Kraftfahrzeugmechatroniker/Kraftfahrzeugmechatronikerin Schwerpunkt Karosserietechnik
Auch bekannt als: Automobil-Fachmann/-frau · Kraftfahrzeugtechniker/in · Motor vehicle mechatronics technician (m/f)
Über den Beruf
Kraftfahrzeugmechatroniker/innen mit dem Schwerpunkt Karosserietechnik beurteilen Unfallschäden, vermessen deformierte Rahmen und wählen das passende Reparaturverfahren. Optische und elektronische Messsysteme zeigen, ob sich ein Bauteil richten lässt oder ausgetauscht werden muss. Sie trennen beschädigte Karosserieteile, richten sie mit Richtmaschinen, löten, schweißen oder kleben neue Bleche ein und setzen Leichtbau- sowie Faserverbundbauteile instand. Kleinere Dellen und Steinschläge beseitigen sie per Smart Repair, frischen Lack und Korrosionsschutz auf und erneuern Dichtungen. Nach der Montage prüfen sie Fahrwerk, Brems- und Sicherheitssysteme, kalibrieren Sensoren und Kameras und stellen Schließ- oder Verdeckanlagen ein. Auch Fahrwerksvermessungen, Scheibenreparaturen und die Funktionskontrolle von Klimaanlagen gehören dazu. Abschließend besprechen sie mit Kundinnen und Kunden den Schadenbericht, erklären die Rechnung und geben Tipps zur Fahrzeugpflege.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Aktuelle Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Kraftfahrzeugmechatroniker/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.588 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 2.966 € und 4.537 € . Tarifverträge im Kfz-Handwerk oder eine Spezialisierung auf moderne Karosseriesysteme können das Einkommen zusätzlich beeinflussen.
Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Kraftfahrzeugmechatroniker/in?
Die duale Ausbildung dauert regulär 3,5 Jahre. Mit sehr guten Leistungen und Zustimmung von Betrieb sowie Berufsschule kannst du sie um bis zu ein halbes Jahr verkürzen.
Welche Schulfächer sind wichtig für Kraftfahrzeugmechatroniker/innen?
Werken/Technik, Mathematik und Physik sind besonders hilfreich. Diese Fächer erleichtern dir das Lesen von Konstruktionsplänen, das Berechnen von Einstellwerten und das Eingrenzen elektronischer Fehler.
Ist der Beruf als Kraftfahrzeugmechatroniker/in körperlich anstrengend?
Ja, die Arbeit fordert deinen Rücken, die Gelenke sowie Arme und Hände, weil du oft in Zwangshaltungen arbeitest und schweres Werkzeug einsetzt. Außerdem brauchst du ein gutes Farbsehvermögen, widerstandsfähige Haut und gesunde Atemwege, da du regelmäßig mit Lacken, Schmierstoffen und Lösungsmitteln in Kontakt kommst.
Wie sind die Berufsaussichten als Kraftfahrzeugmechatroniker/in?
Die Berufsaussichten als Kraftfahrzeugmechatroniker/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen verbessert. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Jobs frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040.
Welche digitalen Skills braucht man als Kraftfahrzeugmechatroniker/in?
Digitale Werkzeuge gehören längst zum Alltag in der Karosserie-Werkstatt. Du solltest 3-D-Laserscanning für Fahrzeugvermessungen beherrschen, Ersatzteile per 3-D-Druck produzieren, Sensoren und Aktoren diagnostizieren sowie Augmented-Reality-Anwendungen oder Cobots sicher einsetzen.
Kann man sich als Kraftfahrzeugmechatroniker/in selbständig machen?
Mit einer bestandenen Meisterprüfung und der Eintragung in die Handwerksrolle kannst du deinen eigenen Kfz-Betrieb eröffnen, z.B. eine Karosserie- und Lack-Werkstatt. Eine Alternative ist die Selbständigkeit als Franchisenehmer/in, etwa durch die Übernahme eines Smart-Repair-Servicebetriebs.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Kraftfahrzeugmechatroniker/innen?
Fachkurse in Karosserie-Instandhaltung, Kfz-Elektronik, Hydraulik/Pneumatik oder Sicherheitstechnik halten dein Wissen aktuell. Zusätzliche Lehrgänge in Schweiß-, Füge- und Trenntechniken oder im Korrosionsschutz können deine Einsatzbereiche erweitern und dich für Führungsaufgaben empfehlen.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es für Kraftfahrzeugmechatroniker/innen?
Ein bewährter Weg ist der Meistertitel, z.B. als Karosserie- und Fahrzeugbauermeister/in oder Kraftfahrzeugtechnikermeister/in. Weitere Optionen sind die Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in für Karosserie- und Fahrzeugbautechnik oder Kraftfahrzeugtechnik. Mit einem anschließenden Bachelor- oder Masterstudium in Fahrzeugtechnik kannst du in Entwicklung, Projektleitung oder Management wechseln.
