Maßschuhmacher/Maßschuhmacherin Fachrichtung Schaftbau – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Maßschuhmacher/Maßschuhmacherin Fachrichtung Schaftbau

Auch bekannt als: Schuster/in · Schuhmacher/in · Custom shoemaker (m/f) - specialism of construction of uppers

BerufsfeldHandwerk & Fertigung
Arbeitsortein Werkstätten · in Lagerräumen · in Verkaufsräumen
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze2

Über den Beruf

Maßschuhmacher/innen der Fachrichtung Schaftbau entwerfen und fertigen individuelle Schuhschäfte. Nach einem Beratungsgespräch mit Kundinnen und Kunden übertragen sie Maße vom persönlichen Leisten, erstellen Skizzen, Schnittmuster und Schablonen. Sie wählen Leder oder alternative nachhaltige Werkstoffe, schneiden Ober- und Futterteile passgenau zu, markieren sie und bearbeiten die Kanten. Anschließend nähen sie Schaft- und Futterteile von Hand oder mit Spezialmaschinen, dekorieren Flächen mit Ziernähten, Perforationen oder Applikationen und bringen Verschlüsse wie Schnallen oder Reißverschlüsse an. Mit 3-D-Laserscannern vermessen sie Füße, CAD-Programme unterstützen die Konstruktion, einzelne Designelemente entstehen auch im 3-D-Druck. Neben Neuanfertigungen reparieren sie Maß- und Konfektionsschuhe, ersetzen Sohlen, bessern Nähte aus oder arbeiten Polster ein, damit jedes Paar optimal sitzt. Zum Abschluss prüfen sie Passform und Oberflächen und bereiten das fertige Paar für die Übergabe vor.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung im Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Maßschuhmacher/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 2.817 € brutto im Monat. Mit steigender Erfahrung und je nach Region kannst du zwischen 2.500 € und 3.166 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Maßschuhmacher/in?

Die duale Ausbildung ist auf 3 Jahre angelegt.

Welche Schulfächer sind wichtig für Maßschuhmacher/innen?

Mathematik, Werken/Technik und Biologie zählen zu den Kernfächern. Mathe hilft dir beim exakten Berechnen von Maßen und Materialbedarf, während Werken/Technik handwerkliche Grundfertigkeiten vermittelt und Biologie anatomisches Verständnis schafft.

Ist der Beruf als Maßschuhmacher/in körperlich anstrengend?

Eine gute Funktionstüchtigkeit von Armen und Händen ist zwingend nötig, weil viele Arbeitsschritte reine Handarbeit sind. Du solltest zudem Farben sicher unterscheiden, eine robuste Haut haben und Klebstoffdämpfe gut vertragen, da in der Werkstatt Lösungsmittel eingesetzt werden.

Wie sind die Berufsaussichten als Maßschuhmacher/in?

Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist aktuell hoch – offene Stellen lassen sich schwer besetzen, was deine Chancen verbessert. Viele Altersabgänge stehen an, sodass zusätzliche Stellen frei werden. Langfristig schrumpft jedoch die Gesamtbeschäftigung; bis 2040 finden Arbeitgeber voraussichtlich schneller Personal, wodurch die Konkurrenz unter Bewerbern steigen kann.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Maßschuhmacher/in?

Du wechselst zwischen Präzisionshandarbeit, dem Bedienen von Stanz-, Schneide- und Nähmaschinen und der Kundenberatung. Staub, Lärm sowie Gerüche von Kleb- und Farbstoffen gehören dabei zum Alltag.

Kann man sich als Maßschuhmacher/in selbständig machen?

Ja, das Schuhmacherhandwerk ist zulassungsfrei, daher kannst du ohne Meisterbrief eine eigene Werkstatt oder ein Schuhfachgeschäft mit integrierter Werkstatt eröffnen. Berufserfahrung oder ein Meistertitel erhöhen jedoch die Erfolgsaussichten und erleichtern den Aufbau eines Kundenstamms.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Maßschuhmacher/in?

Praxisnahe Kurse zur Lederverarbeitung oder zu Verkaufstechniken ermöglichen es dir, neue Materialien souverän zu bearbeiten und deine Beratungskompetenz auszubauen. Solche Schulungen halten dein Wissen aktuell und machen dich für Betriebe noch wertvoller.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Maßschuhmacher/in?

Ein wichtiger Karriereschritt ist die Meisterprüfung im Schuhmacher-Handwerk, mit der du eigene Betriebe führen oder ausbilden darfst. Alternativ kannst du dich zum/zur Techniker/in der Fachrichtung Schuhtechnik qualifizieren und technische Leitungsaufgaben übernehmen.

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