Musiker/Musikerin - Volkstümliche Musik
Über den Beruf
Musiker/innen für volkstümliche Musik interpretieren traditionelle Melodien und Eigenkompositionen auf Instrumenten wie Zither, Steirischer Harmonika oder Querflöte. Sie proben allein und im Ensemble, arrangieren Stücke und stellen stimmige Setlisten für Konzerte, Volksfeste oder Fernsehauftritte zusammen. Für Studioaufnahmen bedienen sie Mischpulte, wählen Mikrofone und leiten die Postproduktion, bis Klang und Rhythmus authentisch wirken. Neben der Bühne übernehmen sie Organisation: Tourpläne erstellen, Honorare mit Veranstaltern aushandeln, Buchhaltung führen und Marketingaktionen planen. Viele geben Privatunterricht, leiten Workshops oder entwickeln Online-Kurse, um ihr Repertoire und Spieltechniken weiterzugeben. Trends aus der regionalen und internationalen Volksmusikszene behalten sie im Blick, um ihr Programm aktuell zu halten und neue Zielgruppen anzusprechen.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Ein festgelegter Bildungsweg ist für den Zugang nicht vorgeschrieben. Musikalische Vorkenntnisse können jedoch von Vorteil sein.
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Musiker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.962 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Auftrittshäufigkeit und Region kannst du zwischen 4.843 € und 7.256 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Musiker/in?
Die Berufsaussichten als Musiker/in für volkstümliche Musik sind gut. Aktuell ist der Fachkräftemangel gering, offene Stellen werden schnell besetzt – die Konkurrenz unter Bewerbern ist hoch. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Bis dahin wird es für Arbeitgeber jedoch schwieriger, passende Künstler/innen zu finden, wodurch die Konkurrenz langfristig sinkt. Außerdem werden viele Altersabgänge erwartet, sodass zusätzliche Jobs frei werden.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Musiker/in?
Die Arbeitszeiten sind unregelmäßig und liegen häufig an Abenden, Wochenenden oder Feiertagen. Regelmäßige Reisen können dazu führen, dass du mehrere Tage am Stück nicht zuhause bist. Während der Shows stehst du direkt vor Publikum und musst Lampenfieber aushalten. Enge Abstimmung mit Mitwirkenden ist nötig, damit alles reibungslos läuft.
Womit arbeitet man als Musiker/in?
Zum Instrumentarium zählen unter anderem Querflöte, Klarinette, Geige und diverse Schlaginstrumente. Für Organisation und Unterricht nutzt du Noten- oder Tablet-Ständer, Laptops, Telefon sowie Videokonferenztools. Ergänzend kommen Unterlagen wie Notenhefte, Setlisten und Abrechnungen zum Einsatz.
Kann man sich als Musiker/in selbständig machen?
Ja, viele Musiker/innen gründen eine eigene Eventagentur oder arbeiten komplett freischaffend. In diesem Fall kümmerst du dich selbst um Booking, Marketing und die Verhandlung deiner Honorare.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Musiker/in?
Beliebte Lehrgänge reichen von Musikmanagement über Rhythmus- und Bewegungstraining bis hin zu Theaterpädagogik. Solche Kurse schärfen dein künstlerisches Profil und vertiefen kaufmännische Kenntnisse.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Musiker/in?
Ein formaler Karriereschritt ist ein Bachelor- oder Masterstudium, etwa in Instrumentalmusik, Jazz, Popularmusik oder Gesang. Damit vertiefst du dein Fachwissen und erschließt dir höhere Honorar- und Leitungstätigkeiten in der Musikbranche.
