Ingenieur/Ingenieurin für Sicherheitstechnik – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Ingenieur/Ingenieurin für Sicherheitstechnik

Auch bekannt als: Sicherheitsingenieur/in · Diplom-Ingenieur (Uni)/Diplom-Ingenieurin (Uni) - Fachrichtung Brandschutz · Safety engineer (m/f)

BerufsfeldSchutz & Sicherheit
Arbeitsortein Büroräumen · in Produktionshallen · in Schulungsräumen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
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Über den Beruf

Sicherheitsingenieur/innen entwickeln Konzepte, um Menschen, Anlagen und Umwelt vor Schäden zu bewahren. Sie analysieren Arbeitsplätze, Produktionsprozesse und Gebäude, bewerten Lärm, Klima und Beleuchtung und prüfen Maschinen auf Normkonformität. Auf Basis dieser Gefahrenanalysen legen sie Maßnahmen wie Brandschutzpläne, Explosions- oder Strahlenschutz fest, dokumentieren alles in Gefahren-Management-Systemen und begleiten Sicherheitsaudits. Entstehen neue Werkstoffe oder Verfahren, simulieren sie Risiken in 3-D, kalkulieren Grenzwerte und verfassen Betriebsanleitungen. In der Umwelttechnik messen sie Emissionen, nutzen Drohnen für Luftproben und entwickeln Strategien für Immissionsschutz oder den Rückbau kerntechnischer Anlagen. Außerdem schulen sie Mitarbeitende und beraten Unternehmen zu sicherheitstechnischen Produkten sowie vernetzten Gebäudesystemen. Damit minimieren sie Unfall- und Gesundheitsrisiken und sichern die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in der Sicherheitstechnik verlangt. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung werden häufig eine Promotion, je nach Fachrichtung z.B. als Dr. phil., oder eine Habilitation vorausgesetzt.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Sicherheitsingenieur/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 5.986 € brutto im Monat. Mit wachsender Erfahrung kannst du je nach Branche, Unternehmensgröße und Region zwischen 4.802 € und 7.301 € verdienen.

Ist der Beruf als Sicherheitsingenieur/in körperlich anstrengend?

Der Job verlangt in erster Linie ein sehr gutes räumliches Sehvermögen, um Anlagen und Gebäude sicherheitsrelevant einschätzen zu können. Körperlich schwere Arbeiten fallen dagegen selten an, denn die Tätigkeit spielt sich meist am Computer oder in Besprechungsräumen ab.

Wie sind die Berufsaussichten als Sicherheitsingenieur/in?

Die Berufsaussichten als Sicherheitsingenieur/in sind ausgeglichen. Die Beschäftigung in diesem Feld wächst bis 2040. Weil es Arbeitgebern zukünftig schwerer fallen wird, qualifizierte Fachkräfte zu finden, sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern langfristig. Aktuell ist der Fachkräftemangel allerdings gering und offene Stellen werden schnell besetzt; außerdem werden weniger Altersabgänge erwartet als in vielen anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Sicherheitsingenieur/in?

Digitale Technik ist für Sicherheitsingenieur/innen fester Bestandteil des Arbeitsalltags. Du solltest etwa mit 3-D-Simulationen arbeiten, Dokumentenmanagementsysteme für Gefahrenanalysen nutzen und den Einsatz von Drohnen oder Connected-Building-Lösungen koordinieren können. Auch Kenntnisse in Gefahren-Management-, Identity- and Access-Management- oder Low-Power-Wide-Area-Netzen sind gefragt, um moderne Sicherheitsinfrastrukturen zu planen.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Sicherheitsingenieur/in?

Die Arbeit ist eine Mischung aus Büro, Produktionshalle und Schulungsraum. Du übernimmst Verantwortung für Menschen und Sachwerte, arbeitest oft am Bildschirm, prüfst aber auch direkt an Anlagen, ob gesetzliche Vorschriften eingehalten werden. Ständiger Kundenkontakt und das Navigieren durch Normen und Arbeitsschutzgesetze gehören zum Alltag.

Womit arbeitet man als Sicherheitsingenieur/in?

Im Büro nutzt du vor allem PC, Spezialsoftware, Telefon und Internetzugang, um Analysen zu erstellen und Gutachten zu verfassen.

Kann man sich als Sicherheitsingenieur/in selbständig machen?

Ja, eine Selbstständigkeit ist möglich. Typische Wege sind die Gründung oder Übernahme eines Ingenieur- bzw. Planungsbüros, die Tätigkeit als beratende/r Ingenieur/in oder als öffentlich bestellte/r Gutachter/in und Sachverständige/r.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Sicherheitsingenieur/in?

Um fachlich auf dem neuesten Stand zu bleiben, kommen Weiterbildungen etwa zu Anlagensicherheit, Störfallvorsorge oder Laserschutz infrage. Auch Kurse in Projektmanagement, Normenarbeit, Gefahrstoff-Handling oder die Schulung zur Sicherheitsfachkraft können dein Profil schärfen.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Sicherheitsingenieur/in?

Für den nächsten Karriereschritt kannst du dich zur Aufsichtsperson in der Unfallversicherung weiterqualifizieren. Mit einem Master in Sicherheitstechnik oder Sicherheitsmanagement eröffnen sich Leitungsfunktionen, während eine Promotion – und später eventuell eine Habilitation – den Weg an die Hochschule oder in forschungsintensive Spitzenpositionen ebnet.

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