Ingenieur/Ingenieurin für Veranstaltungstechnik – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Ingenieur/Ingenieurin für Veranstaltungstechnik

BerufsfeldDarstellende Kunst & Musik
Arbeitsortein Büroräumen · im Theater, in Film- und Fernsehstudios · in Kongress- bzw. Mehrzweckhallen · in Werkstätten, Produktionshallen und Lagern · in Besprechungsräumen · im Freien (z.B. für Open-Air-Veranstaltungen) · im Homeoffice bzw. mobil
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Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Veranstaltungstechnik planen komplette Eventabläufe, entwickeln eigenständige Bühnen- und Technik­konzepte und stimmen sie mit Regie, Künstlern und Auftraggebern ab. Sie berechnen die nötige Energieversorgung, wählen Ton-, Video- und Lichtanlagen aus und erstellen CAD-Pläne für Bühnen, Tribünen und Absperrungen. Vor Ort koordinieren sie den Auf- und Abbau, prüfen jede Installation, nehmen Anlagen in Betrieb und beseitigen Störungen im laufenden Betrieb. Moderne Tools wie 3-D-Aufmaß-Apps oder Augmented-Reality-Simulationen helfen ihnen, Aufstellungen millimetergenau zu testen. Während der Show fahren sie Lichtstimmungen, mischen Audiosignale oder steuern bewegliche Bühnenelemente. Gleichzeitig behalten sie Budget und Zeitplan im Blick, dokumentieren alle Prozesse digital und achten auf Brandschutz sowie alle Sicherheitsnormen. Teamführung gehört ebenso dazu: Sie weisen Fachkräfte ein und überwachen die Arbeitssicherheit jeder Crew.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Veranstaltungstechnik verlangt. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung wird häufig eine Promotion, je nach Fachrichtung z.B. zum Dr. phil. (Geisteswissenschaften), oder eine Habilitation vorausgesetzt; die Promotion baut i.d.R. auf einem Hochschulabschluss wie Master oder Staatsexamen auf und umfasst Dissertation sowie mündliche Prüfung, die Habilitation u.a. Promotion, Habilitationsschrift, mündliche Prüfung und mehrere wissenschaftliche Veröffentlichungen.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Ingenieur/Ingenieurin für VeranstaltungstechnikAktueller Beruf

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für Veranstaltungstechnik?

Das tarifliche Bruttojahresgehalt liegt zwischen 47.280 € und 59.088 € pro Jahr. In freien oder projektbezogenen Verträgen kann dein Einkommen je nach Region, Arbeitgeber und Größe der Events abweichen.

Ist der Beruf als Ingenieur/in für Veranstaltungstechnik körperlich anstrengend?

Der Job erfordert eine robuste Gesundheit und funktionstüchtige Arme und Hände, weil du beispielsweise Beleuchtungen installierst oder Traversen montierst. Du brauchst zudem gutes Farb- und räumliches Sehvermögen sowie sichere Koordination, um auf Leitern oder Gerüsten in größerer Höhe arbeiten zu können.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Veranstaltungstechnik?

Die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Veranstaltungstechnik sind ausgeglichen. Die Beschäftigung wächst bis 2040, was für stabile Jobchancen spricht. Der Fachkräftemangel ist jedoch gering, offene Stellen werden also schnell besetzt – die Konkurrenz unter Bewerber/innen ist entsprechend höher. Außerdem fallen weniger Altersabgänge an als in vielen anderen Berufen, sodass seltener Positionen durch Ruhestände freiwerden.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für Veranstaltungstechnik?

Ingenieur/innen für Veranstaltungstechnik brauchen heute ein breites digitales Skillset. Du solltest 3-D-Druck für Prototypen oder Ersatzteile einsetzen können, Venue-Daten per App erfassen und mithilfe von Augmented Reality Bühnenaufbauten visualisieren; auch Drohnentechnik und digitale Dokumentenmanagementsysteme werden immer gefragter.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für Veranstaltungstechnik?

Der Arbeitsalltag wechselt zwischen Büro und Veranstaltungsort. Du leitest Teams, berätst Kunden, planst am Bildschirm und packst beim Aufbau auf der Bühne oder auf Gerüsten selbst mit an – oft in größeren Höhen. Dabei trägst du hohe Verantwortung für die Sicherheit von Mitarbeitenden und Publikum.

Womit arbeitet man als Ingenieur/in für Veranstaltungstechnik?

Zum Equipment gehören Installations- und Schaltungspläne, Konstruktionssoftware sowie Büroausstattung mit PC, Telefon und Beamer. Vor Ort nutzt du Bühnenmaschinerie, elektroakustische und Beleuchtungsanlagen, Messgeräte, Schraubendreher oder Lötkolben. Metallkonstruktionen, Lacke und Klebstoffe sind nötig, um Sonderbauten passgenau zu fertigen.

Kann man sich als Ingenieur/in für Veranstaltungstechnik selbständig machen?

Eine Selbstständigkeit ist in diesem Beruf gut machbar. Du kannst einen Fachbetrieb für veranstaltungstechnische Geräte und Dienstleistungen gründen, einen bestehenden Betrieb übernehmen oder als freie/r Berater/in arbeiten; beim Start unterstützen Institutionen wie der Verein Deutscher Ingenieure (VDI).

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Veranstaltungstechnik?

Möglich sind Fachseminare in Veranstaltungs-, Bühnen- und Pyrotechnik sowie Kurse zu Licht-, Ton- oder Kameratechnik. Du kannst dich auch in elektrische Energie- und Anlagentechnik, Normen und Sicherheitsbestimmungen, Messe- und Veranstaltungsmanagement oder Projektmanagement spezialisieren.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Veranstaltungstechnik?

Für mehr Verantwortung bietet sich ein Masterstudium in Veranstaltungstechnik oder Ton-/Bildtechnik an. Mit anschließender Promotion kannst du in Forschung oder leitende Entwicklungsabteilungen wechseln; wer eine Professur anstrebt, benötigt später meist noch eine Habilitation. Höhere Führungsaufgaben in Kulturverwaltungen oder großen Eventagenturen werden so ebenfalls greifbarer.

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