Keramikermeister/Keramikermeisterin/Bachelor Professional im Keramiker-Handwerk – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Keramikermeister/Keramikermeisterin/Bachelor Professional im Keramiker-Handwerk

Auch bekannt als: Meister/in im Keramikerhandwerk · Töpfermeister/in · Meister/Meisterin des Töpferhandwerks

BerufsfeldDesign & Gestaltung
Arbeitsortein Werkhallen oder Werkstätten · in Ausstellungs- und Verkaufsräumen · in Büroräumen · im Homeoffice bzw. mobil
DauerUnterschiedlich
Offene Stellen4

Über den Beruf

Keramikermeister/innen planen Keramikerzeugnisse, beschaffen Ton und Glasuren und bestimmen Brennverfahren. Sie legen Arbeitsprogramme fest, verteilen Aufträge und überwachen, ob Formen, Dekore und Liefertermine stimmen. Dabei kalkulieren sie Angebote, verhandeln mit Lieferanten und analysieren Kosten, um den Einsatz von Rohstoffen, Mischmaschinen und Öfen wirtschaftlich zu steuern. Anspruchsvolle Schritte wie Modellieren, Glasieren oder das Brennen neuer Kollektionen übernehmen sie häufig selbst. Außerdem leiten sie Fachkräfte an, organisieren betriebliche Weiterbildung und führen Auszubildende durch alle Stationen vom Rohling bis zum fertigen Stück. In Betrieben mit eigener Ausstellung beraten sie Kundinnen und Kunden zu Gestaltung, Funktion und Pflege der Produkte. Wer einen eigenen Betrieb führt, entscheidet zusätzlich über Investitionen und entwickelt langfristige Geschäftskonzepte.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Bachelor Professional
AusbildungsartMeisterprüfung nach bundesweit einheitlicher Regelung.
DauerUnterschiedlich
Zugangsvoraussetzungen2
  • Gesellen- oder Abschlussprüfung z.B. als Keramiker/in oder in einem anderen anerkannten Ausbildungsberuf
  • Oder Nachweis beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten durch Validierungsverfahren, falls kein entsprechender Bildungsabschluss vorliegt

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Keramikermeister/Keramikermeisterin/Bachelor Professional im Keramiker-HandwerkAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Keramikermeister/in?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 49.884 € und 61.656 € pro Jahr. Mit zunehmender Berufserfahrung, zusätzlicher Leitungsverantwortung oder einem eigenen Betrieb kann dein Einkommen darüber oder darunter liegen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Keramikermeister/in?

Die Meisterfortbildung ist nicht einheitlich geregelt; ihre Länge hängt stark von Anbieter, Lernform und Unterrichtsmodell ab. Vollzeitkurse sind meist kompakter, während berufsbegleitende Teilzeitlehrgänge deutlich länger laufen. Informiere dich deshalb frühzeitig bei der Handwerkskammer oder Fachschule, welche Variante für dich passt.

Ist der Beruf als Keramikermeister/in körperlich anstrengend?

Der Beruf kann körperlich fordernd sein, weil viele Arbeiten an der Töpferscheibe, beim Glasieren oder beim Bestücken des Brennofens in gebückter Haltung und mit schweren Stücken erfolgen. Du brauchst eine belastbare Wirbelsäule, kräftige Arme und Hände sowie ein gutes Farbsehvermögen, um Glasuren exakt anzurühren. Hitze, Staub und Feuchtigkeit gehören ebenfalls zum Arbeitsalltag.

Welche digitalen Skills braucht man als Keramikermeister/in?

Digitale Werkzeuge spielen auch im Keramikhandwerk eine Rolle. Entwürfe, Rechnungen und Materiallisten werden häufig in Dokumentenmanagementsystemen organisiert. In deiner Fortbildung kannst du zudem virtuelle Trainingsumgebungen nutzen, um den sicheren Umgang mit Mischmaschinen und Brennöfen zu üben.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Keramikermeister/in?

Die Arbeitsbedingungen wechseln zwischen Büro, Werkstatt und Verkaufsraum. Du rechnest Preisangebote durch, arbeitest aber ebenso in Produktionshallen mit heißen Öfen, Staub und Zugluft. Gleichzeitig führst du Kundengespräche und trägst Verantwortung für dein Team sowie teure Maschinen.

Womit arbeitet man als Keramikermeister/in?

Brennen, Formen und Dekorieren erfordern ein breites Set an Werkzeugen und Maschinen. Du arbeitest mit Töpferscheiben, Tonschneidern, Mischmaschinen, Strang- oder Filterpressen und Keramiköfen. Pinsel, Spritzpistolen, Schablonen sowie PC und Telefon ergänzen die Ausstattung, während Materialien wie Ton, Quarz oder Glasuren ständig auf Lager sein müssen.

Kann man sich als Keramikermeister/in selbständig machen?

Mit dem Meisterbrief darfst du dich im Keramikerhandwerk selbständig machen. Du kannst eine eigene Werkstatt oder ein Ladengeschäft eröffnen und triffst alle Entscheidungen zu Sortiment, Investitionen und Personal eigenverantwortlich.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Keramikermeister/in?

Nach dem Meisterabschluss stehen dir zahlreiche Fachseminare offen. Kurse in Glas- und Keramikverarbeitung, Bildhauerei, plastischem Gestalten, Kunst- oder Porzellanmalerei, Grafik oder Produktgestaltung vertiefen dein handwerkliches und künstlerisches Repertoire.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Keramikermeister/in?

Für den nächsten Karriereschritt bieten sich handwerkliche und betriebswirtschaftliche Abschlüsse an. Du kannst dich etwa zum/zur Betriebswirt/in (HwO) qualifizieren oder die Prüfung als Internationale/r Meister/in ablegen.

4 Stellenangebote ansehen