Piercer/Piercerin – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Piercer/Piercerin

Auch bekannt als: Piercer (m/f)

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Offene Stellen11

Über den Beruf

Piercer/innen stechen Ohrläppchen, Nasenflügel oder Bauchnabel und setzen dort Körperschmuck ein. Vor jedem Eingriff besprechen sie mit Kundinnen und Kunden Position, Schmuckart und Material und erläutern mögliche Risiken sowie Pflegeaufwand. Minderjährige werden nur mit schriftlichem Einverständnis der Eltern behandelt. Im Studio hat Hygiene oberste Priorität: Instrumente, Schmuck und Arbeitsfläche werden sterilisiert, Handschuhe einmalig getragen und die Haut gründlich desinfiziert. Gelegentlich betäuben sie die Stelle oberflächlich, markieren den Einstichpunkt und durchstechen das Gewebe mit einer sterilen Hohlnadel. Anschließend führen sie den gewünschten Stecker oder Ring ein, versorgen die Wunde mit Verbandmaterial und erklären detailliert, wie Entzündungen vermieden werden. Bei Nachkontrollen prüfen sie den Heilungsverlauf und wechseln bei Bedarf den Erstschmuck.

Stellenangebote

Häufige Fragen

Was verdient man als Piercer/in?

Es liegen keine offiziellen Gehaltsdaten für Piercer/innen vor. Dein Einkommen variiert stark je nachdem, ob du angestellt bist oder ein eigenes Studio führst, wie viele Kundinnen und Kunden du betreust und in welcher Region du arbeitest. Zusätzliche Angebote wie Schmuckverkauf oder kosmetische Services können das Monatsbudget weiter erhöhen.

Wie sind die Berufsaussichten als Piercer/in?

Die Berufsaussichten als Piercer/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen bleiben oft länger unbesetzt – ein Vorteil für Bewerbende. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern weiter, weil Studios länger nach Personal suchen. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Gesamtbeschäftigung bis 2040, was das Wachstum etwas dämpft.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Piercer/in?

Piercer/innen arbeiten meist in Studios, oft unter den Blicken von Kundschaft und Begleitpersonen. Schutzkleidung wie Handschuhe gehört ebenso zum Alltag wie enger Körperkontakt und millimetergenaue Handarbeit. Weil beim Durchstechen eine offene Wunde entsteht, ist ein strikt keimfreies Umfeld zwingend.

Womit arbeitet man als Piercer/in?

Zum Stechen nutzt du sterile Hohlnadeln, Einweghandschuhe, Desinfektionsmittel und Schmuck aus Titan. Für Planung und Organisation liegen Hygienevorschriften, Terminpläne und Fachmagazine bereit. PC, Internetzugang und Telefon unterstützen dich bei Terminverwaltung und Kundenkommunikation.

Kann man sich als Piercer/in selbständig machen?

Ja. Viele Piercer/innen eröffnen ihr eigenes Piercingstudio oder schließen sich als Franchisenehmer/in einer bestehenden Kette an. So bestimmst du Angebot und Arbeitszeiten selbst und baust dir einen eigenen Kundenstamm auf.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Piercer/in?

Nach dem Einstieg kannst du dein Portfolio über Kurse in Visagistik, Maskenbildnerei oder kosmetischen Spezialbehandlungen erweitern. Seminare zu allgemeiner Hygiene oder Verkaufstechniken helfen zudem, Studioabläufe zu optimieren und Umsätze zu steigern.

11 Stellenangebote ansehen