Ingenieur/Ingenieurin für Gebäudetechnik/Facility-Management – Arbeitsumfeld
Tätigkeit

Ingenieur/Ingenieurin für Gebäudetechnik/Facility-Management

Auch bekannt als: Fachingenieur/in für Gebäude- und Versorgungstechnik · Ingenieur/in - Technische Gebäudeausrüstung (TGA)TGA Ingenieur/inTechnische/r Objektmanager/inTechnische/r Property Manager/inFacility engineer (m/f) ·

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsortein Büroräumen · auf Baustellen · in Werkstätten und Produktionshallen · in Testlabors, an Prüfständen sowie in Leitzentralen und Maschinenräumen · in Besprechungsräumen · im Homeoffice bzw. mobil
Offene Stellen1.849

Über den Beruf

Ingenieure und Ingenieurinnen für Gebäudetechnik planen Heizungs-, Lüftungs-, Klima-, Sanitär-, Sicherheits- und Kommunikationsanlagen für Neubauten und Bestandsgebäude. Sie berechnen Wärme- und Kältebedarfe, dimensionieren Rohr- und Kabelnetze und legen alle Komponenten im CAD- oder BIM-Modell aus. Auf Basis dieser Daten erstellen sie Leistungsverzeichnisse, Ausschreibungen und Genehmigungsunterlagen. Während der Bauphase koordinieren sie Monteur/innen, überwachen Probeläufe und nehmen die Systeme in Betrieb. Im Facility Management prüfen sie Anlagen per Fernüberwachung, werten Sensordaten aus und passen Steuer- und Regelprogramme an, um Energie einzusparen. Bei Modernisierungen nutzen sie 3-D-Simulationen, planen den Austausch alter Technik und beachten Brandschutzvorgaben. Kund/innen beraten sie zu Smart-Building-Lösungen, erneuerbaren Energien und wirtschaftlicher Wartung.

Ausbildung & Zugang

Zugang zum Beruf

Für den Einstieg wird i.d.R. ein abgeschlossenes grundständiges Studium in Facility-Management, Technisches Gebäudemanagement oder Gebäudetechnik, Gebäudeenergietechnik verlangt. Für Führungspositionen oder spezialisierte Aufgaben ist meist ein Masterstudium erforderlich. In Wissenschaft und Forschung wird häufig ein Doktorgrad vorausgesetzt, je nach Fachrichtung z.B. Dr. phil.; dafür braucht man i.d.R. einen Hochschulabschluss wie Master oder Staatsexamen sowie ein Promotionsverfahren mit Dissertation und mündlicher Prüfung. Teilweise ist zusätzlich eine Habilitation nötig, für die u.a. Promotion, Habilitationsschrift, mündliche Prüfung und mehrere wissenschaftliche Veröffentlichungen verlangt werden; sie kann zur Lehrberechtigung und damit zur Ausübung einer Professur an einer Hochschule führen.

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Ingenieur/in für Gebäudetechnik?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 6.160 € brutto im Monat. Mit steigender Berufserfahrung kannst du je nach Region und Unternehmensgröße zwischen 5.023 € und 7.238 € verdienen.

Ist der Beruf als Ingenieur/in für Gebäudetechnik körperlich anstrengend?

Der Job verlangt in erster Linie technisches Know-how, beinhaltet aber einige körperliche Anforderungen. Schwindelfreiheit ist nötig, wenn du Bauprojekte in größerer Höhe kontrollierst, und ein gutes Farb- sowie räumliches Sehvermögen hilft dir, Pläne zu lesen und Installationen zu überprüfen.

Wie sind die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Gebäudetechnik?

Die Berufsaussichten als Ingenieur/in für Gebäudetechnik sind ausgeglichen. Bis 2040 wächst die Beschäftigung in diesem Bereich. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings ist der Fachkräftemangel gering, sodass offene Positionen oft schnell besetzt sind und die Konkurrenz unter Bewerber/innen höher ausfallen kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Ingenieur/in für Gebäudetechnik?

Digitale Planungstools gehören zum Alltag: Mit Building Information Modeling (BIM), 3-D-Simulationen und Digitalen Zwillingen bildest du Anlagen virtuell ab und optimierst sie. Auch 3-D-Laserscanning für Bestandsaufnahmen, die Einbindung von Aktoren in Smart-Building-Systeme oder die Entwicklung vernetzter Connected-Buildings-Lösungen zählen zu den gefragten Fähigkeiten.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Ingenieur/in für Gebäudetechnik?

Die Tätigkeit bringt viel Verantwortung für Menschen und Sachwerte mit sich und erfordert das Einhalten zahlreicher Normen und Vorschriften. Du wechselst zwischen Büro, Baustelle und Bereitschaftsdienst, arbeitest oft am Bildschirm mit CAD- oder CAFM-Programmen und stehst regelmäßig in Kontakt mit Kund/innen.

Womit arbeitet man als Ingenieur/in für Gebäudetechnik?

Im Einsatz sind sowohl Anlagen wie Heizungs-, Lüftungs- und Klimasysteme, Sicherheitstechnik und Versorgungsleitungen als auch Mess- und Prüfgeräte zur Inbetriebnahme. Für die Planung nutzt du Schalt- und Rohrleitungspläne, CAD-Software, Leistungsverzeichnisse und Normensammlungen am PC.

Kann man sich als Ingenieur/in für Gebäudetechnik selbständig machen?

Ja, viele Ingenieur/innen eröffnen ein eigenes Planungs- oder Beratungsbüro, arbeiten als Sachverständige oder bieten Gutachten an. Bei der Existenzgründung unterstützen zum Beispiel Informationen des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI).

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Gebäudetechnik?

Du kannst dich fachlich unter anderem in Gebäudesystemtechnik, Facility-Management, Bauleitung, Projektmanagement oder CAD vertiefen. Solche Kurse erhöhen deine Chancen auf leitende Projekt- oder Entwicklungsaufgaben.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Ingenieur/in für Gebäudetechnik?

Ein Masterstudium in Gebäudetechnik, Gebäudeenergietechnik, Facility-Management oder Versorgungstechnik eröffnet dir anspruchsvollere Fach- und Führungsaufgaben. Wer wissenschaftlich arbeiten möchte, kann anschließend promovieren und sich mit einer Habilitation für Professuren qualifizieren; in Unternehmen ebnet die Promotion oft den Weg in leitende Positionen.

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