer in die Hochschulforschung oder auf eine Professur zielt, benötigt anschließend eine Promotion und meist auch eine Habilitation.