Katholischer Pfarrer
Über den Beruf
Katholische Pfarrer/innen gestalten das Leben ihrer Pfarrei: Sie planen Gottesdienste, formulieren Gebete, predigen und feiern die Eucharistie. Sie taufen Kinder, bereiten auf die Erstkommunion vor, nehmen die Beichte ab, trauen Paare, spenden die Krankensalbung und halten Begräbnisfeiern. In seelsorgerischen Gesprächen beraten sie Menschen in Glaubens-, Familien- oder Krisenfragen und begleiten Sterbende. Für Kinder, Jugendliche und Erwachsene erteilen sie Religions-, Kommunions- und Firmunterricht und leiten Gruppenstunden. Neben der Liturgie führen sie Kirchenbücher, erstellen Haushaltspläne, koordinieren Mitarbeitende und Ehrenamtliche und veranlassen die Instandhaltung von Kirche und Pfarrheim. Sie organisieren Sammlungen, verfassen Presse- und Gemeindebeiträge und informieren über Veranstaltungen. Sie hören zu, spenden Trost und begleiten Kranke oder Sterbende bis zum letzten Moment.
Ausbildung & Zugang
Zugang zum Beruf
Für den Zugang wird ein abgeschlossenes Studium der Katholischen Theologie verlangt, ergänzt durch die Ausbildung im Priesterseminar und die Priesterweihe.
Stellenangebote
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Pfarrer/in?
Die Bruttobesoldung liegt zwischen 60.552 € und 77.136 € pro Jahr. Mit zunehmender Dienstzeit steigst du in höhere Besoldungsstufen auf und verdienst automatisch mehr.
Wie sind die Berufsaussichten als Pfarrer/in?
Die Berufsaussichten als Pfarrer/in sind ausgeglichen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch neue Stellen frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040. Der Fachkräftemangel ist gering, daher werden offene Stellen meist schnell besetzt und die Konkurrenz unter Bewerber/innen bleibt spürbar.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Pfarrer/in?
Pfarrer/innen wechseln zwischen Kirchenräumen, Pfarrbüros, Klassenzimmern und Hausbesuchen. Sie tragen Verantwortung für das seelische Wohl aller Altersgruppen und erleben dabei auch bewegende Situationen, etwa wenn sie Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten. Verwaltungsaufgaben erledigst du am Computer, und Bereitschafts- oder Rufdienste gehören zum Alltag.
Womit arbeitet man als Pfarrer/in?
Zum liturgischen Handwerkszeug gehören Bibel, Mess- und Gebetbücher, Altargeschirr, Hostien, Wein, geweihtes Öl, Kerzen und Weihrauch. Für Unterricht und Vorbereitung nutzen Pfarrer/innen theologische Fachliteratur, Lehrmaterialien sowie PC, Internet und Telefon. Diese Mischung aus traditionellen und modernen Arbeitsmitteln begleitet dich täglich.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Pfarrer/in?
Fachseminare in Finanz- und Rechnungswesen, Personalmanagement oder Kommunikation halten dein Organisationswissen frisch. Vertiefende Kurse in Seelsorge, Gemeindearbeit, Jugendarbeit, Familienhilfe oder in der Begleitung von Kranken und Senior/innen erweitern deine pastoralen Kompetenzen. Auch theologische Fortbildungen sorgen dafür, dass dein Fachwissen aktuell bleibt.
Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Pfarrer/in?
Ein Aufstieg ist vor allem über eine Promotion in Katholischer Theologie möglich, die den Weg in Forschung und Lehre öffnet. Mit anschließender Habilitation kannst du zur Hochschulprofessorin bzw. zum Hochschulprofessor berufen werden. Die höheren akademischen Grade qualifizieren dich außerdem für leitende Aufgaben innerhalb der Kirche.
