Liedermacher/Liedermacherin
Auch bekannt als: Songwriter (m/f)
Über den Beruf
Liedermacher/innen schreiben Texte, komponieren Melodien und setzen ihre Songs live um. Sie begleiten sich häufig selbst an Gitarre oder Klavier, proben allein oder mit einer Begleitband und feilen an Arrangements, bis Stimmung, Rhythmik und Aussage zusammenpassen. Auf Kleinkunstbühnen, Festivals oder in Radio- und TV-Shows präsentieren sie ihre Stücke, nehmen Alben im Studio auf und veröffentlichen sie auf Streaming-Plattformen oder Tonträgern. Neben der kreativen Arbeit übernehmen sie das komplette Selbstmanagement: Engagements akquirieren, Programmlisten abstimmen, Tourpläne erstellen und Honorare verhandeln. Sie behalten Urheberrechte im Blick, organisieren Marketing und kümmern sich um Technik wie Mikrofone oder Effektgeräte. Manche erteilen zusätzlich Musik- oder Stimmbildungsunterricht und sichern sich so ein zweites Standbein.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Ein festgelegter Ausbildungsweg ist nicht vorgeschrieben. Kenntnisse aus einer Ausbildung oder einem Studium in Musik oder Gesang können den Zugang jedoch erleichtern.
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Liedermacher/in?
Als Liedermacher/in liegt das monatliche Bruttoeinkommen typischerweise bei 4.586 €. Je nach Erfahrung, Bekanntheitsgrad und Region kannst du etwa zwischen 3.917 € und 5.318 € verdienen.
Wie sind die Berufsaussichten als Liedermacher/in?
Die Berufsaussichten als Liedermacher/in sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Zugleich wird es für Arbeitgeber schwieriger, geeignete Künstler/innen zu finden, weshalb die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig sinkt. Viele Altersabgänge öffnen zusätzliche Stellen. Aktuell ist der Fachkräftemangel jedoch gering und offene Engagements werden oft schnell besetzt.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Liedermacher/in?
Liedermacher/innen stehen häufig auf Bühnen oder in Aufnahmestudios und arbeiten direkt vor Publikum oder Auftraggebenden. Unregelmäßige Arbeitszeiten und längere Tourabschnitte mit Übernachtungen unterwegs prägen den Alltag. Außerdem gehört intensiver Kundenkontakt dazu, weil Engagements, Gagen und Abläufe meist persönlich ausgehandelt werden.
Womit arbeitet man als Liedermacher/in?
Zum Equipment gehören Instrumente wie Gitarren, Klaviere oder Keyboards sowie tontechnisches Zubehör von Mikrofonen, Verstärkern bis zu Effektpedalen. Noten, Liedtexte, Setlisten und detaillierte Programm- oder Tourpläne dienen als Arbeitsunterlagen. Für Organisation und Kommunikation nutzen Liedermacher/innen PC, Internetzugang, Telefon und Videokonferenz-Tools.
Kann man sich als Liedermacher/in selbständig machen?
Ja, viele Liedermacher/innen sind freiberuflich tätig oder gründen eine eigene Eventagentur. Als Selbständige bestimmst du Gagen, Tourpläne und Marketing selbst, musst aber auch Buchhaltung, Vertragsrecht und Kundenakquise im Blick behalten.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Liedermacher/in?
Wer sein Können ausbauen möchte, findet Lehrgänge in allgemeiner Musiklehre, Arrangement oder Musikproduktion. Ergänzend qualifizieren dich Seminare in Medien-, Kultur- oder Musikmanagement für Planung, Sponsoring und Vermarktung. Auch Kurse in Theater- oder Schauspielarbeit stärken deine Bühnenpräsenz.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Liedermacher/in?
Aufstiegsmöglichkeiten ergeben sich vor allem über eine Promotion in Komposition, Jazz, Popularmusik oder Gesang, mit der du an Hochschulen lehren oder Forschungsprojekte leiten kannst. Mit wachsender Erfahrung kannst du zudem die künstlerische Leitung von Produktionen, Festivals oder Musiklabels übernehmen und damit mehr kreative und organisatorische Verantwortung tragen.
