Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Medizintechnik – Arbeitsumfeld
Weiterbildung

Industriemeister/Industriemeisterin Fachrichtung Medizintechnik

BerufsfeldGesundheit & Medizin
Arbeitsortein Werkstätten und Produktionshallen · in Lagerräumen · in Büroräumen · in Betriebslaboratorien · im Homeoffice bzw. mobil
Dauer2 Jahre (Teilzeit)
Offene Stellen64

Über den Beruf

Industriemeister/innen der Fachrichtung Medizintechnik steuern die Herstellung von chirurgischen Instrumenten, Lasern, Herzschrittmachern oder Implantaten. Sie legen Arbeitsabläufe fest, planen Personal- und Materialeinsatz und dokumentieren Prozessdaten. Während der Fertigung prüfen sie Bauteile nach betrieblichen, gesetzlichen und vertraglichen Normen, kalibrieren Prüfstände und greifen bei Abweichungen sofort ein. Digitale Verfahren wie 3-D-Druck, Laserscanning und Simulationen nutzen sie, um Produktionsprozesse zu verbessern und Kosten zu senken. Sie veranlassen Wartungs- und Reparaturarbeiten, entwickeln Konzepte für neue Maschinen und achten streng auf Hygiene-, Umwelt- und Arbeitsschutzvorgaben. Als Führungskräfte leiten sie Teams, wählen neues Personal aus, erstellen Ausbildungspläne und begleiten Auszubildende sowie Fachkräfte bei der Einarbeitung. Medizintechnische Produkte verlassen das Werk präzise kalibriert, funktionstüchtig und normgerecht.

Ausbildung & Zugang

BerufstypWeiterbildungsberuf: Industriemeister/in
AusbildungsartMeisterprüfung nach Rechtsvorschriften der Industrie- und Handelskammern.
Dauer2 Jahre (Teilzeit)
Zugangsvoraussetzungen3
  • Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf, z.B. als Werkzeugmechaniker/in, Einsatzgebiet Instrumententechnik, oder Chirurgiemechaniker/in
  • Zusätzlich entsprechende Berufspraxis
  • Alternativ z.B. mind. 5 Jahre einschlägige Berufspraxis

Stellenangebote

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Industriemeister/in Medizintechnik?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.248 € brutto im Monat. Mit Erfahrung, Standort und Unternehmensgröße kannst du zwischen 3.573 € und 5.169 € verdienen.

Wie lange dauert die Weiterbildung zum/zur Industriemeister/in Medizintechnik?

Die berufsbegleitende Weiterbildung ist auf etwa 2 Jahre angelegt. Durch das Teilzeitformat kannst du währenddessen weiter im Betrieb arbeiten und Praxiserfahrung sammeln.

Ist der Beruf als Industriemeister/in Medizintechnik körperlich anstrengend?

Der Job erfordert funktionstüchtige Arme und Hände, weil du Maschinen einstellst und feine Bauteile bearbeitest. Insgesamt besteht aber eher eine Mischung aus körperlicher Tätigkeit und leitender Bildschirmarbeit.

Wie sind die Berufsaussichten als Industriemeister/in Medizintechnik?

Die Berufsaussichten als Industriemeister/in Medizintechnik sind gut. Die Beschäftigung wächst bis 2040. Der Fachkräftemangel ist hoch — offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen steigert. Zusätzlich sinkt die Konkurrenz unter Bewerbern bis 2040, Arbeitgeber suchen also länger. Lediglich bei den Altersabgängen gibt es weniger Wechsel als in anderen Berufen.

Welche digitalen Skills braucht man als Industriemeister/in Medizintechnik?

Digitale Fertigungstechniken stehen ganz oben auf der Agenda: Du solltest 3-D-Druck-Anlagen einrichten, Bauteile per 3-D-Laserscanning vermessen und Simulationen steuern können. Augmented-Reality-Anwendungen für Wartungsschritte, Dokumentenmanagementsysteme für Qualitätsdaten sowie Kenntnisse im Bioprinting oder in der Produktion intelligenter Implantate verschaffen dir zusätzliche Pluspunkte.

Wie sind die Arbeitsbedingungen als Industriemeister/in Medizintechnik?

Du wechselst regelmäßig zwischen Werkhalle und Büro: Präzisions- und Feinarbeiten an Maschinen treffen auf Planungs- und Kalkulationsaufgaben am Bildschirm. Schutzkleidung wie Brille oder Gehörschutz gehört dazu, denn feine Metallstäube, Lärm und Schleifarbeiten sind Alltag. Gleichzeitig trägst du Personalverantwortung und sorgst dafür, dass Hygiene- und Sicherheitsvorgaben eingehalten werden.

Womit arbeitet man als Industriemeister/in Medizintechnik?

Zum Arbeitsalltag gehören CNC-Fräs-, Bohr- und Schleifmaschinen, 3-D-Messanlagen und Mikroskope. Du hast außerdem mit Werkstoffen wie Edelstahl, Titan oder Kühl- und Schmierstoffen zu tun und nutzt technische Zeichnungen, Stücklisten sowie Qualitätsaufzeichnungen. Büroausstattung wie PC, Internetzugang und Telefon hilft dir, Schicht- und Materialpläne zu koordinieren.

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Industriemeister/innen Medizintechnik?

Fachlich kannst du dich in Themen wie Medizintechnik, Feinwerktechnik, elektrische Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik oder Produktions- und Fertigungstechnik vertiefen. Solche Kurse halten dich technisch auf dem neuesten Stand und erweitern dein Einsatzspektrum im Betrieb.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Industriemeister/in Medizintechnik?

Mit zusätzlicher Prüfung kannst du dich zur/zum Technischen Betriebswirt/in oder Internationale/n Meister/in qualifizieren und so Führungsaufgaben im Management übernehmen.

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