Logistik, Supply-Chain-Management (Master)
Auch bekannt als: Betriebswirt/in (Hochschule) - Logistik · Logistikplaner/in · Logistics manager (m/f)
Über den Beruf
Logistikbetriebswirte und Logistikbetriebswirtinnen planen, steuern und überwachen Waren- und Informationsströme entlang der gesamten Lieferkette. Sie analysieren bestehende Abläufe, erstellen Supply-Chain-Konzepte und koordinieren Einkauf, Produktion, Lager und Vertrieb. Dabei stimmen sie sich mit Zulieferern ab, kontrollieren Wareneingang, -ausgang und Bestände und sichern Liefertermine. Um Prozesse zu beschleunigen, führen sie Business-Process-Management- und Supply-Chain-Management-Systeme ein, nutzen automatisierte Bestandskontrollen sowie Business-Intelligence-Auswertungen und binden E-Commerce-Plattformen oder Collaborative-Commerce-Netzwerke ein. Gleichzeitig überwachen sie Kennzahlen, kalkulieren Kosten und treiben Nachhaltigkeitsziele voran. In größeren Projekten übernehmen sie das Controlling, beraten die Geschäftsleitung und moderieren den Informationsfluss zwischen allen Beteiligten. So senken sie Kosten, verkürzen Lieferzeiten und machen die Lieferkette transparenter.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen6
- Erster berufsqualifizierender Hochschulabschluss, meist in Logistik oder Supply-Chain-Management
- Bei weiterbildenden Studiengängen mind. 1 Jahr Berufspraxis
- Je nach Hochschule hochschulinternes Auswahlverfahren
- Je nach Hochschule Auswahl nach Leistungen im ersten berufsqualifizierenden Studium
- Bei dualen Studiengängen i.d.R. Praktikums- oder Arbeitsvertrag mit einem geeigneten Unternehmen (Praxispartner)
- Ggf. Englischkenntnisse
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Logistikbetriebswirt/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.820 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Branche und Region sind zwischen 2.906 € und 5.683 € drin.
Wie sind die Berufsaussichten als Logistikbetriebswirt/in?
Die Berufsaussichten als Logistikbetriebswirt/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, wodurch zusätzliche Stellen entstehen. Der Fachkräftemangel ist jedoch gering – offene Jobs werden schnell besetzt, sodass du auf mehr Konkurrenz triffst. Außerdem fallen in diesem Berufsfeld weniger Altersabgänge an als in vielen anderen, weshalb etwas weniger Posten frei werden.
Welche digitalen Skills braucht man als Logistikbetriebswirt/in?
Sichere Daten- und Automatisierungskompetenzen sind unerlässlich. Du solltest Augmented-Analytics-Tools bedienen, Routen mit digitalen Karten planen, Cobots oder Drohnenkonzepte für Lager und Transport einschätzen und Echtzeit-Prognosen aus Demand-Sensing-Systemen nutzen. Wer sensorbasierte Inventuren einrichtet und Geschäftsabläufe mit moderner Workflow-Software steuert, verschafft sich einen Vorsprung.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Logistikbetriebswirt/in?
Die Tätigkeit spielt sich überwiegend am Bildschirm und in Büro- oder Besprechungsräumen ab. Du führst Teams, trägst Verantwortung für wertvolle Güter, verhandelst mit Kund/innen und Dienstleistern und entscheidest auf Basis betriebswirtschaftlicher Auswertungen.
Womit arbeitet man als Logistikbetriebswirt/in?
Im Alltag greifst du auf Wirtschaftlichkeitsanalysen, Kostenberechnungen und digitale Darstellungen der Lieferkette zurück. Dazu kommen Lieferketten- und ERP-Software, RFID-Lesesysteme sowie klassische Büroausstattung wie PC, Telefon und Internetzugang, um Bestell-, Planungs- und Tracking-Aufgaben effizient abzuwickeln.
Kann man sich als Logistikbetriebswirt/in selbständig machen?
Ja. Viele Fachkräfte eröffnen ein eigenes Beratungsbüro für logistische Planung oder gründen einen spezialisierten Logistikdienstleister.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Logistikbetriebswirt/in?
Fachspezifische Kurse in Logistikmanagement, Supply-Chain-Management oder Transportlogistik halten dein Wissen frisch. Ergänzend bieten Seminare zu Lagermanagement, Materialdisposition oder Distributions- und Entsorgungslogistik neue Impulse.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Logistikbetriebswirt/in?
Der nächste Karriereschritt führt häufig über eine Promotion in Logistik, Supply-Chain-Management oder Internationaler Wirtschaft, die dich für Forschungs- und Führungsaufgaben qualifiziert. Wer eine Professur anstrebt, benötigt danach in der Regel noch eine Habilitation.
