Kapitän/Kapitänin in der Großen Hochseefischerei – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Kapitän/Kapitänin in der Großen Hochseefischerei

Auch bekannt als: Kapitän/in BG · Kapitän/in in Großer Hochseefischerei (B5)

BerufsfeldVerkehr & Logistik
Arbeitsortean Bord von Trawlern , Fabrikschiffen und anderen Fischereifahrzeugen · in Steuerungszentralen und Verwaltungsräumen der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung
Offene Stellen1

Über den Beruf

Kapitän/innen in der großen Hochseefischerei steuern Trawler oder Fabrikschiffe zu fischreichen Gebieten, koordinieren Fang und Bordverarbeitung und führen die Besatzung. Vor jeder Reise berechnen sie Stabilität und Tiefgang, prüfen Rettungsmittel, Fischereianlagen und Vorräte und legen Route sowie Personalpläne an digitalen Karten- und ERP-Systemen an. Auf See halten sie während der Seewachen Kurs und Schiffsverkehr im Blick, bestimmen Positionen mit Radar, GPS, Echolot und Log und reagieren auf Wetter- oder Strömungsänderungen. Mit Fischortungsgeräten suchen sie Schwärme, lassen Netze ausbringen, überwachen Fangquoten und kontrollieren Sortieren, Schlachten, Frosten oder Filetieren direkt an Bord. Parallel achten sie auf Unfallverhütung, Umweltschutz sowie die Einhaltung internationaler Rechtsvorschriften und erledigen Funk-, Zoll- und Behördenmeldungen. Alle Abläufe dokumentieren sie im digitalen Logbuch – von Kurswechseln bis zur eingelagerten Fangladung.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für die Berufsausübung und das Führen der Berufsbezeichnung ist eine bestimmte Qualifikation vorgeschrieben; bei ausländischen Qualifikationen ist eine Anerkennung nötig, da es sich um einen reglementierten Beruf handelt. Erforderlich ist das Befähigungszeugnis „Kapitän BG mit den Befugnissen zum Kapitän und zum Ersten Offizier in der Großen Hochseefischerei“.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Kapitän/Kapitänin in der Großen HochseefischereiAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Kapitän/in in der Hochseefischerei?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.930 € brutto im Monat. Je nach Reederei, Fahrtgebiet und Berufserfahrung kannst du zwischen 5.745 € und {{entgeltQ75}} € verdienen.

Ist der Beruf als Kapitän/in in der Hochseefischerei körperlich anstrengend?

Der Job erfordert eine robuste Gesundheit und volle Seediensttauglichkeit. Du brauchst gute Balance bei starkem Seegang, kräftige Arme und Hände für Manöver sowie ein einwandfreies Fern-, Farb- und räumliches Sehvermögen, um Signale und Displays sicher zu erkennen.

Wie sind die Berufsaussichten als Kapitän/in in der Hochseefischerei?

Die Berufsaussichten als Kapitän/in in der Hochseefischerei sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist aktuell gering, offene Stellen werden meist rasch besetzt. Bis 2040 schrumpft die Gesamtbeschäftigung, doch gleichzeitig wird es für Arbeitgeber schwieriger, passende Fachkräfte zu finden – deine Konkurrenz nimmt also langfristig ab. Zudem sorgen viele Altersabgänge dafür, dass weitere Kapitänsposten frei werden.

Welche digitalen Skills braucht man als Kapitän/in in der Hochseefischerei?

Routiniert solltest du mit digitalen Seekarten, Dokumentenmanagement- und ERP-Systemen umgehen und Sensordaten auswerten können. Know-how zu ferngesteuerten beziehungsweise teilautonomen Steuerungssystemen und Fahrerassistenzlösungen verschafft dir Vorteile, da Smart-Shipping-Technologien an Bedeutung gewinnen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Kapitän/in in der Hochseefischerei?

Du arbeitest meist an Bord von Trawlern oder Fabrikschiffen und wechselst zwischen Brücke, Deck und Maschinenraum. Hohe Verantwortung für Besatzung, Schiff und Ladung, internationale Vorschriften, Kälte, Nässe sowie Seegang prägen den Alltag. Schutzkleidung ist Pflicht, und lange Zeiten fernab vom Festland gehören dazu.

Womit arbeitet man als Kapitän/in in der Hochseefischerei?

Zum Handwerkszeug gehören das Fang- oder Fabrikschiff selbst sowie nautische Instrumente wie Kreisel- und Magnetkompass, Chronometer, Echolot, Funkanlagen und Geschwindigkeits-Log. Hinzu kommen Unterlagen und digitale Dateien wie Seekarten, Seehandbücher, Logbuch-Einträge, Fang- und Ladungspapiere oder Personaleinsatzpläne.

Kann man sich als Kapitän/in in der Hochseefischerei selbständig machen?

Eine eigene Hochseeflotte ist praktisch keine Option. Selbständigkeit ist eher in der Küstenfischerei – etwa als Krabbenfischer/in – oder an Land als Fischhändler/in möglich; für andere maritime Geschäftsfelder bräuchtest du zusätzliche Befähigungsnachweise.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Kapitän/in in der Hochseefischerei?

Du kannst dich in Bereichen wie Schiffsverkehrsrecht, moderner Fangtechnik, Fischwirtschaft, Lebensmittelsicherheit, Brand- und Katastrophenschutz oder Betriebssanitätswesen fortbilden. Solche Kurse halten dein Wissen aktuell und erweitern dein Einsatzspektrum an Bord oder an Land.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Kapitän/in in der Hochseefischerei?

Eine Aufstiegsweiterbildung zum/zur Nautiker/in (Fachschule) oder zum/zur Bachelor Professional in Technik, Nautik stärkt deine Führungs- und Managementkompetenzen. Ein anschließendes Bachelorstudium in Nautik kann dir den Weg in Reederei-Management, Hafenlogistik oder maritime Behörden öffnen.

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