Holz- und Bautenschützer/Holz- und Bautenschützerin Fachrichtung Bautenschutz – Arbeitsumfeld
Ausbildung

Holz- und Bautenschützer/Holz- und Bautenschützerin Fachrichtung Bautenschutz

Auch bekannt als: Woodwork and building protector (m/f) - specialising in buildings protection

BerufsfeldBau & Architektur
Arbeitsortein Gebäuden · an Gebäuden im Freien · in Büroräumen
Dauer3 Jahre
Ausbildungsplätze33

Über den Beruf

Holz- und Bautenschützer/innen der Fachrichtung Bautenschutz untersuchen Mauerwerk, Beton und Naturstein auf Feuchte, Risse oder Pilzbefall. Mit Messgeräten wie CM-Feuchtemessern oder 3-D-Laserscannern bestimmen sie Art und Ausmaß der Schäden. Anschließend planen sie die Sanierung, richten die Baustelle ein und sichern sie ab. Sie trocknen nasse Keller, setzen geschädigte Steine oder Putzflächen instand und dichten erdberührte Bauteile von innen oder außen ab. Gegen Holzschädlinge setzen sie chemische oder thermische Verfahren ein und erneuern zerstörte Balken. Auch vorbeugender Schutz gehört dazu: Fugen werden versiegelt, Oberflächen imprägniert und Korrosionsschutz aufgetragen. Während der Arbeit dokumentieren sie jede Maßnahme digital, kalkulieren Materialmengen und beraten Kundinnen und Kunden zu langfristigen Erhaltungsstrategien.

Ausbildung & Zugang

BerufstypAnerkannter Ausbildungsberuf
AusbildungsartDuale Ausbildung in Industrie und Handwerk (geregelt durch Ausbildungsverordnung)
Dauer3 Jahre
Zugangsvoraussetzungen1
  • Rechtlich ist keine bestimmte Vorbildung vorgeschrieben.

Ausbildungsplätze

Karriere & Weiterbildung

Häufige Fragen

Was verdient man als Holz- und Bautenschützer/in?

Das Gehalt liegt typischerweise bei 3.239 € brutto im Monat. Je nach Erfahrung, Region und Tarifbindung kannst du zwischen 2.763 € und 3.741 € verdienen.

Wie lange dauert die Ausbildung zur Holz- und Bautenschützer/in?

Die duale Ausbildung ist auf 3 Jahre angelegt. Unter bestimmten Voraussetzungen, etwa bei sehr guten Leistungen oder einschlägiger Vorbildung, lässt sie sich verkürzen.

Welche Schulfächer sind wichtig für Holz- und Bautenschützer/innen?

Mathematik, Werken/Technik, Biologie und Chemie erleichtern dir den Einstieg in die Ausbildung. Kenntnisse daraus brauchst du z.B. beim Berechnen von Materialmengen, beim Umgang mit Werkzeugen oder beim Bekämpfen von Schädlingen.

Ist der Beruf als Holz- und Bautenschützer/in körperlich anstrengend?

Ja, der Job fordert körperliche Fitness. Du arbeitest häufig über Kopf oder in der Hocke, trägst schweres Material und stehst auf Gerüsten bei Wind und Wetter – Schwindelfreiheit, Kraft und Beweglichkeit sind daher wichtig.

Wie sind die Berufsaussichten als Holz- und Bautenschützer/in?

Die Berufsaussichten sind ausgeglichen. Der Fachkräftemangel ist hoch – offene Stellen sind schwer zu besetzen, was deine Chancen erhöht. Zusätzlich werden viele Altersabgänge erwartet, sodass weitere Jobs frei werden. Gleichzeitig schrumpft die Beschäftigung bis 2040 insgesamt, wodurch der Wettbewerb langfristig etwas zunehmen kann.

Welche digitalen Skills braucht man als Holz- und Bautenschützer/in?

Im modernen Bautenschutz arbeitest du mit 3-D-Laserscannern, digitalen Dokumentenmanagementsystemen und Sensorik zur Bauwerksüberwachung. Außerdem kommen smarte Kunststoffe und Wearables wie Datenbrillen zum Einsatz, deren Bedienung du beherrschen solltest.

Kann man sich als Holz- und Bautenschützer/in selbständig machen?

Eine Selbstständigkeit ist möglich, etwa mit einem eigenen Betrieb im Holz- und Bautenschutzgewerbe oder als Franchisenehmer/in. Beratung rund um die Gründung bietet zum Beispiel der Deutsche Holz- und Bautenschutzverband (DHBV).

Welche Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es als Holz- und Bautenschützer/in?

Fachkurse zu Bauwerksabdichtung, Bauschadensanierung, Holzschutz oder Schädlingsbekämpfung halten dich technisch auf dem neuesten Stand. Mit solchen Zusatzqualifikationen kannst du verantwortungsvollere Aufgaben übernehmen und dein Gehalt steigern.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten gibt es als Holz- und Bautenschützer/in?

Durch die Meisterprüfung im Holz- und Bautenschutzgewerbe kannst du Baustellen leiten und Auszubildende anleiten. Eine weitere Option ist die Weiterbildung zum/zur staatlich geprüften Techniker/in der Fachrichtung Bautechnik, Schwerpunkt Bauerneuerung und Bausanierung. Mit Hochschulzugangsberechtigung eröffnet dir ein Bachelor- oder später Masterstudium im Bauingenieurwesen den Weg in Planung, Kalkulation oder Projektleitung.

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