Industriefachhelfer/Industriefachhelferin (§66 BBiG/§42r HwO)
Über den Beruf
Industriefachhelfer/innen fertigen Metall- und Kunststoffteile, bedienen Produktionsmaschinen und überwachen laufende Prozesse. Sie richten Fräs-, Dreh- oder Stanzanlagen ein, spannen Werkstücke ein und wählen geeignete Werkzeuge. Während der Bearbeitung prüfen sie Maße, entgraten Kanten und korrigieren Einstellungen, wenn Toleranzen überschritten werden. In der Montage setzen sie Baugruppen zusammen, ziehen Schraubverbindungen an und kontrollieren die Funktion. Treten Störungen auf, stoppen sie die Anlage, beheben kleinere Fehler oder melden sie an Fachkräfte weiter. Sie tauschen Verschleißteile, reinigen Maschinen und füllen Kühl- oder Schmiermittel nach. Alle Arbeitsgänge und Qualitätsdaten werden sorgfältig dokumentiert, damit Serienfertigungen reibungslos laufen und Bauteile termingerecht das Werk verlassen.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen2
- Keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben
- I.d.R. Eignungsuntersuchung durch die zuständige Agentur für Arbeit
Häufige Fragen
Was verdient man als Industriefachhelfer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 4.407 € brutto im Monat, je nach Erfahrung und Region zwischen 3.740 € und 5.190 €.
Wie lange dauert die Ausbildung als Industriefachhelfer/in?
Die Ausbildung dauert 2,5 Jahre. Da es sich um einen Beruf nach §66 BBiG beziehungsweise §42r HwO handelt, findet sie meist in der Metall- und Elektroindustrie oder in spezialisierten Rehabilitationseinrichtungen statt.
Welche Schulfächer sind wichtig für Industriefachhelfer/innen?
Werken/Technik ist hilfreich, um Bauteile mit handgeführten Werkzeugen präzise anzufertigen. Mathematik brauchst du, um Maschinenwerte für Zerspanungsvorgänge zu berechnen und Maße zu kontrollieren.
Wie sind die Berufsaussichten als Industriefachhelfer/in?
Die Berufsaussichten als Industriefachhelfer/in sind gut. Der Fachkräftemangel ist hoch — offene Stellen sind schwer zu besetzen, das spielt Bewerbern in die Karten. Die Konkurrenz unter Bewerbern sinkt bis 2040, sodass Arbeitgeber länger nach Personal suchen müssen. Viele Altersabgänge werden erwartet, wodurch zusätzliche Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was das Wachstum etwas bremst.
