Metallblasinstrumentenmachermeister/Metallblasinstrumentenmachermeisterin/Bachelor Professional im Metallblasinstrumentenmacher-Handwerk
Auch bekannt als: Meister/in im Metallblasinstrumentenmacherhandwerk · Meister/Meisterin für Blasinstrumentenbau · Meister/Meisterin des Blasinstrumentenbauerhandwerks
Über den Beruf
Metallblasinstrumentenmachermeister/innen planen Werkstattaufträge, beraten Musiker bei Kauf, Reparatur und ergonomischer Anpassung ihrer Instrumente. Sie kalkulieren Angebote, verhandeln mit Lieferanten und sorgen dafür, dass Metalle, Ventile und Lacke in der richtigen Qualität verfügbar sind. In kleinen Werkstätten greifen sie selbst zum Werkzeug, richten verbeulte Schallstücke, löten Risse, stimmen das Instrument neu oder entwerfen komplette Sonderanfertigungen. Dabei nutzen sie traditionelles Handwerk ebenso wie 3-D-Scans zur Schadensanalyse und 3-D-Druck für passgenaue Ersatzteile. Für historische Hörner schätzen sie den Wert und restaurieren Oberflächen, Mechanik und Klangbild. Als Führungskräfte koordinieren sie Personal, weisen Gesell/innen an, führen Qualitätskontrollen durch und übernehmen den betrieblichen Teil der Ausbildung. Budgetplanung, Investitionsentscheidungen und betriebliches Qualitätsmanagement runden das Aufgabenprofil ab.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- I.d.R. Gesellen- oder Abschlussprüfung z.B. als Metallblasinstrumentenmacher/in oder in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf
- Oder Nachweis beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten durch Validierungsverfahren, wenn kein entsprechender Bildungsabschluss vorliegt
Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Metallblasinstrumentenmachermeister/in?
Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 47.412 € und 53.148 € pro Jahr. Je nach Betriebsgröße, Verantwortung im Management und Region kann das individuelle Einkommen davon abweichen.
Wie lange dauert die Meisterweiterbildung zum/zur Metallblasinstrumentenmachermeister/in?
Die Weiterbildungsdauer ist nicht einheitlich geregelt und hängt vom Bildungsanbieter sowie davon ab, ob der Kurs in Vollzeit oder Teilzeit besucht wird. Erkundige dich daher frühzeitig bei der Handwerkskammer oder der jeweiligen Fachschule nach ihrem Zeitmodell.
Ist der Beruf als Metallblasinstrumentenmachermeister/in körperlich anstrengend?
Handwerkliche Tätigkeiten wie Montieren, Löten oder Polieren belasten vor allem Arme und Hände. Du arbeitest außerdem mit Lösungsmitteln und feinen Metallstäuben, sodass gesunde Haut an Händen und Unterarmen sowie belastbare Atemwege wichtig sind.
Welche digitalen Skills braucht man als Metallblasinstrumentenmachermeister/in?
Immer häufiger kommen 3-D-Drucker ins Spiel, um Ersatzteile oder Vorrichtungen herzustellen. Auch 3-D-Laserscanner zur Schadensanalyse und Dokumentenmanagementsysteme zur Verwaltung von Konstruktionsplänen gehören heute zum Werkzeugkasten.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Metallblasinstrumentenmachermeister/in?
Du wechselst regelmäßig zwischen Werkstatt, Büro und Verkaufsraum. Präzisionsarbeiten an Kleinteilen, das Führen von Mitarbeiter/innen, Kundenberatung sowie Maschinen- und Bildschirmarbeit prägen den Alltag. Schutzbrille, Gehörschutz oder Handschuhe sind dabei oft Pflicht.
Womit arbeitet man als Metallblasinstrumentenmachermeister/in?
Zum Arbeitsalltag gehören Blasinstrumente wie Trompeten, Hörner oder Tuben, Metalle und Ventile sowie Reinigungs- und Poliermittel. Für die Fertigung nutzt du Dreh- und Schleifmaschinen, Lötgeräte, Drückbänke oder Sandstrahler – die Auftragsabwicklung läuft über PC, Internet und Telefon.
Kann man sich als Metallblasinstrumentenmachermeister/in selbständig machen?
Ja, mit dem Meistertitel darfst du einen eigenen Betrieb im Metallblasinstrumentenmacher-Handwerk führen. Damit übernimmst du volle Verantwortung für Personal, Investitionen und Kundenakquise, kannst aber auch eigene Produktlinien oder Serviceangebote entwickeln.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Metallblasinstrumentenmachermeister/innen?
Um fachlich am Ball zu bleiben, bieten sich Kurse zu Themen wie Galvanik, Oberflächenbehandlung, Lötverfahren oder Restaurierung historischer Instrumente an. Auch Seminare zu Qualitätsmanagement oder spanender Metallverformung erweitern dein Know-how.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Metallblasinstrumentenmachermeister/innen?
Aufbauend auf dem Meisterbrief kannst du die Prüfung zum/zur Betriebswirt/in (HwO) ablegen und so betriebswirtschaftliche Führungsaufgaben übernehmen. Eine weitere Option ist der Titel Internationale/r Meister/in, der deine Qualifikation im Ausland anerkennbarer macht. Zudem öffnet der Meisterabschluss die Tür zu einem Bachelorstudium im Musikinstrumentenbau, was dich für Entwickler- oder Forschungsaufgaben qualifiziert.
