Pharmazie (Staatsexamen)
Auch bekannt als: Apotheker/in · Diplom-Pharmazeut/Diplom-Pharmazeutin (Uni) Fachrichtung Experimentelle Pharmakologie/Toxikologie ·
Über den Beruf
Apotheker/innen geben Arzneimittel aus, beraten Patient/innen zu Wirkung, Dosierung und möglichen Wechselwirkungen. Sie prüfen Verschreibungen, stellen individuelle Rezepturen wie Salben oder Lösungen her und überwachen den Lagerbestand. In Krankenhausapotheken begleiten sie Therapien direkt auf den Stationen, führen Arzneimittelanamnesen und sichern die Medikamentenversorgung. Für die pharmazeutische Industrie erforschen sie neue Wirkstoffe, planen Prüfverfahren und begleiten die Zulassung. Dabei entwickeln sie Produktions- und Verpackungstechniken, erstellen Fachinformationen und überwachen die Qualität laufender Chargen. Als Mitglieder von Arzneimittelkommissionen entscheiden sie über Sortimente, während sie in der Gesundheitsverwaltung Gesetze prüfen und mitgestalten. Manche lehren und forschen an Hochschulen. Ihre Arbeit verbindet patientennahe Beratung mit wissenschaftlicher Analyse und regulatorischer Verantwortung.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Allgemeine oder ggf. fachgebundene Hochschulreife oder als gleichwertig anerkanntes Zeugnis
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren, z.B. über Einzelnoten, pharmazienahe Berufsausbildung oder Berufstätigkeit oder Auswahlgespräche
Passende Studiengänge51
Studienangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Apotheker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.259 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 4.330 € und 6.168 €.
Wie lange dauert das Pharmazie-Studium?
Das Studium bis zum Staatsexamen ist auf vier Jahre angelegt und wird in Vollzeit an Universitäten absolviert.
Welche Schulfächer sind wichtig für das Pharmazie-Studium?
Biologie, Chemie, Physik, Mathematik, Englisch und Latein.
Ist der Beruf als Apotheker/in körperlich anstrengend?
Der Beruf ist kaum schwerarbeit, verlangt aber funktionstüchtige Arme und Hände zum Abmessen, Zerkleinern und Mischen von Stoffen. Ein intakter Geruchs- und Geschmackssinn erleichtert zudem die Qualitätskontrolle von Arzneimitteln.
Wie sind die Berufsaussichten als Apotheker/in?
Die Berufsaussichten als Apotheker/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Bis 2040 sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern, sodass Arbeitgeber länger nach Personal suchen müssen. Außerdem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Apotheker/in?
Apotheker/innen arbeiten mit Apotheken-Management-Systemen, Dokumentenmanagement-Software und automatisierten Bestandskontrollen. Du solltest E-Rezepte digital abrechnen, Rechnungen per E-Invoicing verschicken und Patientendaten in Krankenhaus- oder Laborinformationssystemen sicher verwalten können. In Forschung und Entwicklung kommen Laborinformationssysteme für Analyse und Qualitätsprüfung hinzu.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Apotheker/in?
Die Arbeit wechselt zwischen Kundenberatung im Verkaufsraum, präzisen Laboraufgaben und Bildschirmtätigkeiten für Verwaltung und Abrechnung. Schutzkleidung wie Handschuhe oder Mundschutz ist Pflicht, und du musst strenge gesetzliche Vorgaben – etwa aus dem Arzneimittelrecht – einhalten.
Kann man sich als Apotheker/in selbständig machen?
Ja. Viele Apotheker/innen eröffnen eine eigene öffentliche Apotheke, gründen ein privatwirtschaftliches pharmazeutisches Labor oder arbeiten freiberuflich für Arzneimittelproduktionsfirmen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Apotheker/in?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich über Spezialisierungen und höhere akademische Abschlüsse. Du kannst dich zur/zum Fachapotheker/in weiterbilden, ein Masterstudium in Pharmazie anschließen oder in Industrie und Verwaltung Leitungsaufgaben übernehmen. Für Forschung und Hochschullehre öffnen dir Promotion und später eventuell eine Habilitation die Tür bis zur Professur.
