Orthopädieschuhmachermeister/Orthopädieschuhmachermeisterin/Bachelor Professional im Orthopädieschuhmacher-Handwerk – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Orthopädieschuhmachermeister/Orthopädieschuhmachermeisterin/Bachelor Professional im Orthopädieschuhmacher-Handwerk

Auch bekannt als: Meister/in im Orthopädieschuhmacherhandwerk · Orthopädieschuhtechnikmeister/inOrthopädieschustermeister/inMeister/Meisterin des Orthopädieschuhmacherhandwerks ·

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortein Werkstätten oder in Werkhallen · in Verkaufs- oder Mess- und Anprobierräumen · in Büroräumen · in Praxis- und Behandlungsräumen, z.B. bei interdisziplinärer Zusammenarbeit im Bereich Diabetes · im Homeoffice bzw. mobil
DauerUnterschiedlich
Offene Stellen106

Über den Beruf

Orthopädieschuhmachermeister/innen organisieren und steuern die Herstellung orthopädischer Maßschuhe, Einlagen und Orthesen. Sie analysieren Gangbild und Fußform per 3-D-Scan, Druckmessplatte oder Trittspur und übersetzen die Daten in Entwürfe für passgenaue Hilfsmittel. Bei komplexen Versorgungen greifen sie selbst zum Leisten, schneiden Leder, fräsen Sohlen oder setzen 3-D-Druck ein. Gleichzeitig kalkulieren sie Angebote, verhandeln mit Lieferanten und prüfen Verträge mit Krankenkassen. Im Betrieb koordinieren sie Materialeinkauf, Maschinenwartung und Qualitätsmanagement, verteilen Aufträge an das Team und überwachen Termine sowie Präzision jeder Naht. Sie führen das Kassenbuch ebenso wie Mitarbeitergespräche, schulen Fachkräfte im Umgang mit neuen Messsystemen und übernehmen den betrieblichen Teil der Ausbildung. Mit ihrem Meistertitel dürfen sie einen eigenen Orthopädieschuhmacherbetrieb führen und über Investitionen, Personal und Sortiment entscheiden.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartMeisterprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen3
  • I.d.R. Gesellenprüfung als Orthopädieschuhmacher/in oder Orthopädietechnik-Mechaniker/in
  • Oder Gesellen- oder Abschlussprüfung in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf + mehrjährige Berufstätigkeit im Orthopädieschuhmacher-Handwerk
  • Alternativ berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten per Validierungsverfahren nachweisen, wenn kein entsprechender Bildungsabschluss vorliegt

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Orthopädieschuhmachermeister/Orthopädieschuhmachermeisterin/Bachelor Professional im Orthopädieschuhmacher-HandwerkAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Orthopädieschuhmachermeister/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.996 € brutto im Monat. Je nach Betrieb, Region und Berufserfahrung kannst du zwischen 3.344 € und 4.760 € erreichen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Orthopädieschuhmachermeister/in?

Die Dauer hängt vom jeweiligen Bildungsträger und der Unterrichtsform ab. Vollzeitlehrgänge sind meist deutlich kürzer als berufsbegleitende Teilzeitkurse, informiere dich daher direkt bei der gewünschten Meisterschule.

Ist der Beruf als Orthopädieschuhmachermeister/in körperlich anstrengend?

Eine solide Feinmotorik sowie kräftige, gesunde Hände und Arme sind wichtig, weil viele Arbeitsschritte manuell erledigt werden. Du solltest zudem Farben und räumliche Formen sicher erkennen und deine Haut muss den Kontakt mit Lederklebstoffen oder Lösungsmitteln aushalten.

Wie sind die Berufsaussichten als Orthopädieschuhmachermeister/in?

Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Positionen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040 und Arbeitgeber finden dann voraussichtlich schneller Personal, sodass die Konkurrenz langfristig steigt.

Welche digitalen Skills braucht man als Orthopädieschuhmachermeister/in?

Moderne Betriebe setzen auf 3-D-Laserscanning, CAD-Software und 3-D-Druck, um Leisten und Einlagen digital zu planen. Du solltest außerdem elektronische Patientenakten lesen können, smarte Textilien und Wearables auswerten sowie robotergestützte Klebe- oder Fräsvorgänge überwachen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Orthopädieschuhmachermeister/in?

Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Werkstatt, Verkaufsraum, Büro und Messkabine. Du trägst Verantwortung für Mitarbeiter/innen und Sachwerte, führst Präzisions- und Feinarbeiten an Leder oder Kunststoffen aus und stehst in ständigem Kundenkontakt.

Kann man sich als Orthopädieschuhmachermeister/in selbständig machen?

Ja, nach Eintragung in die Handwerksrolle darfst du einen eigenen Betrieb gründen. Beliebte Optionen sind eine Orthopädieschuhmacherwerkstatt oder ein Fachgeschäft für Orthopädie- und Komfortschuhe.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Orthopädieschuhmachermeister/innen?

Fachspezifische Seminare zu Orthopädietechnik, moderner Lederverarbeitung oder medizinischer Fußpflege halten dein Know-how aktuell. Damit kannst du Zusatzleistungen anbieten und dein Profil weiter schärfen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Orthopädieschuhmachermeister/innen?

Ein nächster Schritt kann die Prüfung zum/zur Betriebswirt/in (HwO) sein, um betriebswirtschaftliche Leitungsaufgaben zu übernehmen.

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