Holz- und Bautenschützer/Holz- und Bautenschützerin Fachrichtung Holzschutz
Auch bekannt als: Woodwork and building protector (m/f) - specialising in woodwork protection
Über den Beruf
Holz- und Bautenschützer/innen der Fachrichtung Holzschutz untersuchen Dachstühle, Fachwerkwände und andere Holzbauteile, suchen nach Käfern, Ameisen oder Pilzen und beurteilen das Ausmaß des Befalls. Sie wählen im Austausch mit Auftraggebern geeignete Verfahren und kalkulieren Material- sowie Gerätebedarf. Für die akute Bekämpfung setzen sie Heißluft, Mikrowellen, Begasung oder spezielle Insektizide ein, entfernen geschädigte Partien und ersetzen sie fachgerecht. Danach behandeln sie Oberflächen, injizieren Schutzmittel oder dichten Fugen ab, um erneuten Angriff zu verhindern. Treten zusätzlich Feuchte- oder Salzschäden an angrenzendem Mauerwerk auf, trocknen sie das Bauwerk und stellen die Substanz wieder her. Alle Arbeitsschritte, Messdaten und verwendeten Stoffe halten sie digital fest und dokumentieren sie für Kunden, Behörden und den eigenen Betrieb.
Ausbildung & Zugang
Zugangsvoraussetzungen1
- Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.
Ausbildungsplätze
Karriere & Weiterbildung
Häufige Fragen
Was verdient man als Holz- und Bautenschützer/in?
Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.239 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Betriebsgröße und Region kannst du zwischen 2.763 € und 3.741 € verdienen.
Wie lange dauert die Ausbildung zum/zur Holz- und Bautenschützer/in?
Die duale Ausbildung dauert 3 Jahre. Während dieser Zeit wechseln sich Praxis im Betrieb und Unterricht in der Berufsschule ab.
Welche Schulfächer sind wichtig für Holz- und Bautenschützer/innen?
Hilfreich sind vor allem Mathematik, Werken/Technik, Biologie und Chemie. Mit diesen Fächern lernst du Aufmaße zu berechnen, Werkstoffe richtig einzusetzen und Schädlinge oder Schutzmittel besser zu verstehen.
Ist der Beruf als Holz- und Bautenschützer/in körperlich anstrengend?
Ja, der Beruf erfordert eine gute körperliche Fitness. Du arbeitest häufig in gebückter Haltung oder über Kopf, trägst schwere Bauteile und musst auf Gerüsten oder Leitern schwindelfrei bleiben.
Wie sind die Berufsaussichten als Holz- und Bautenschützer/in?
Die Berufsaussichten als Holz- und Bautenschützer/in sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch, offene Stellen sind schwer zu besetzen – gut für Jobsuchende. Zudem werden viele Altersabgänge erwartet, wodurch weitere Stellen frei werden. Allerdings schrumpft die Beschäftigung bis 2040, was das Angebot langfristig etwas reduzieren kann.
Welche digitalen Skills braucht man als Holz- und Bautenschützer/in?
Digitale Messtechnik gewinnt an Bedeutung: Mit 3-D-Laserscanning kannst du Befallsstellen millimetergenau einmessen. Dokumentenmanagementsysteme helfen dir, Befundberichte elektronisch zu verwalten, Sensoren überwachen Bauwerksdaten in Echtzeit und Wearables wie Datenbrillen unterstützen beim Abrufen von Materialinformationen direkt auf der Baustelle.
Wie sind die Arbeitsbedingungen als Holz- und Bautenschützer/in?
Du arbeitest auf wechselnden Baustellen drinnen und draußen und hast häufig Kontakt zu Maschinen, Lärm, Staub und Chemikalien. Schutzkleidung ist Pflicht, zusätzlich musst du bei Hitze, Kälte oder Nässe sowie in größerer Höhe auf Gerüsten oder Hubarbeitsbühnen einsatzbereit sein.
Kann man sich als Holz- und Bautenschützer/in selbständig machen?
Ja, eine Selbstständigkeit mit einem eigenen Holz- und Bautenschutzbetrieb ist möglich, auch als Franchisenehmer/in. Fachverbände wie der Deutsche Holz- und Bautenschutzverband e.V. geben Tipps zur Unternehmensgründung und zu Förderprogrammen.
Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es für Holz- und Bautenschützer/innen?
Lehrgänge in Holzschutz, Schädlingsbekämpfung, Bauwerksabdichtung oder Bauschadensanierung erweitern dein Fachwissen. Durch solche Spezialisierungen bleibst du auf dem neuesten Stand der Technik und verbesserst deine Karrierechancen.
