Pferdewirtschafter/Pferdewirtschafterin (Hochschule) – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Pferdewirtschafter/Pferdewirtschafterin (Hochschule)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsortein Pferdeställen · in Reithallen, auf Reitplätzen und Pferdekoppeln · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen3

Über den Beruf

Pferdewirtschafter/innen leiten Reit- und Zuchtbetriebe, stellen Futterpläne auf und überwachen die Gesundheit der Pferde. Sie legen Zuchtziele fest, prüfen Leistungswerte wie Renn- oder Sprungvermögen, führen Zuchtbücher und bereiten Tiere für Auktionen oder Leistungsprüfungen vor. In Verbänden entwickeln sie Zuchtprogramme, organisieren Verkaufswochen oder Turniere, gestalten Hindernisbahnen und kümmern sich um Marketing sowie Öffentlichkeitsarbeit. Für Reiturlaube oder Wanderreitangebote definieren sie Qualitätsstandards und planen Touren, auch mit therapeutischen Konzepten. Digitale Stallmanagement-Systeme, ERP-Software und vernetzte Geburtsüberwachung helfen, Fütterung, Training und Tierdaten präzise zu steuern. An Hochschulen können sie Forschung zu Ernährung, Genetik oder Training betreiben, Lehrveranstaltungen halten und Studien veröffentlichen. Gute Abläufe und durchdachte Zuchtprogramme führen zu gesunden, leistungsfähigen Pferden und wirtschaftlich erfolgreichen Angeboten im Sport und in der Freizeit.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird ein abgeschlossenes grundständiges Studium im Bereich Pferdewirtschaft oder in einem verwandten Fach vorausgesetzt. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung wird häufig eine Promotion, z.B. Dr. phil., oder eine Habilitation verlangt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Pferdewirtschafter/Pferdewirtschafterin (Hochschule)Aktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Pferdewirtschafter/in?

Für Pferdewirtschafter/innen liegen keine offiziellen Durchschnittsgehälter vor. Wie viel du verdienst, hängt stark davon ab, ob du einen eigenen Zucht- oder Reitbetrieb leitest, in einem Verband angestellt bist oder im internationalen Pferdehandel arbeitest. Auch Berufserfahrung, Größe des Betriebs und die Region spielen eine Rolle. Erfolgreiche Turnier- oder Zuchtergebnisse und betriebswirtschaftliches Know-how können das Einkommen zusätzlich steigern.

Ist der Beruf als Pferdewirtschafter/in körperlich anstrengend?

Der Beruf ist körperlich fordernd. Beim Longieren, Reiten und der Arbeit in Stall und auf der Weide brauchst du kräftige Arme, eine belastbare Wirbelsäule und gute Koordination. Wind, Regen oder Hitze gehören genauso dazu wie langes Gehen und Stehen. Wer sich für diesen Weg entscheidet, sollte daher beweglich sein und eine robuste Gesundheit mitbringen.

Wie sind die Berufsaussichten als Pferdewirtschafter/in?

Die Berufsaussichten als Pferdewirtschafter/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung im Berufsfeld schrumpft bis 2040. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden schnell besetzt und Altersabgänge fallen geringer aus als in vielen anderen Berufen. Positiv für dich: Bis 2040 wird es für Arbeitgeber schwerer, qualifizierte Fachkräfte zu finden, sodass die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig sinkt.

Welche digitalen Skills braucht man als Pferdewirtschafter/in?

Digitale Kompetenz wird zum Pflichtprogramm. Du solltest automatisierte Fütterungs- und Geburtsüberwachungstechnik bedienen, Abläufe in einem unternehmensweiten ERP-System steuern und mobil über Dokumentenmanagement-Software auf Zucht- oder Mitgliederdaten zugreifen können. Für Kurse oder Turniere kommt E-Ticketing ins Spiel, während Messenger-Marketing Kampagnen in sozialen Netzwerken trägt. Wer diese Tools beherrscht, optimiert Stallmanagement, Events und Kundenkommunikation.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Pferdewirtschafter/in?

Die Tätigkeit wechselt zwischen Stall, Büro und Außenterminen. Du trägst Verantwortung für Mitarbeitende, wertvolle Pferde und Kundschaft und begleitest Tiere oft zu Auktionen oder Turnieren, was längere Abwesenheiten von zu Hause bedeuten kann. Körperliche Arbeit im Freien und in Tierställen wechselt sich mit Bildschirmphasen ab, etwa wenn du Finanzpläne erstellst oder Veranstaltungen organisierst. Das erfordert Flexibilität, Organisationsgeschick und einen sicheren Umgang mit Mensch und Tier.

Womit arbeitet man als Pferdewirtschafter/in?

Zum Alltag gehören Bandagen, Decken, Gerten, Zaumzeug und Sättel ebenso wie die Pferde selbst. Du führst den EU-weit vorgeschriebenen Pferdepass, um Impfungen und Abstammung zu dokumentieren, und nutzt Computer, Telefon sowie Internet für Verwaltung und Vermarktung. Je nach Schwerpunkt kommen Trainings- und Turnierhindernisse oder fahrbares Equipment für mobile Reitstunden hinzu. Die Mischung aus traditionellem Zubehör und moderner Büroausstattung ist typisch für das Berufsfeld.

Kann man sich als Pferdewirtschafter/in selbständig machen?

Ja, Selbständigkeit ist in diesem Beruf weit verbreitet. Du kannst einen eigenen Zucht- oder Reitbetrieb gründen, dich auf nationalen oder internationalen Pferdehandel spezialisieren oder eine Reitschule eröffnen. Wer betriebswirtschaftliches Know-how und ein starkes Netzwerk in der Szene aufbaut, hat gute Chancen, wirtschaftlich erfolgreich zu sein.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Pferdewirtschafter/in?

Fachkurse reichen von Tierzucht, -haltung und -pflege über Sportmanagement bis hin zu Tourismus und Freizeitwirtschaft. Zusätzlich kannst du dich in Marketing, Vertrieb oder Verkauf qualifizieren, um Pferdebetriebe kundenorientiert zu führen. Solche Fortbildungen vertiefen dein Know-how und eröffnen neue Geschäftsfelder, etwa die Organisation von Events oder Reittouristik-Angeboten.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Pferdewirtschafter/in?

Ein Masterstudium in Pferdewirtschaft oder Agrarwissenschaft erweitert dein Fachwissen und führt zu Führungs- oder Forschungsaufgaben. Wer wissenschaftlich arbeiten will, kann anschließend promovieren und sich mit einer Habilitation für eine Professur qualifizieren. Auch ohne weitere Abschlüsse sind leitende Rollen möglich, etwa als Betriebsleiter/in oder Bereichsverantwortliche/r in Verbänden. Höhere Positionen gehen meist mit Personalverantwortung und strategischen Aufgaben einher.

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