Geprüfter Natur- und Landschaftspfleger/Geprüfte Natur- und Landschaftspflegerin – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Geprüfter Natur- und Landschaftspfleger/Geprüfte Natur- und Landschaftspflegerin

Auch bekannt als: Fachkraft für Landschaftspflege · Nature and landscape conservation specialist (m/f)

BerufsfeldNaturwissenschaft & Umwelt
Arbeitsorteim Freien · in Büro- und Schulungsräumen
DauerUnterschiedlich
Offene Stellen72

Über den Beruf

Natur- und Landschaftspfleger/innen betreuen Schutzgebiete, analysieren deren ökologischen Zustand und leiten Pflege- sowie Sanierungsmaßnahmen ein. Sie kartieren Lebensräume mit Geoinformationssystemen, Drohnen oder Bodensensoren und erkennen Waldschäden, Bodenerosion oder Gewässerverschmutzung. Aus den Ergebnissen entwickeln sie Konzepte, kalkulieren Arbeitsaufwand und planen Personal, Maschinen und Material. Bei der Umsetzung mähen sie Flächen, entbuschen Trockenrasen, schneiden Bäume, legen Hecken an oder rekultivieren Kiesgruben. Sie führen Teams, bedienen Geräte vom Rasenmäher bis zum Traktor und überprüfen die Einhaltung des Naturschutzrechts. Informationsarbeit gehört ebenfalls dazu: Exkursionen organisieren, Besuchergruppen führen, zu Förderprogrammen beraten und so Verständnis für den Wert artenreicher Landschaften wecken. Ihr Ziel ist der langfristige Erhalt natürlicher Lebensräume und eines stabilen ökologischen Gleichgewichts.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf
AusbildungsartWeiterbildungsprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen2
  • I.d.R. Ausbildung als Landwirt/in, Gärtner/in, Forstwirt/in, Revierjäger/in, Winzer/in, Fischwirt/in, Tierwirt/in Fachrichtung Schäferei oder Wasserbauer/in
  • Mind. 3 Jahre einschlägige Berufspraxis

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Karriere & Weiterbildung

Geprüfter Natur- und Landschaftspfleger/Geprüfte Natur- und LandschaftspflegerinAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Natur- und Landschaftspfleger/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.308 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.593 € und 4.194 €. Bei großen Naturschutzverbänden oder im öffentlichen Dienst kannst du häufig etwas mehr verdienen als in kleineren Privatbetrieben.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Natur- und Landschaftspfleger/in?

Die berufsbegleitende Weiterbildung dauert in der Regel 10 bis 12 Monate, wenn du sie in Teilzeit belegst. Je nach Bildungsträger und Umfang der Präsenzphasen kann sich die Dauer leicht verkürzen oder verlängern.

Ist der Beruf als Natur- und Landschaftspfleger/in körperlich anstrengend?

Ja – der Beruf erfordert eine gute körperliche Verfassung. Du fällst Bäume, arbeitest oft knieend oder gebückt, trägst schwere Geräte und bist ganzjährig im Gelände unterwegs. Eine belastbare Wirbelsäule, Kraft in Armen und Händen, Ausdauer und Schwindelfreiheit werden deshalb vorausgesetzt.

Wie sind die Berufsaussichten als Natur- und Landschaftspfleger/in?

Die Berufsaussichten als Natur- und Landschaftspfleger/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist aktuell gering, sodass offene Stellen noch schnell besetzt werden und die Konkurrenz unter Bewerbern spürbar ist. Viele Altersabgänge stehen bevor, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Bis 2040 wird es für Arbeitgeber schwieriger, neue Fachkräfte zu finden; deine Chancen verbessern sich damit langfristig.

Welche digitalen Skills braucht man als Natur- und Landschaftspfleger/in?

Digitale Kartendienste und Geoinformationssysteme gehören zum Alltag, wenn du Flächen präzise vermisst und Pflegemaßnahmen planst. Du solltest Drohnentechnik, bodennahe Sensorik und Daten aus Narrow-Band-IoT-Netzen auswerten können. Ein Dokumentenmanagementsystem hilft dir außerdem, Befunde und Pflegefortschritte sauber zu archivieren.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Natur- und Landschaftspfleger/in?

Die Arbeit wechselt zwischen Büro und freiem Gelände. Draußen arbeitest du im Stehen, Knien oder Bücken, trägst Schutzkleidung und hantierst bei jedem Wetter mit Motorsägen, Traktoren oder Bewässerungsanlagen. Im Büro planst du Einsätze am Bildschirm, erstellst Kostenkalkulationen und stehst in Kontakt mit Auftraggebern sowie Exkursionsgruppen. Auch die Anleitung von Mitarbeitenden gehört zum Tagesgeschäft.

Womit arbeitet man als Natur- und Landschaftspfleger/in?

Im Gelände nutzt du Kettensägen, Rasenmäher, Hacken, Scheren, Harken, Traktoren oder Erdbearbeitungsmaschinen. Für Planung und Dokumentation kommen Standortanalysen, Sanierungskonzepte, Geoinformationssoftware sowie PC, Internet und Telefon zum Einsatz. Transport- oder Gießfahrzeuge bringen Material und Wasser an abgelegene Flächen.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Natur- und Landschaftspfleger/in?

Spezialisierungskurse in Gewässerschutz, Bodenschutz oder Abfall- und Altlastenmanagement vertiefen dein technisches Know-how. Weiterbildungen in Landschaftsarchitektur, Umweltrecht oder Public Relations qualifizieren dich für Planungs- und Beratungsaufgaben. So kannst du dich je nach Interesse fachlich oder kommunikativ weiterentwickeln.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Natur- und Landschaftspfleger/in?

Mit dem Meistertitel steht dir in vielen Bundesländern auch ohne Abitur der Weg an die Hochschule offen. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Landschaftsarchitektur, Freiraumplanung, Landschaftsökologie oder Naturschutz ebnet dir den Weg in Projektleitung, Gutachtertätigkeiten oder die Forschung.

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