Laborleiter/Laborleiterin
Auch bekannt als: Laboratory manager (m/f)
Über den Beruf
Laborleiter/innen organisieren und steuern sämtliche Abläufe im Analyse- oder Forschungslabor. Sie planen Versuchsreihen, verteilen Aufträge und entscheiden, welche Geräte, Chemikalien und Mitarbeitenden wann zum Einsatz kommen. Dabei überwachen sie Mess- und Prüfprozesse, werten Ergebnisse digital aus und dokumentieren sie in Laborsteuersoftware wie LabView oder LIMS. Komplexe Untersuchungen führen sie selbst durch, etwa wenn besondere Präzision unter dem Mikroskop oder in der Zentrifuge gefragt ist. Zugleich sorgen sie dafür, dass Instrumente kalibriert, Verbrauchsmaterial rechtzeitig beschafft und Sicherheits- sowie Qualitätsrichtlinien eingehalten werden. Im betriebswirtschaftlichen Teil des Jobs kalkulieren sie Kosten, prüfen die Rentabilität neuer Projekte und beantragen bei Bedarf zusätzliche Mittel. Kontinuierliche Schulungen halten das Team fachlich fit und machen Laborprozesse bereit für vernetzte Technologien des Labor 4.0.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang wird oft eine labortechnische Weiterbildung oder ein naturwissenschaftliches Studium vorausgesetzt.
Zugangswege
Stellenangebote
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Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Laborleiter/in?
Das Gehalt liegt typischerweise 6.640 € brutto im Monat. Je nach Branche, Berufserfahrung und Standort kann es zwischen 5.118 € und {{entgeltQ75}} € schwanken.
Wie sind die Berufsaussichten als Laborleiter/in?
Die Berufsaussichten als Laborleiter/in sind eher schwierig. Die Beschäftigung in diesem Feld nimmt zwar bis 2040 weiter zu. Weil der Fachkräftemangel gering ist, werden offene Stellen meist schnell vergeben und die Konkurrenz unter Bewerbern steigt. Arbeitgeber rechnen zudem damit, bis 2040 noch leichter geeignetes Personal zu finden. Außerdem scheiden weniger Beschäftigte altersbedingt aus als in vielen anderen Berufen, sodass weniger Positionen nachrücken.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Laborleiter/in?
Im Labor trägst du Verantwortung sowohl für teure Analysegeräte als auch für dein Team. Präzise Handgriffe an Mikroskopen, Zentrifugen oder anderen Messapparaten wechseln sich mit längeren Phasen am Computer ab, in denen Ergebnisse dokumentiert und Termine koordiniert werden. Schutzkittel, Handschuhe und Atemmasken gehören zum Alltag, da du mit Chemikalien arbeitest und Unfallrisiken minimieren musst.
Womit arbeitet man als Laborleiter/in?
Zur Grundausstattung gehören Analysegeräte wie Mikroskope oder Zentrifugen sowie Sensoren und Messinstrumente. Ergänzt wird das Ganze durch Laboraufträge, Fachliteratur, Qualitätsvorschriften und übliche Büro-IT von PC und Internetzugang bis zum Telefon.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Laborleiter/in?
Fachlehrgänge in Biotechnologie, Chemie, Pharmazie oder Verfahrenstechnik halten dein naturwissenschaftliches Know-how aktuell. Zusätzlich bringen dich Seminare im Finanz- und Rechnungswesen oder in betrieblicher Organisation auf die betriebswirtschaftliche Führungsebene.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Laborleiter/in?
Mit wachsender Berufserfahrung kannst du die Leitung ganzer Fachbereiche oder sogar eines gesamten Standorts übernehmen. Ein Bachelor- oder Masterstudium in Chemie, Biologie, Medizinischer Physik oder Pharmatechnik ebnet außerdem den Weg in die Forschungs- und Entwicklungsleitung oder ins strategische Management großer Laborverbünde.
